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Satte Rabatte für Frühbucher

Jetzt Tickets für die Bitburger Badminton Open bestellen – und Geld sparen

Die Zeit rast. War nicht eben erst Ostern? Frühling, Sommer, Herbst und Winter ... Schlag auf Schlag geht das. Bis zu den 27. Bitburger Badminton Open dauert es noch ein bisschen. Vom 28. Oktober bis 2. November 2014 wird beim Grand-Prix Gold Turnier das internationale Badminton-Establishment wieder um 120.000 US-Dollar Preisgeld und wertvolle Weltranglistenpunkte kämpfen. In dieser 44. Kalenderwoche rückt die Saarbrücker Saarlandhalle ganz in den Fokus der weltweiten Badminton-Szene. Doch es macht durchaus Sinn, jetzt schon das Traditions-Turnier ins Visier zu nehmen. Denn wer bei den Tickets früh zuschlägt, kann von satten Rabatten profitieren. So bekommt jeder Karten-Besteller noch bis zum 31. Juli ein Viertel des regulären Eintrittspreises erlassen. Bis zum 31. August spart er immerhin noch 15 Prozent und bis zum 30. September sind es dann zehn Prozent Preisnachlass. Und für Gruppen und Vereine gibt es wie immer ganz spezielle Konditionen: „Wer zehn Tickets bestellt, muss nur für acht bezahlen“, weiß Turnierdirektor Frank Liedke.

Bei den Ticketkategorien orientieren sich die Organisatoren an Bewährtem. So werden am Turnier-Mittwoch, Donnerstag und Freitag ab 16.30 Uhr an der Kasse auch wieder stark reduzierte Feierabendkarten angeboten. Damit sich ein Besuch nach der Arbeit noch auszahlt, werden an den ersten drei Turniertagen wieder nur vier Badminton-Courts aufgebaut sein. Beim Viertelfinale am Freitag sind es dann sogar nur zwei. Dadurch rutschen die Spielansetzungen zeitlich nach hinten und es finden mehr Partien in den Abendstunden statt. Eine weitere erfolgreich eingeführte Karten-Variante ist das Familienticket. Zwei Erwachsene und ein Kind finden an allen Turniertagen zu verbilligten Konditionen Einlass. Ermäßigte Karten gibt es zudem für Studenten und Schüler über 16 Jahren sowie für Inhaber der Schlauen-Stromer-Karte von Sponsor energis. Dabei haben Jugendliche bis 16 Jahre sowieso immer freien Zutritt. „Und am Turnier-Dienstag stehen den Besuchern der Bitburger Badminton Open die Türen traditionell kostenlos offen“, erklärt Frank Liedke. Wurden an diesem Eröffnungstag früher immer nur die Qualifikationsrunden ausgespielt, ging man vor zwei Jahren dazu über, auch schon die erste Hauptrunde bei den Herreneinzeln auszutragen. „Das war eine Umstellung, die sich für die Zuschauer sehr gelohnt hat. So steigen wir schon am ersten Tag voll in das Turnier ein und man kann direkt den ersten Auftritt der besten Herren aus dem Hauptfeld erleben“, erklärt Turnierleiter Liedke.

Klare Vorteile haben Frühbucher auch bei der Hotel-Reservierung. Klug entscheidet, wer direkt mehrere Tage die sportlichen Wettkämpfe der Spitzenathleten verfolgt. Zumal am Turnier-Freitag durch den Reformationstag in fünf Bundesländern Feiertag ist und sich ein verlängertes Wochenende geradezu anbietet. Wie immer stehen den Besuchern bestimmte Turnier-Hotels zur Verfügung. Hier wurden in diesem Jahr mit dem Hotel am Triller, dem Mercure City und dem Mercure Hotel Süd preisliche Vereinbarungen getroffen und Pakete geschnürt. So werden vom Veranstalter für diese Saarbrücker Hotels spezielle Arrangements angeboten, bei denen die Eintrittskaten sowie ein Shuttle-Service von der Unterkunft zur Saarlandhalle enthalten sind. „In diesen Hotels sind auch alle Spieler untergebracht. Das hat dann durchaus seinen Reiz, wenn man morgens so Tisch an Tisch mit einem Badminton-Star frühstückt“, sagt Frank Liedke. Die Tickets oder gleich ein gesamtes Hotel-Arrangement kann hier über die Homepage bestellt werden. Im Menüpunkt „Besucher“ kommen alle Interessenten bequem und schnell zum Ziel.

