
Schon vor den heutigen Finalspielen war den diesjährigen 25. Bitburger Badminton Open ein Eintrag in die Geschichtsbücher des Deutschen Badminton Verbandes (DBV) gewiss. Die 1.500 Zuschauer sahen gleich vier Begegnungen mit deutscher Beteiligung. Etwas Vergleichbares gab es bei keinem Grand-Prix Gold Turnier zuvor. Beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Jubiläumsturnier sicherten sich Juliane Schenk im Dameneinzel sowie Ingo Kindervater und Johannes Schöttler im Herrendoppel den Titel. Europameister Marc Zwiebler sowie das Damendoppel Birgit Michels und Johanna Goliszewski belegten den zweiten Platz.
Dass Juliane Schenk zu den besten Badminton-Spielerinnen der Welt gehört, steht außer Frage. Doch derzeit schwimmt die gebürtige Krefelderin auf einer echten Erfolgswelle. Nachdem die Weltranglistensechste schon vor zwei Wochen beim mit 400.000 US-Dollar dotierten SuperSeries-Turnier Denmark Open bis ins Finale kam und acht Tage später bei den French Open im Halbfinale stand, setzte sie sich heute die Krone auf. Die Vize-Europameisterin gewann zum zweiten Mal nach 2009 die Bitburger Badminton Open im Dameneinzel. Dabei lieferte die 29-Jährige von der SG EBT Berlin gegen Yao Jie die Partie des Tages ab. Der erste Satz ging mit 21:10 an die topgesetzte Deutsche, der zweite mit 21:15 an die Vorjahresfinalistin aus den Niederlanden. Der dritte Satz war dann an Spannung kaum zu überbieten: 19:19, 21:21, 23:23 – so die Zwischenstände. Am Ende machte Juliane Schenk die beiden Punkte zum 25:23. Dann legt sie sich auf den Boden, verdeckte mit beiden Händen ihr Gesicht und man konnte die abfallende Anspannung bei ihr förmlich spüren. „Die vergangenen drei Wochen haben mir sehr viel abverlangt. Doch ich bin dankbar, dass mich mein Körper bis hierhin getragen hat. Es ist immer wieder schön, vor heimischem Publikum zu spielen und diesen Rückhalt zu spüren. Der Nervenkitzel macht es dann am Ende aus. Großer Respekt auch vor meiner Gegnerin, das war eine Begegnung auf Augenhöhe – und deshalb kam dieses hochklassige Match zustande“, sagte die WM-Bronzemedaillengewinnerin.
Ein echtes Ausrufezeichen setzte heute auch das Herrendoppel Ingo Kindervater vom 1. BC Bonn-Beuel und Johannes Schöttler vom 1. BC Bischmisheim. Die Weltranglisten-20. fertigten die Engländer Chris Langridge und Peter Mills überraschend deutlich mit 21:15 und 21:11 ab. Im Vorfeld rechneten Kenner hier eigentlich mit einer engen Dreisatz-Partie. Doch die Olympia-Teilnehmer von London spielten abgeklärt und souverän – sie ließen den Spielern von der Insel kaum Luft zum Atmen. „Das ist der absolute Wahnsinn, ich freue mich riesig – mir fehlen die Worte. Zweimal stand ich hier schon im Finale, jetzt hat es endlich geklappt. Heute hat einfach alles gepasst. Wir waren von Anfang bis Ende hochkonzentriert und haben die Engländer immer in Schach halten können“, sagte Johannes Schöttler nach dem Spiel
Ausgerechnet am Finaltag konnte Deutschlands bester Einzelspieler Marc Zwiebler nicht seine beste Leistung abrufen. Der 28-Jährige vom 1. BC Bonn-Beuel musste sich im Schlussakt der Bitburger Open Tien Chen Chou aus Taiwan mit 19:21, 12:21 geschlagen geben. Der in der Weltrangliste derzeit auf Position 20 geführte Zwiebler fand nie richtig in sein Spiel. „Mein Gegner war sehr stark, aber so habe ich ihn auch eingeschätzt. Den zweiten Satz hat er perfekt gespielt, daran bin ich echt ein bisschen verzweifelt. Wenn man in einem Finale steht, will man es auch gewinnen, von daher bin ich schon etwas enttäuscht. Aber im Rückblick kann ich mit meiner Gesamtleistung sicherlich zufrieden sein“, erklärt der Europameister, der in Saarbrücken auf dem zweiten Platz gesetzt war. Lächelnd erklärte der Sieger Tien Chen Chou in einem etwas holprigen Englisch: „Ich bin sehr froh, dass ich hier gewinnen konnte. Marc wirkte im zweiten Satz etwas müde, das war meine Chance – und ich habe sie genutzt. Ich trinke zwar kein Bier, aber die Bitburger Open mag ich.“
Sie hatte nicht wirklich jemand auf der Rechnung – wurde das DBV-Damendoppel Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel und Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim doch gerade erst zusammengestellt. Auch wenn es heute gegen Rong Wang und Zhibo Zhang aus Macao beim 15:21, 13:21 nicht ganz reichte. Mit dem heutigen Finaleinzug zeigten die beiden aber, dass sich hier zwei Spielerinnen gefunden haben, die hervorragend miteinander harmonieren. „Im Moment überwiegt natürlich die Enttäuschung, alles in allem können wir mit einem Lächeln nach Hause fahren. Wir konnten zeigen, dass das mit uns beiden sehr gut funktioniert. Wir verstehen uns super, wir vertrauen einander und haben auf dem Feld viel Spaß miteinander“, erklärte Johanna Goliszewski. Und Birgit Michels meinte: „Unsere Gegnerinnen legten ein relativ hohes Tempo an den Tag, das wir nur bedingt mitgehen konnten. Aber der Finaleinzug war für uns schon sensationell – wir spielen gerade mal das vierte Turnier zusammen.“
Ihrer Favoritenrolle konnten Robert Mateusiak und Nadiezda Zieba nicht gerecht werden. Im Mixed-Wettbewerb unterlagen die topgesetzten Polen mit 11:21, 16:21 gegen Anders Kristiansen und Julie Houmann. Die auf Rang acht geführten Dänen verhinderten schon gestern die Finalteilnahme des deutschen Duos Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim und Birgit Michels.
Das abschließende Fazit des Chef-Bundestrainers fiel bei dieser Bilanz natürlich äußerst positiv aus: „Ich bin super froh. Vier Finalteilnahmen, das ist fantastisch. Wobei es ja fast auch hätten fünf sein können. Ein schöneres Abschiedsgeschenk kann es kaum geben. Heute hatte ich das Vertrauen, dass wir auch vier Titel hätten gewinnen können, aber mit zwei Turniersiegen lässt es sich auch hervorragend leben“, sagt Jakob Hoi, der Ende des Jahres den DBV verlässt und in England die Verantwortung für die Herrendoppel übernehmen wird.
Bei den Bitburger Badminton Open sind die Teilnehmer der morgen ab 14 Uhr beginnenden Endspiele ermittelt. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in der Saarbrücker Saarlandhalle stand heute das Halbfinale auf dem Programm. Dabei konnte die Ausgangslage für den Deutschen Badminton Verband (DBV) besser nicht sein: Insgesamt fünf Begegnungen mit deutscher Beteiligungen wurden ausgetragen – in jeder Disziplin waren noch DBV-Athleten vertreten. Am Ende war es ein sensationelles Ergebnis: So durften in den Einzeln Marc Zwiebler und Juliane Schenk den Einzug ins Finale feiern. Weiter qualifizierten sich Birgit Michels und Johanna Goliszewski im Damen- sowie Ingo Kindervater und Johannes Schöttler im Herrendoppel.
Die topgesetzte Juliane Schenk ist im Schlussakt vertreten: Die 29-Jährige behielt gegen Petya Nedelcheva aus Bulgarien mit 14:21, 6:21 und 15:21 die Oberhand. „Das war ein ganz komisches Spiel. Ich denke, das sieht man auch am Ergebnis. Für mich festzuhalten bleibt, dass ich mich auf meine Stärke, dass ich immer wieder ins Match zurückkommen kann, verlassen kann. Das ist ein schönes Gefühl. Morgen heißt es dann: Neues Spiel – neues Glück“, sagte die gebürtige Krefelderin. Die Weltranglistensechste von der SG EBT Berlin muss nun gegen die Vorjahresfinalistin Yao Jie aus den Niederlanden antreten. Weiter im Geschäft ist auch Marc Zwiebler vom 1. BC Bonn-Beuel. Der Europameister gab im Turnierverlauf noch keinen Satz ab – das passierte erst heute gegen Mohamad Arif Abdul Latif aus Malaysia. Doch der an Position zwei gesetzte Zwiebler sicherte sich den Einzug in die Schlussrunde mit einem im Endeffekt abgeklärten 21:10, 17:21 und 21:15. „Der erste Satz ging vielleicht ein bisschen zu einfach und im zweiten wechselte der Malaysier seine Taktik. Es dauerte ein wenig, bis ich mich darauf eingestellt hatte, aber dann lief es ja wieder“, erklärte der 28-jährige Linkshänder. Auf den in der Weltrangliste derzeit auf Position 20 geführten Deutschen wartet nun Tien Chen Chou aus Taiwan, der in einem spannenden Dreisatzmatch dem Engländer Rajiv Ouseph die Finalteilnahme verwehrte. Zwiebler: „Gegen Tien Chen Chou habe ich bei den Singapur Open vergangenes Jahr in der ersten Runde gewonnen, aber seither hat er sich weiter verbessert. Mein Ziel war das Erreichen des Halbfinals. Jetzt werde ich natürlich alles versuchen, das Turnier zu gewinnen.“
Extram spannend machte es das Herrendoppel Ingo Kindervater vom 1. BC Bonn-Beuel und Johannes Schöttler vom 1. BC Bischmisheim. Der erste Satz ging noch mit 21:17 an die Engländer Chris Adcock und Andrew Ellis, den zweiten holten sich die Weltranglisten-20. aus Deutschland mit dem gleichen Ergebnis. In Satz drei stand es dann 19:19, bis die DBV-Athleten zweimal zuschlugen und den Finaleinzug perfekt machten. „Wir haben super angefangen und uns dann ein bisschen von der unorthodoxen Spielweise der Engländer aus dem Konzept bringen lassen. Das bekamen wir aber wieder in den Griff“, erzählte Johannes Schöttler. Nun wartet schon wieder ein Duo von der Insel. „Unsere Gegner Chris Langridge und Peter Mills haben heute die beiden starken Dänen Rasmus Bonde und Mads Conrad-Petersen aus dem Turnier geworfen. Die strotzen also morgen nur so vor Selbstvertrauen. Das wird wieder ein harter Kampf“, meinte Ingo Kindervater.
Das beste deutsche Damendoppel marschiert unaufhörlich weiter: Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel und Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim räumten heute Patchanut Krajangjit und Peeraya Munkitamorn aus Thailand mit einem 21:12 und 21:17 aus dem Weg. Umso erstaunlicher, da das deutsche Duo gerade erst zusammengestellt wurde. „Das ist einfach nur super. Wir haben zusammen erst vier Turniere bestritten – und dann gleich eine Finalteilnahme. Besonders freut es mich für Johanna, das ist ihr bisher größter Erfolg“, meinte Birgit Michels. Jetzt gilt es allerdings, eine harte Nuss zu knacken. Keine Schwächen zeigten bisher Rong Wang und Zhibo Zhang. Auch heute warfen die beiden Spielerinnen aus Macao die topgesetzten Shinta Mulia Sari und Lei Yao aus Singapur in zwei Sätzen aus dem Turnier. Michels: „Das ist für mich eine echte Überraschung. Ich kenne die beiden Mädels aus Macao überhaupt nicht. Und Shinta Mulia Sari und Lei Yao sind bei Olympia gestartet. Aber egal, wir haben überhaut keinen Druck und gehen morgen ganz unbeschwert in dieses Spiel.“
Den einzigen Wermutstropfen gab es im Mixed: Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim und Birgit Michels standen im Halbfinale Anders Kristiansen und Julie Houmann gegenüber. Die deutschen Olympia-Viertelfinalisten von London kamen während des Turniers nie richtig ins Rollen. Ihrem Spiel fehlte die Leichtigkeit und es war durchzogen von vielen Fehlern. Bis dato fiel das nicht zu sehr ins Gewicht, aber heute gegen die Dänen reichte eine solche Leistung nicht. Mit 18:21, 21:17 und 14:21 mussten sich die an Position vier gesetzten Deutschen geschlagen geben. „Wir haben heute wirklich miserabel gespielt. Es war eine ganz zerfahrene Partie und wir kamen nie ins Spiel. Das ist ganz schön bitter – und gleich doppelt ärgerlich, da wir mit Normalform hier das Turnier echt hätten gewinnen können“, gab der 30-jährige Michael Fuchs zu Protokoll. Im Finale treffen die Nordeuropäer nun auf die topgesetzten Polen Robert Mateusiak und Nadiezda Zieba, die heute Danny Bawa Chrisnanta und Yu Yan Vanessa Neo aus Singapur aus dem Rennen warfen.
Das Fazit des Tages: „Das ist in der Breite mit Sicherheit der größte Erfolg, den wir je verbuchen konnten – also auf jeden Fall mal in der jüngsten Historie. Die Wertigkeit und die Turnierlevels haben sich ja in den vergangenen Jahren immer mal wieder geändert. Ich kann mich aber nicht an etwas Vergleichbares auf diesem Niveau erinnern“, sagt DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
Es wird ernst… es geht auf die Zielgerade. Bei den 25. Bitburger Badminton Open in der Saarbrücker Saarlandhalle wurde heute das Viertelfinale ausgetragen. Insgesamt haben Athleten des Deutschen Badminton Verbandes (DBV) morgen ab 14 Uhr fünf Mal die Chance, den Einzug ins Finale perfekt zu machen. Beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier konnten Juliane Schenk und Marc Zwiebler in den Einzeln, Birgit Michels und Johanna Goliszewski im Damendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler im Herrendoppel sowie das Mixed Michael Fuchs und Birgit Michels das Ticket für die Runde der letzten Vier lösen.