Turniersieg für deutsches Mixed und zweiter Platz im Herreneinzel

Finale bei Grand-Prix Gold Turnier in Saarbrücken

Der Tag der Wahrheit bei den 26. Bitburger Badminton Open. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier wurden die Final-Begegnungen ausgetragen. Fünf Tage lang spielten 244 Badminton-Profis aus 29 Nationen darum, heute bei den Endspielen auf dem Court zu stehen. Dabei sahen die rund 1.800 Zuschauern in der Saarbrücker Saarlandhalle im Schlussakt gleich zwei Partien mit Beteiligung des Deutschen Badminton Verbandes (DBV): Hier konnten sich Michael Fuchs und Birgit Michels im Mixed den Turniersieg sichern, Marc Zwiebler musste sich im Herreneinzel mit dem zweiten Platz begnügen. Die weiteren Titel gingen in die Niederlande, nach Thailand, Dänemark und Taiwan.  

Mit der musikalischen Untermalung des Karnevalhits „Mer losse de dom in Kölle“ der Black Föös betraten die Protagonisten des Mixed-Endspiels den Court. Es war eine Reminiszenz an die gebürtige Kölnerin Birgit Michels. Und als der Song durch die Halle klang, vollzog das DBV-Mixed tänzelnd seinen Einmarsch. Die an Position eins gesetzten Deutschen Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel waren gut gelaunt und locker – so viel war klar. Diese positive Stimmung übertrug sich dann auch auf das Spiel. Gegen Chris Adcock und Gabrielle White aus England siegten sie mit 21:19 und 21:15. Vier Wochen nach ihrem Triumph beim Grand-Prix Gold Turnier in London sackten sie den nächsten Titel ein. „Das war heute ein extrem von der Taktik geprägtes Spiel“, sagte der 31-jährige Fuchs. Hintergrund: Der Coach der Engländer ist Jakob Hoi und der Däne war bis Ende des letzten Jahres noch Chef-Bundestrainer der Deutschen am Olympiastützpunkt in Saarbrücken. „Jakob kennt uns natürlich in- und auswendig. Er weiß wie wir schlagen, kennt jede unserer Bewegungen. Das wussten wir“, erklärt Fuchs und Birgit Michels ergänzt: „Dieses auf die Taktik fokussierte Spiel war ganz schön anstrengend für den Kopf. Das hat Nerven gekostet. Aber: der Sieg in London, jetzt in Saarbrücken  – so kann es weitergehen. Und wir sollten uns mal überlegen, immer mit ‚kölsche Lieder’ einzulaufen.“
 
Man sieht sich im Leben immer zweimal, meint der Volksmund. Und manchmal dauert es nur ein Jahr, bis man sich wieder begegnet. So wie heute im Finale der Bitburger Open. Hier standen sich der amtierende Europameister Marc Zwiebler und Tien Chen Chou gegenüber. Es war die Neuauflage des Endspiels des vergangenen Jahres. Damals hatte der Taiwanese mit 21:19 und 21:12 das bessere Ende für sich. Jetzt wollte der 29-jährige Spieler vom 1. BC Bonn-Beuel Revanche nehmen ¬– doch das gelang ihm nicht. Mit 21:13, 18:21 und 15:21 verlor der Weltranglisten-13 aus Deutschland. Dabei legte Zwiebler los wie die Feuerwehr, im ersten Satz ließ er dem 23-jährigen Taiwanesen keine Chance. Im zweiten Satz wendete sich das Blatt. Zwiebler führte noch mit 8:4, doch Chou spielte immer konstanter und sicherte sich den Satz. Im dritten hinkte Zwiebler fast immer einer Führung des Asiaten hinterher. „Ich bin jetzt natürlich super enttäuscht, aber das ist nicht das Ende der Welt. Im ersten Satz habe ich stark gespielt, und war am Drücker. Dann später hat mir das Quänt¬chen Glück gefehlt. Im zweiten Satz stand es 18:18, da kann das Spiel in die eine oder andere Richtung kippen. Leider ging es den falschen Weg. Und im dritten Satz hat Chou einfach zu viele Punkte am Stück gemacht, da lief ich immer hinterher“, sagte ein niedergeschlagener Zwiebler nach der Partie.  Anders die Stimmungslage beim Sieger: „Das wird hier langsam zu meinem Lieblingsturnier“, sagte Tien Chen Chou und lachte. Und der Weltranglisten-25. meinte weiter: „Der erste Satz war ganz schwer, aber dann bin ich immer besser ins Spiel gekommen. Und jetzt bin ich total glücklich. Saarbrücken tut mir wirklich gut.“