Drei deutsche Einzelspielerinnen hatten heute die Option auf einen Einzug ins Halbfinale – ein Weiterkommen war garantiert. Der Spielplan sah vor, dass die topgesetzte Juliane Schenk und die amtierende Deutsche Meisterin Olga Konon direkt aufeinandertrafen. Am Ende konnte sich die Weltranglistensechste Schenk mit 21:14, 21:16 durchsetzen. Die Zuschauer sahen eine spannende Partie, die jeweils immer nur zum Satzende hin entschieden wurde. Zuvor war es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Hier machte sich die lange Verletzungspause der gebürtigen Weißrussin bemerkbar, die verständlicherweise konditionell noch nicht ganz auf der Höhe ist. „Ich denke, die Zuschauer haben ein qualitativ sehr gutes Spiel gesehen. Ich hatte zu jedem Zeitpunkt den Glauben an mein Spiel und war immer zuversichtlich, dass ich heute gewinne. Auch wenn ich wusste, dass Olga nach ihrer Verletzung nichts zu verlieren hatte. Aber ich habe eine überzeugende Leistung abgeliefert“, sagte die 29-jährige Schenk. Die zweimalige Vize-Europameisterin trifft nun im Halbfinale auf Petya Nedelcheva aus Bulgarien. Ausgeschieden ist Karin Schnaase. Die 27-jährige Lüdinghauserin musste gegen die Vorjahresfinalistin Yao Jie deutlich mit 21:10, 21:11 die Segel streichen. Sie fand heute kaum Antworten auf das druckvolle Spiel der Vorjahresfinalistin aus den Niederlanden, die nun das zweite Halbfinale gegen die Spanierin Carolina Marin bestreitet. Karin Schnaase meinte: „Mein Spiel war heute richtig…“, und es folgte das böse Wort mit S. „Ich bin überhaupt nicht in die Partie gekommen. Konnte in keiner Phase mein Spiel spielen. Dass es schwer werden würde, war klar. Aber heute lief ja gar nichts zusammen. Ich bin echt enttäuscht.“
Marc Zwiebler war der einzige noch im Turnier verbliebene deutsche Herreneinzelspieler – und unbeeindruckt dreht der amtierende Europameister seine Runden. Überlegen mit 21:9 und 21:13 erledigte er auch heute seine Aufgabe gegen den Finnen Ville Lang. „Das war heute gar nicht so einfach, wie es vielleicht ausgesehen hat. Ville ist ein ausgebuffter Typ, der alle Tricks drauf hat. Da hat er dich schnell mal aus dem Konzept gebracht. Ich habe mich da aber nicht drauf eingelassen“, erzählt der 28-jährige Linkshänder vom 1. BC Beuel. Als nächstes steht Mohamad Arif Abdul Latif aus Malaysia auf der Liste. Zwiebler: „Gegen ihn habe ich noch nie gespielt. Aber die jungen Malaysier, die sie nach Europa zu den Turnieren schicken, sind alle gut – sonst wären sie nicht hier.“ In der Runde der letzten Vier steht weiterhin der Engländer Rajiv Ouseph, der morgen gegen Tien Chen Chou aus Taiwan auf die Matte geht.
„Wir haben uns heute vorgenommen, die Konzentration während des Spiels konstant hoch zu halten. Das ist uns in den vergangenen Wochen nicht immer gelungen – heute schon. So sind wir mit der Partie sehr zufrieden“, beschreibt Ingo Kindervater die Viertelfinal-Begegnung im Herrendoppel gegen Lukasz Moren und Wojciech Szkudlarczyk. Das deutsche Duo Kindervater und Johannes Schöttler lieferte gegen die Polen mit dem 21:11, 21:10 eine überzeugende Vorstellung ab. So nimmt das an Position zwei gesetzte DBV-Doppel klar Kurs auf das Finale – doch davon will Kindervater im Moment noch nichts wissen, zuvor muss die Hürde Chris Adcock und Andrew Ellis genommen werden. „Jetzt geht es gegen die Engländer. Das wird nicht einfach. Gegen die haben wir beim letzten Aufeinandertreffen verloren, das war im EM-Viertelfinale. Da steht also eine Revanche an“, erzählt Ingo Kindervater. Die Dänen Rasmus Bonde und Mads Conrad-Petersen spielen gegen die Engländer Chris Langridge und Peter Mills den zweiten Finalgegner aus.
Im Damendoppel war klar, dass es am Samstag im Halbfinale auf jeden Fall ein Spiel mit deutscher Beteiligung geben würde. Denn: Heute standen sich Alina Hammes mit ihrer walisischen Partnerin Carissa Turner und das neuformierte DBV-Flaggschiff Birgit Michels und Johanna Goliszewski gegenüber. Mit zweimal 21:13 konnten sich Letztere problemlos durchsetzen. Morgen geht es nun gegen Patchanut Krajangjit und Peeraya Munkitamorn. Die Thailänderinnen warfen die an Position zwei gesetzten Vivian Kah Mun Hoo und Khe Wei Woon aus Malaysia aus dem Turnier. „Heute war es wichtig, dass wir unser Tempo durchziehen, denn unsere Gegnerinnen waren sehr motiviert. Das ist uns auch gut gelungen. Wir gehen da morgen ganz ohne Druck ins Spiel – wir haben nichts zu verlieren. Noch sind wir ja in einer Art Findungsphase. Johanna und ich haben erst vier Turniere zusammen gespielt. Aber dafür klappt es schon prima, wir verstehen uns super und haben viel Spaß auf dem Feld“, erklärte Birgit Michels. Im anderen Halbfinale stehen sich Rong Wang und Zhibo Zhang aus Macao und die topgesetzten Shinta Mulia Sari und Lei Yao aus Singapur gegenüber.
Immer ein bisschen holprig, nicht immer souverän, aber stets erfolgreich. Die an Position vier gesetzten Michael Fuchs und Birgit Michels sind weiter im Rennen. Die Olympiateilnehmer von London brauchten heute drei Sätze, bis sie die Niederländer Dave Khodabux und Selena Piek mit 18:21, 21:19, 21:10 in die Knie zwangen. Morgen warten nun die Dänen Anders Kristiansen und Julie Houmann. „Wir fingen heute eigentlich ganz gut an, dann haben die ein paar glückliche Punkte gemacht und wir waren wie versteinert. Dann kam noch ein Schuss Nervosität dazu und schon wurde es eng. Im zweiten Satz haben wir uns Gott sei Dank wieder gefangen, und dann kam die Sicherheit zurück. Morgen müssen wir uns definitiv steigern“, stellt Michael Fuchs fest. Im zweiten Halbfinale treffen die topgesetzten Polen Robert Mateusiak und Nadiezda Zieba auf die auf Position eins gelisteten Danny Bawa Chrisnanta und Yu Yan Vanessa Neo aus Singapur.
Heute wurde bei den 25. Bitburger Badminton Open die Runde der letzten Sechzehn ausgespielt. Beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier hat der Deutsche Badminton Verband (DBV) noch einige heiße Eisen im Feuer. Insgesamt dürfen sich die Zuschauer in der Saarbrücker Saarlandhalle morgen ab 12 Uhr auf acht Viertelfinal-Begegnungen mit deutscher Beteiligung freuen.
Die schwarz-rot-goldenen Farben im Dameneinzel sind morgen durch Juliane Schenk, Olga Konon und Karin Schnaase vertreten. Für die Weltranglistensechste Juliane Schenk sah das heute wie ein lockerer Spaziergang aus. Gegen Sabine Devooght aus Belgien kam sie nie in Verlegenheit und gewann überlegen mit 21:10 und 21:12. Der Spielplan will es so, dass die zweimalige Vize-Europameisterin nun auf die amtierende Deutsche Meisterin Olga Konon trifft. Die Spielerin vom 1. BC Bischmisheim konnte bei ihrem Heimturnier die Neuseeländerin Michelle Chan Ky mit 21:14 und 21:8 nach Hause schicken. „Auch wenn es nach Dänemark und Frankreich mein drittes Turnier in Folge ist und ich dort viele Spiele absolvierte, fühle ich mich noch recht fit. Jetzt geht es gegen Olga, die nach ihrer Verletzung immer besser in Tritt zu kommen scheint. Ich werde morgen von Beginn an sehr konzentriert zu Werke gehen müssen“, sagte die 29-jähige Schenk, die vor zwei Wochen beim mit 400.000 US-Dollar dotierten Premier SuperSeries-Turnier Denmark Open bis ins Finale kam und eine Woche später bei den French Open im Halbfinale stand. Die Dritte im Bunde ist die an Position sieben gesetzte Karin Schnaase. Die 27-jährige Lüdinghauserin fegte heute die Bulgarin Dimitria Popstoikova mit zweimal 21:9 vom Platz und muss nun gegen die Vorjahresfinalistin Yao Jie antreten. Die Niederländerin ist hinter Juliane Schenk auf Rang zwei gesetzt.
Um den Einzug ins Viertelfinale kämpften heute vier DBV-Herrendoppel – aber nur eines kam durch. Michael Fuchs und Oliver Roth machten es wie gestern äußerst spannend, nur dieses Mal ohne positiven Ausgang. Die an Position vier gesetzten Deutschen unterlagen den Engländern Chris Langridge und Peter Mills mit 21:19, 22:24 und 13:21. Auch für Andreas Heinz und Max Schwenger war heute Endstation. Gegen die Dänen Rasmus Bonde und Mads Conrad-Petersen mussten sie sich mit 18:21 und 12:21 geschlagen geben. Fabian Holzer und Raphael Beck scheiterten mit 21:18, 19:21,14:21 an den Österreichern Jürgen Koch und Peter Zauner. Einzig Ingo Kindervater und Johannes Schöttler sind weiter auf Erfolgskurs. Das an Position zwei gelistete Doppel setzte sich mit 21:17, 21:16 gegen die Briten Marcus Ellis und Paul van Rietvelde durch. Die Olympiateilnehmer von London treffen im Viertelfinale auf Lukasz Moren und Wojciech Szkudlarczyk aus Polen. „Wir haben uns das heutige Spiel etwas schwerer vorgestellt, als es dann tatsächlich war. Trotzdem bin ich mit der Leistung nicht ganz zufrieden. Wir konnten vor allem im zweiten Satz die Konzentration nicht immer hochhalten. Wir führten 16:5 und dann stand es plötzlich 18:14 – so etwas kann dann schnell mal nach hinten losgehen. Jetzt warten auf uns zwei körperlich sehr starke Gegner. Das wird ein hartes Stück Arbeit“, meinte Johannes Schöttler.
Ein Top-Favorit auf den Turniersieg im Herreneinzel ist heute gestolpert. Für den Dänen Hans-Kristian Vittinghus wird es nicht mehr möglich sein, seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Der Niederländer Eric Pang warf sensationell die Nummer eins in der Setzliste aus dem Wettbewerb. Aus dem deutschen Lager hat nur Marc Zwiebler die heutige Hürde gemeistert. Der amtierende Europameister schlug Misbun Ramdan Mohmed Misbun aus Malaysia mit zweimal 21:15 und muss nun im Viertelfinale gegen Ville Lang antreten. Der Finne war heute für das Ausscheiden von Sebastian Schöttler verantwortlich. Der Deutsche unterlag knapp mit zweimal 19:21. Für Lukas Schmidt ist das Jubiläumsturnier ebenfalls beendet. Mit 13:21 und 16:21 musste sich der Spieler des 1. BC Bischmisheim dem an Position sechs gelisteten Mohamad Arif Abdul Latif aus Malaysia geschlagen geben. „Ach, ich bin schon sehr enttäuscht. Da war heute mehr drin, der Gegner war nicht besser als der gestern. Aber mir hat einfach die mentale Frische gefehlt. Ich bin in meinem Spiel noch zu unkonstant. Eine Leistung wie gestern und ich wäre jetzt weiter. Und das ist eben das Ärgerliche, wenn man weiß, dass man besser spielen kann und es irgendwie nicht auf die Matte bekommt“, erzählte der 24-jährige Regensburger.
Sechs deutsche Damendoppel oder Kombinationen mit DBV-Spielerinnen wollten heute ein Ticket für die Runde der letzten Acht lösen – dabei kam es zweimal zu einem direkten Duell. Ein Weiterkommen war somit garantiert. Für Isabel Herttrich und Carla Nelte waren Rong Wang und Zhibo Zhang eine Nummer zu groß. Die beiden Spielerinnen aus Macao warfen gestern schon die an Position drei gesetzten Vorjahresfinalistinnen Emelie Lennartsson und Emma Wengberg raus. Heute hatten sie auch gegen die Deutschen mit 21:16, 21:15 die Nase vorne. Die Segel streichen musste auch Juliane Schenk an der Seite von Lotte Jonathans aus den Niederlanden. Dass die Weltklasse-Einzelspielerin Schenk auch sehr gut Doppel kann, ist kein Geheimnis. Zusammen mit Nicole Grether konnte sie 2003 sogar die Bitburger Open gewinnen. Mit ihrer Mannschaftskollegin vom EBT Berlin an ihrer Seite hatte die gebürtige Krefelderin aber heute gegen die an Nummer eins gesetzten Shinta Mulia Sari und Lei Yao nichts zu bestellen. Die Weltranglisten-15. setzten sich mit 21:15 und 21:17 durch. Im deutschen Vergleich hatte das neu gebildete Damendoppel Birgit Michels und Johanna Goliszewski gegen Kira Kattenbeck und Inken Wienefeld das bessere Ende für sich – 21:15 und 21:10 hieß es am Schluss. In der nächsten Runde wartet nun Alina Hammes mit ihrer walisischen Partnerin Carissa Turner, die sich gegen die Deutschen Eva Janssens und Julia Kunkel mit 21:9, 21:11 behaupten konnten.
Im Mixed wurden heute gleich zwei Runden ausgespielt. Das gemischte Doppel eröffnete das Turnier am Morgen und war abends für die letzten Spiele zuständig. Fünf deutsche Paare überstanden Runde eins, doch für das Viertelfinale konnte sich dann nur ein Doppel qualifizieren. Die an Position vier gesetzten Michael Fuchs und Birgit Michels besiegten Gennadiy Natarov und Yuliya Kazarinova aus der Ukraine mit 21:18 und 21:14. Die Olympiateilnehmer von London treffen jetzt auf Dave Khodabux und Selena Piek aus den Niederlanden. Für die Paare Raphael Beck und Alina Hammes, Ingo Kindervater und Hannah Pohl, Max Schwenger und Carla Nelte sowie für Hannes Käsbauer und Kira Kattenbeck ist das Turnier dagegen beendet.
Am zweiten Turniertag wurden bei den 25. Bitburger Badminton Open heute die erste Runde im Dameneinzel, Damen- und Herrendoppel sowie der zweite Durchgang im Herreneinzel ausgetragen. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in der Saarbrücker Saarlandhalle sahen die Zuschauer auf den vier Spielfeldern packende Begegnungen – doch große Überraschungen bleiben weitestgehend aus. Die Favoriten wurden ihrer Rolle gerecht. So trennt sich peu à peu die Spreu vom Weizen. Das Jubiläumsturnier wurde heute Morgen von den Partien im Dameneinzel eröffnet. Gleich um 9 Uhr startete die zweimalige Vize-Europameisterin Juliane Schenk in die Hauptrunde. Mit ihrer Gegnerin Kaja Stankovic hatte die an Position eins gesetzte Schenk keine Mühen. Mit 21:14 und 21:11 kegelte die Weltranglistenfünfte die Slowenin aus dem Turnier – auf sie wartet nun Sabine Devooght aus Belgien. Ebenfalls eine Runde weiter ist Olga Konon, die sich nach ihrer langen Verletzungspause gegen die Engländerin Elizabeth Cann mit 21:9, 21:16 durchsetzte. Die Spielerin vom 1. BC Bischmisheim trifft morgen auf die Neuseeländerin Michelle Chan Ky. Den Sprung in die nächste Runde absolvierte weiterhin die an Position sieben geführte Karin Schnaase, die nun gegen die Bulgarin Dimitria Popstoikova antreten muss. Ebenfalls weiter sind Annika Hornbach und Fabienne Deprez, die sich jeweils in deutsch-deutschen Duellen behaupteten.