Der Chef-Bundestrainer des DBV konnte zufrieden sein und war es auch. Holger Hasse zog eine positive Bilanz: „Alle drei deutschen Spieler haben heute dem Saarbrücker Publikum einen tollen Sport und eine Weltklasse-Leistung gezeigt. Das Mixed hat überragend gespielt, die sind sehr gut drauf und das merkt man auch. Das kann man förmlich spüren. Bei Marc hat nur ein kleines Stückchen zum Sieg gefehlt. Er hat aber über die Woche gesehen konstant eine sehr gute Leistung abgerufen. Schade, dass er heute dafür nicht belohnt wurde.“

Im Dameneinzel gab es einen Favoritensieg der an Position eins gesetzten Thailänderin Nichaon Jindapon. Sie gewann ihr Finale recht deutlich mit zweimal 21:13 gegen die Bulgarin Linda Zetchiri. Dass der Titel im Herrendoppel in diesem Jahr nach Dänemark gehen würde, war schon im Vorfeld klar. Denn hier standen sich mit Anders Skaarup Rasmussen und Kim Astrup Sorensen sowie Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding zwei Doppel aus dem skandinavischen Badmintonland gegenüber. Letztere gewannen gegen ihre Landsmänner mit 21:11 und 21:16. Im Damendoppel glaubten viele Experten an ein enges Match, das sicherlich über drei Sätze gehen solle. Doch es kam anders: Die Niederländerinnen Eefje Muskens und Selena Piek  setzten sich gegen Hui Ern Ng und Hui Lin Ng aus Malaysia mit 22:20 und 21:15 durch.

Deutsches Mixed und Herreneinzel feiern Finaleinzug

Marc Zwiebler sowie Michael Fuchs und Birgit Michels im Endspiel

Bei den 26. Bitburger Badminton Open stehen die Endspiele in den fünf Disziplinen fest. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier wurden heute die Halbfinal-Begegnungen ausgetragen. Und es war ein erfolgreicher Tag für den Deutsche Badminton Verband (DBV): Morgen ab 14 Uhr sehen die Zuschauer in der Saarbrücker Saarlandhalle zwei Partien, in denen die deutschen Farben vertreten sind. Sowohl Marc Zwiebler im Herreneinzel als auch Michael Fuchs und Birgit Michels im Mixed konnten heute den Finaleinzug perfekt machen.

Das Halbfinale im Herreneinzel war kein Spiel für schwache Nerven. Der amtierende Europameister Marc Zwiebler gab seinen ersten Satz im Turnier ab. Aber nicht nur das, eine ganze Halle zitterte mit dem Weltranglisten-13. ums Weiterkommen. Gegen Suppanyu Avihingsanon aus Thailand verlor der 29-Jährige den ersten Satz sang und klanglos mit 14:21. Im zweiten lag der Spieler vom 1. BC Bonn-Beuel schon mit 0:6 hinten. Doch dann bekam die Partie eine Wendung, der topgesetzte Zwiebler fand zu seinem Rhythmus und kam immer besser in Tritt. Den zweiten Durchgang gewann er schlussendlich mit 21:16 und im dritten ließ er bei