Im Herrendoppel profitierten Andreas Heinz und Max Schwenger von der Absage der an Position eins gesetzten Dänen Mathias Boe und Carsten Mogensen. Auch das Duo Fabian Holzer und Raphael Beck bleibt weiter im Rennen. Einen Favoritensturz hätte es beinahe in der Begegnung der an Position vier gesetzten Michael Fuchs und Oliver Roth gegen Jacco Arends und Jelle Maas aus den Niederlanden gegeben. Nach einem 15:21, 21:14 aus Sicht der Deutschen stand die Partie im dritten Satz auf Messers Schneide. Die Spieler aus dem Nachbarland lagen vom 3:3 bis zum 19:19 immer in Führung – teilweise mit bis zu vier Zählern. Mit 18:15 lagen die Niederländer vorne, doch am Ende sollten sich die Athleten des Deutschen Badminton Verbands (DBV) den Satz mit 21:19 sichern. „Ich habe eine solche enge Partie erwartet – die Jungs liegen uns einfach nicht. Das war am Ende ein offener Schlagabtausch, aber manchmal braucht man auch dieses Quäntchen Glück. Jetzt wartet das nächste schwere Match auf uns“, sagt Michael Fuchs. Die beiden treffen nun auf die Engländer Chris Langridge und Peter Mills, die heute für das Turnier-Aus von Peter Käsbauer und Josche Zurwonne verantwortlich waren. Problemlos hingegen war das Weiterkommen für Ingo Kindervater und Johannes Schöttler. Sie fertigten Gennadiy Natarov und Artem Pochtarev aus der Ukraine mit 21:11, 21:14 ab. Die Deutschen stoßen nun auf die Briten Marcus Ellis und Paul van Rietvelde. Für insgesamt acht deutsche Herrendoppel war die erste Runde Endstation.
Im Damendoppel gingen insgesamt 14 deutsche Paare oder Kombinationen mit deutschen Spielerinnen ins Rennen – am Ende standen sechs in der nächsten Runde. Einzelspezialistin Juliane Schenk schaffte es an der Seite der Niederländerin Lotte Jonathans. Ebenso Isabel Herttrich und Carla Nelte, Alina Hammes mit ihrer walisischen Partnerin Carissa Turner, Kira Kattenbeck und Inken Wienefeld, Eva Janssens und Julia Kunkel sowie das neu zusammengestellt Damendoppel Birgit Michels und Johanna Goliszewski. Letztere schickten die auf Rang vier geführten Niederländerinnen Selena Piek und Iris Tabling mit 21:18, 21:15 nach Hause. Dazu meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz: „Das war heute eine Top-Leistung. Wir sind sehr froh, dass es schon so früh so gut mit den beiden funktioniert. Die Gegnerinnen heute waren ein echter Prüfstein.“ Im Damendoppel gab es die einzige Überraschung des Tages: Die an Position drei gesetzten Vorjahresfinalistinnen Emelie Lennartsson und Emma Wengberg sind raus. Die Schwedinnen unterlagen mit 15:21, 21:16 und 7:21 gegen Rong Wang und Zhibo Zhang aus Macao.
Schon um den Einzug ins Achtelfinale ging es heute im Herreneinzel. Im Lager der deutschen Spitzenspieler gab es dort ein paar bittere Pillen zu schlucken. Für Yoga Pratma war heute nicht zu ernten, gegen den Singapurer Andre Kurniawan Tedjono verlor er den ersten Satz mit 21:17 und musste dann beim 14:4 aufgeben. Auch Lokalmatador Marcel Reuter flog gegen Pakkawat Vilailak aus Thailand mit 13:21, 25:23 und 17:21 aus dem Turnier. „Ich habe zu viele leichte Fehler gemacht und konnte den Thailänder nie richtig unter Druck setzten. Im zweiten Satz vergab er fünf Satzbälle, da kam ich gut ran und luchste ihm das Ding noch ab. Aber im dritten konnte ich dann nicht mehr viel zulegen. Das ist alles sehr ärgerlich“, erklärte der Spieler des 1. BC Bischmisheim. Mannschaftskollege Dieter Domke war auch mächtig enttäuscht: Er zog mit 18:21 und 12:21 den Kürzeren gegen den an Position drei gesetzten Rajiv Ouseph aus England. „Ich bin echt angefressen. Wenn ich fit gewesen wäre, hätte ich bei diesem Turnier echt was reißen können. Ich war zuvor richtig gut drauf. Aber durch das mangelnde Training und dieses Kilometer schrubben auf der Autobahn habe ich dann im zweiten Satz gemerkt, wie mir die Kräfte schwinden“, spielt Domke auf seinen derzeit andauernden Bundeswehr-Lehrgang in Hannover an, der ihm keine Gelegenheit gibt, einen Schläger in die Hand zu bekommen. Ein weiterer Spieler des saarländischen Bundesligisten aus Bischmisheim lieferte heute aber ein wahres Husarenstück ab. Lukas Schmidt kämpfte in einem regelrechten Krimi Iskandar Zulkarnain Zainuddin aus Malaysia mit 16:21, 21:11 und 21:16 nieder. „Ich habe gewusst, dass ich ihn heute knacken kann. Ich genieße es richtig, hier vor heimischen Publikum bei den Bitburger Open zu spielen“, erzählt der 24-Jährige. In der nächsten Runde wartet nun der an Position sechs gelistete Mohamad Arif Abdul Latif – ebenfalls aus Malaysia. Am Ende des Tages betrat heute gegen 20.15 Uhr Marc Zwiebler das Parkett. Der amtierende Europameister hatte sich mit Kestutis Navickas auseinanderzusetzen. Dies gelang ihm mit Bravour – 21:11 im ersten Satz und im zweiten gab Navickas beim Stand von 11:5 gegen ihn auf. „Ich bin leicht angeschlagen und wollte dann nichts riskieren“, meinte der Litauer. Beide Spieler kennen sich bestens, trainierte Navickas doch lange am Olympiastützpunkt in Saarbrücken. „Das war heute ein schwieriges Spiel. Kestutis ist ein Risiko-Spieler. Bei ihm es oft nur hopp oder top. Die Liste der richtig guten Spieler, gegen die er gewonnen hat, ist lang. Die Liste gegen eher schlechtere, gegen die er verloren hat, ist aber genauso lang. Aber so ist es für mich heute gut gelaufen“, sagte Deutschlands bester Herreneinzelspieler, der nun auf Misbun Ramdan Mohmed Misbun aus Malaysia trifft. Auch Sebastian Schöttler hat die nächste Ebene erreicht. In seinem Dreisatz-Match triumphierte er mit 21:16, 17:21, 21:13 über den Österreicher Michael Lahnsteiner. Nun geht es gegen den Ex-Bischmisheimer Ville Lang aus Finnland.
Morgen greifen dann die Mixed-Paarungen zum ersten Mal ins Geschehen ein – sie tragen direkt die erste und die zweite Runde aus. Weiterhin stehen auch alle anderen Disziplinen auf dem Spielplan: Im Herren- und Damen-Doppel sowie im Dameneinzel wird die zweite Runde ausgespielt. Bei den Herren geht es im Einzel in den dritten Durchgang. In allen Spielen geht es morgen um den Einzug ins Viertelfinale. Los geht es ab 9 Uhr.
Auf die Plätze, fertig… Die 25. Auflage der Bitburger Badminton Open ist gestartet. Pünktlich um 9 Uhr betraten heute die ersten Badminton-Akteure gemeinsam mit den internationalen Schiedsrichtern die vier Courts in der Saarbrücker Saarlandhalle. Beim mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier stand am ersten Tag traditionell die Qualifikation auf dem Programm. Ihre Geschichte ist in diesem Jahr aber auf Grund eines überschaubaren Spielertableaus schnell erzählt: Um die Tickets für einen Startplatz im Hauptfeld wurde nur in den Disziplinen Herren- und Dameneinzel gekämpft. In jeder der insgesamt zwölf Partien waren deutsche Spieler vertreten – und bis auf eine Ausnahme kamen alle weiter. Bei der noch bis Sonntag gehenden Jubiläumsveranstaltung wurde nun zum ersten Mal auch die erste Runde im Herreneinzel ausgespielt. Die Ouvertüre bei den Herren war wesentlich spannender. Aber für viele Athleten des Deutschen Badminton Verbands (DBV) war hier auch schon Endstation. So hatte der junge Kai Schäfer vom SV Fun-Ball Dortelweil beim 10:21 und 12:21 gegen den Vorjahresgewinner Hans-Kristian Vittinghus aus Dänemark keine Chance. Ebenso mussten Kai Waldenberger, Fabian Hammes, Hannes Käsbauer, Sebastian Rduch, Alexander Roovers, Tobias Wadenka, Manuel Heumann, Richard Domke, Nikolaj Persson und Ari Trisnanto die Segel streichen.
Die nächste Runde erreichten insgesamt sechs deutsche Spieler. So auch der Lokalmatador Marcel Reuter. Der Saarländer vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hatte mit 21:17 und 21:13 gegen den an Position 15 gesetzten Misha Zilbermann aus Israel die Nase vorne. „Einen gesetzten Spieler aus dem Turnier zu werfen, das nenne ich mal einen Auftakt nach Maß. Morgen geht es gegen Pakkawat Vilailak aus Thailand, der eine beeindruckende Auftaktpartie abgeliefert hat. Aber ich fühle mich gut – und wenn ich wie heute vom Publikum so toll unterstützt werde, dann geht es auch weiter. Ich darf morgen nur nicht nachlassen, muss immer dranblieben“, sagt der gebürtige Neunkircher. Ebenso weiter ist Reuters Teamkollege Dieter Domke, der es auf den letzten Drücker in die Halle schaffte, da er derzeit bei der Bundeswehr einen Lehrgang in Hannover absolvieren muss. Sein Spiel wurde beim Stande von 20:22, 21:15, 10:5 auf Grund einer Verletzung seines Gegners Beryno Jilann Tze Wong aus Malaysia abgebrochen. Auf ihn wartet nun mit dem an Position drei gesetzten Rajiv Ouseph ein harter Brocken – der Engländer warf Fabian Hammes mit 21:13 und 21:8 aus dem Turnier. Und ein weiterer Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ist eine Runde weiter: Lukas Schmidt gewann gegen den Ukrainer Artem Pochtarev mit 21:13 und 21:10. Morgen trifft er nun auf Iskandar Zulkarnain Zainuddin aus Malaysia. In Runde zwei schafften es auch Sebastian Schöttler und Yoga Pratma. Schöttler setzte sich im internen Duell gegen Richard Domke mit 21:17, 19:21 und 21:15 durch. Pratma verabschiedete den Schotten Kieran Merrilees mit 27:25 und 21:18. Souverän weiter ist Deutschlands bester Herreneinzelspieler Marc Zwiebler. Der auf Position zwei gesetzte Weltranglisten-18. gewann sein Spiel gegen den Niederländer Erik Meijs mit 21:14 und 21:16 – der amtierende Europameister trifft morgen auf Kestutis Navickas. Zwiebler und der Litauer kennen sich aus dem Effeff. Der ehemalige Bischmisheimer Spieler Navickas hat lange Zeit am Olympiastützpunkt in Saarbrücken mit seinem morgigen Kontrahenten zusammen trainiert.
„Unsere Chancen bei diesem Turnier sind sicherlich gut. Doch ich will mich jetzt nicht mit dem Samstag oder dem Sonntag beschäftigen. Der Erfolg ist von so vielen Faktoren abhängig. Ein kleines Rädchen, das nicht passt, ein kleines bisschen Sand im Getriebe – und ratzfatz ist man ausgeschieden. Wir spielen ja hier nicht gegen irgendwen – das ist ein Grand-Prix Gold Turnier! So sehen wir jeden Tag und jeden Gegner für sich. Und wenn wir am Ende unsere Ziele erreichen, umso besser“, sagt Jakob Hoi, der Chef-Bundestrainer des DBV.
Morgen um 9 Uhr beginnt dann die erste Runde im Dameneinzel, Damen- und Herrendoppel sowie Runde zwei im Herreneinzel. Die Mixed-Akteure greifen dann erst ab Donnerstag in den Turnierplan ein. Direkt zu Beginn muss die zweimalige Vize-Europameisterin Juliane Schenk im Dameneinzel gegen Kaja Stankovic aus Slowenien antreten. Man darf gespannt sein, wie die Weltranglistenfünfte die vergangenen Strapazen verkraftet hat. Vor zwei Wochen schaffte es die auf Rang eins gesetzte Schenk beim 400.000 US-Dollar dotierten Premier SuperSeries-Turnier Denmark Open bis ins Finale. In der Vorwoche kam sie bei den mit 200.000 US-Dollar dotierten French Open bis in die Runde der letzten Vier.
Ganz kurzfristig erreichten die Bitburger Badminton Open heute eine schmerzliche Absage. Mathias Boe und Carsten Mogensen werden das Jubiläumsturnier in der Saarbrücker Saarlandhalle nicht spielen – über die näheren Gründe war nichts zu erfahren. Auf ihrer Facebookseite entschuldigen sich die beiden Dänen bei ihren Fans für ihre „fürchterliche Leistung“ bei den French Open vergangene Woche. Dort kam für die Silber-Medaillengewinner der Olympischen Spiele von London schon in der ersten Runde das Aus. Die in der Weltrangliste auf dem zweiten Platz liegenden Dänen schreiben weiter, dass „ihre Batterien schwach“ seien und sie Zeit zur Erholung bräuchten, damit sie „hoffentlich wieder für die China Open bereit sind“ Mathias Boe und Carsten Mogensen waren bei den Bitburger Badminton Open auf Platz eins gesetzt. Nun steht das Herrendoppel Ingo Kindervater und Johannes Schöttler im Rampenlicht – die Deutschen werden auf dem zweiten Rang geführt.
Im Jahr 1987 steckten im Saarbrücker Stadtteil Bischmisheim einige Badminton-Enthusiasten die Köpfe zusammen. Sie hatten eine Idee: Sie wollten ein Turnier veranstalten, an dem die besten saarländischen Spieler teilnehmen sollten. Dass daraus ein Turnier entstehen würde, das sich im globalen Badminton-Zirkus etabliert – damit rechnete vor 25 Jahren niemand. Doch es kam so: Die einstige Schulsporthallen-Veranstaltung heißt heute Bitburger Badminton Open und ist ein mit 120.000 US-Dollar dotiertes Grand-Prix Gold Turnier auf höchstem Niveau. Vom 30. Oktober bis 4. November 2012 schlagen in der Saarbrücker Saarlandhalle wieder Spitzenspieler aus aller Welt auf. Nach den Olympischen Spielen von London haben die deutschen Badmintonstars in der Landeshauptstadt zum ersten Mal wieder die Gelegenheit, sich auf heimischen Boden mit der internationalen Konkurrenz zu messen.
Beste Chancen im Einzel
Ein Blick in die Historie zeigt, dass gerade für die deutschen Spitzenspieler die Bitburger Badminton Open immer ein gutes Pflaster waren. Ein Final- oder Halbfinaleinzug ist hier eher die Regel als eine Ausnahme. „Wir werden bei den Bitburger Open wie immer mit allen deutschen Top-Spielern an den Start gehen“, sagt Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton Verbands (DBV). Und auch in diesem Jahr stehen die Chancen gut, dass einige von ihnen es bis in die Endspiele am Sonntag schaffen. So ist Deutschlands bester Herreneinzelspieler Marc Zwiebler auf Position zwei gesetzt. Vor dem derzeitigen Weltranglisten-18. steht nur der Vorjahresgewinner Hans-Kristian Vittinghus aus Dänemark. Neu in diesem Jahr ist, dass die erste Runde im Herreneinzel schon am Turnierdienstag ausgespielt wird. In seiner Auftaktpartie muss der amtierende Europameister gegen den Niederländer Erik Meijs ran. Echte Titelchancen hat auch Juliane Schenk – zumal sie sich derzeit in bestechender Form zeigt. Mit einer Weltklasse-Vorstellungen kam sie am vergangenen Wochenende beim mit 400.000 US-Dollar dotierten Premier SuperSeries-Turnier Denmark Open bis ins Finale – bei einer Veranstaltung dieser Art ist das zuvor noch keinem DBV-Akteur gelungen. Unter anderem schlug die Weltranglistensiebte im Viertelfinale die aktuelle Olympiasiegerin Li Xuerui aus China in zwei Sätzen. In der Setzliste rangiert die WM-Bronzemedaillengewinnerin auf Rang eins, gefolgt von der Bitburger Open Vorjahrsfinalistin Jie Yao aus den Niederlanden. Die zweimalige Vize-Europameisterin Schenk trifft in der ersten Runde des Dameneinzels auf Kaja Stankovic aus Slowenien.
Bewährte Doppel im Einsatz
Nach Olympia ist bekanntlich vor Olympia. So nutzen die einzelnen Nationen die erste Phase nach dem Großereignis, um neue Doppel zusammenzustellen, um zu testen und auszuprobieren. Nicht so im deutschen Team. „Bei uns ist es so, dass wir unsere besten Paare erst einmal nicht umstellen werden. Die werden sicherlich noch ein Jahr in der jetzigen Konstellation weiterspielen“, erklärt Martin Kranitz. Bei den Bitburger Open ist das bestens aufeinander eingespielte deutsche Herrendoppel Ingo Kindervater und Johannes Schöttler gut positioniert, es wird auf dem zweiten Rang geführt. Weiter nehmen Michael Fuchs und Oliver Roth die vierte Stelle ein. Das Maß aller Dinge dürften in dieser Disziplin allerdings Mathias Boe und Carsten Mogensen sein. Die Dänen sind die Silber-Medaillengewinner von London und belegen in der Weltrangliste den zweiten Platz. Auch das Duo Michael Fuchs und Oliver Roth hat es in der ersten Runde mit Spielern aus dem Nachbarland Niederlande zu tun. Sie treten gegen Jacco Arends und Jelle Maas an. Kindervater und Schöttler setzten sich zu Beginn mit Gennadiy Natarov und Artem Pochtarev aus der Ukraine auseinander. Auch im Mixed-Wettbewerb darf sich der 30-jährige Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim zusammen mit Birgit Michels sicher etwas ausrechnen. Das bei den Bitburger Open an Position vier geführte gemischte Doppel schrieb bei den Spielen in London deutsche Badminton-Geschichte: Sie erreichten als erstes deutsches Mixed in der Historie der olympischen Badmintonwettbewerbe das Viertelfinale. Die in der Welt auf Rang 25 gelisteten Deutschen möchten auch in Saarbrücken mindestens aufs Podest. Als ärgste Widersacher gelten hier die an Nummer eins verzeichneten Polen Robert Mateusiak und Nadiezda Zieba sowie die an zweiter Stelle stehenden Briten Chris Adcock und Imogen Bankier – ihres Zeichens die amtierenden Vize-Weltmeister. Schon zum Aufgalopp erwartet die Deutschen mit den beiden Engländern Andrew Ellis und Jenny Wallwork ein harter Brocken. Keinen Setzplatz erhielt das Damendoppel Birgit Michels und Johanna Goliszewski – kein Wunder, ist es doch neu zusammengestellt. Zuvor bildete die 28-jährige Birgit Michels mit Sandra Marinello das beste deutsche Gespann bei den Damen, noch immer stehen sie in der Weltrangliste auf Platz 26. Doch im Sommer gab Marinello ihren Rücktritt vom internationalen Parkett bekannt und nun steht Johanna Goliszewski an der Seite der gebürtigen Kölnerin Michels. Die Konkurrenz für die beiden ist groß: Favorisiert sind die Weltranglisten-15. Shinta Mulia Sari und Lei Yao und sowie Vivian Kah Mun Hoo und Khe Wei Woon aus Malaysia, die hinter den Spielerinnen aus Singapur in Saarbrücken auf Position zwei stehen.
Schon immer ein bisschen anders
Die Bitburger Badminton Open haben schon von jeher den Ruf, ein Turnier der etwas anderen Art zu sein. Dies begründet sich auch darauf, dass den Zuschauern neben Weltklasse-Badminton auch immer ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten wird. Da wäre beispielsweise die legendäre Players Party. Mittlerweile eine Institution, die zu diesem Turnier in Saarbrücken gehört wie der weiß-gefiederte Ball selbst. „Wir wollen eine Jubiläums-Party veranstalten, dafür gehen wir in der Zeitrechnung ein paar Takte zurück. Die Party findet, wie vor ein paar Jahren noch üblich, wieder in der Saarlandhalle statt“, verrät Turnierdirektor Frank Liedke. Am Turniersamstag, 3. November 2012, geht es um 20 Uhr los. Und auch während des Turniers möchte man auf den Vierteljahrhundert-Geburtstag anstoßen. Dazu sind alle Besucher herzlich eingeladen. Liedke: „Am Donnerstag und Freitag bekommt jeder Zuschauer am Eingang einen Bon für ein frisches Bitburger Pils, diesen kann er dann am Ende des Turniertages einlösen.“ Apropos Bitburger: Der Vertrag mit der Brauerei aus der Eifel wurde vor dem Turnier gerade wieder um zwei Jahre verlängert. Mit dem Namenssponsor geht man somit nun auch schon in das zehnte Jahr der Partnerschaft.
Für den großen Geburtstag ist also alles gerichtet. Das Publikum kann sich auf ein großartiges Spektakel freuen. Das Ausrichterteam wird die Saarlandhalle wieder liebevoll in eine besondere Sportstätte verwandeln. Und auch die Schnäppchenjäger werden erneut voll auf ihre Kosten kommen. Im Foyer der Saarlandhalle stellen die Marken Wilson, Victor und H2O bei einer Verkaufsmesse ihre neusten Sportartikel vor. Es gibt also viele Gründe, den Bitburger Badminton Open in diesem Jahr einen Besuch abzustatten.
Bitburg. Es zählt zu den renommiertesten Badminton-Turnieren in Europa und zugleich zu den wenigen europäischen Gold-Grand-Prix-Turnieren in dieser Sportart: die Bitburger Badminton Open. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum hat Titelsponsor Bitburger nun den bestehenden Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert und startet damit ins zehnte Jahr der Partnerschaft. Über 250 Spitzenspieler und -spielerinnen werden vom 30. Oktober bis 4. November die Saarbrücker Saarlandhalle wieder in ein Mekka der Badminton-Fans verwandeln und um ein Preisgeld von insgesamt 120.000 US-Dollar sowie wichtige Punkte für die Weltrangliste kämpfen.
Bitburger unterstützt das Turnier und den austragenden Verein 1. BC Saarbrücken Bischmisheim (BCB) seit vielen Jahren, seit 2003 ist Deutschlands Fassbiermarke Nummer eins zudem Titelsponsor der Bitburger Badminton Open. Dazu Marco Boor, Leiter Event und Sponsoring Bitburger Braugruppe: „Wir freuen uns sehr über die Verlängerung der Partnerschaft. Die Bitburger Open bieten erstklassigen Sport, hochprofessionelle Organisation und transportieren unseren Namen weit über die Grenzen des Saarlands hinaus. Sie sind eine Bereicherung für die Region und ein Highlight im saarländischen Sportjahr. Hier sind wir immer wieder gerne als Partner dabei.“
Frank Liedke, Vorstandsmitglied des BCB, zur Vertragsverlängerung: „Wir sind stolz, zusammen mit unserem starken Partner Bitburger auch in den nächsten beiden Jahren ein Turnier ausrichten zu können, das Spitzensportler aus allen Kontinenten zusammenkommen lässt. In den letzten 25 Jahren hat sich unsere Veranstaltung enorm entwickelt – ohne die kontinuierliche Hilfe unserer Sponsoren ist ein solches Groß-Event mit über 250 Sportlern und über 7.000 Zuschauern an sechs Tagen nicht zu stemmen. Die internationale Anerkennung verdanken wir daher nicht nur den zahlreichen Helfern und Organisatoren, sondern auch der Treue unserer Partner.“
Die Bitburger Open sind seit Jahren fester Bestandteil des Bitburger Sponsoring- Engagements im Regionalsport. Ebenso wie die Unterstützung weiterer regionaler Vereine sowie der Spitzenclubs in den Sportarten Fußball, Basketball und Handball zielen diese Partnerschaften auf eine Förderung des regionalen Breiten- und Spitzensport und spiegeln nicht zuletzt die Verantwortung wider, die Bitburger für die Menschen in der Region empfindet.
Kontakt:
Christina Schommer
Tel. 06561 14-2347/Fax 06561 14-82347
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Anfänglich spielten saarländische Hobby-Badmintonspieler um Ranglistenpunkte in einer tristen Sporthalle, heute kämpfen Olympia-Teilnehmer um wertvolle Weltranglistenpunkte in der größten Halle des Saarlandes. Dazwischen liegen 25 Jahre. Aus der einstigen Schulturnhallen-Veranstaltung wurden die Bitburger Badminton Open – ein mit 120.000 US-Dollar dotiertes Grand-Prix Gold Turnier auf höchstem Niveau. Zur Jubiläumsveranstaltung schlagen vom 30. Oktober bis 4. November 2012 in der Saarbrücker Saarlandhalle wieder Spitzenspieler aus aller Welt auf. Das Turnier ist schon lange ein Garant für Weltklasse-Badminton in Deutschland. „Wir wollen den Besuchern ja immer etwas Neues bieten. Vor zwei Jahren haben wir im Rahmen der Bitburger Open mit einer Trainingsaktion für Kinder und Jugendliche begonnen, die auf reges Interesse stieß und super angenommen wurde. Daher wollen wir auch zum dritten Mal den Vereinen oder Landesverbänden dieses spezielles Angebot unterbreiten“, erklärt Turnierdirektor Frank Liedke. An dem Samstag und Sonntag, wenn beim Grand-Prix Gold Turnier die Halbfinal- und Finalpartien ausgetragen werden, besteht für den Badminton-Nachwuchs wieder die Möglichkeit, mit Spielern des amtierenden Vize-Meisters und fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeisters 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim ein Training zu absolvieren.
Jetzt heißt es Tasche packen – nach Saarbrücken kommen, aber dabei den Schläger nicht vergessen. Am 3. und 4. November geben die Nationalspieler des BC Bischmisheim ihre Tipps und Tricks an die Kids weiter. Das Beste: Für seine Jugendarbeit bekommt der jeweilige Verband oder Verein für jedes teilnehmende Mitglied ein halbes Dutzend Naturfederbälle von Wilson geschenkt. Und nach der Trainingseinheit geht es dann gemeinsam via Shuttle-Service zur Saarlandhalle Saarbrücken, um bei den Halbfinals oder Finals die rassigen Duelle der Badmintonprofis zu bestaunen. Dort kann man dann die Badminton-Helden aus nächster Nähe erleben und direkt am Court das atemberaubende Tempo und die hohe Präzision der geschlagenen Bälle bewundern.
Anmeldungen sind noch bis zum 19. Oktober 2012 beim Koordinationsbüro der Bitburger Open möglich. Oder einfach eine E-Mail mit Teilnehmerzahl und Ansprechpartner an Tim Peiler schicken. (tim@bc-bischmisheim.de) „Wir melden uns dann vor der Veranstaltung, um die genaue Uhrzeit und den Trainingsort abzustimmen. Wichtig ist natürlich, dass jeder Teilnehmer eine komplette Badmintonausrüstung mit Schläger, Sportbekleidung und Hallenschuhe mitbringt“, erklärt Tim Peiler, der die Trainingseinheiten organisiert und koordiniert.
Ein Rückblick mit Bildern und Emotionen aus 25 Jahren mit Peter Gade, Huaiwen Xu, Juliane Schenk, Hargiono, Jon Holst Christensen, Michael Keck, Michael Helber, Peter Rasmussen, Poul-Erik Høyer Larsen, Nicole Grether, Kristof Hopp, Oliver Pongratz, Katrin Schmidt und vielen, vielen anderen; zusammengestellt von Christoph Felt.
Gänsehautstimmung bei den Bitburger Open 2012:
Juliane Schenk von der SG EBT Berlin hat die Bitburger Open 2012 im Dameneinzel gewonnen. In einem dramatischen Endspiel setzte sie sich mit 21:10, 15:21 und 25:23 nach knapp einer Stunde Spielzeit gegen Yao Jie aus den Niederlanden durch. Ein Film von der packenden Schlussphase des spannendsten Spiels am Finaltag des Grand-Prix-Gold-Turniers, mit dem Statement von Juliane Schenk zu ihrem Titelgewinn und mit Bildern der Siegerehrung.
Das Eventmagazin der Bitburger Badminton Open 2012 in der Saarlandhalle












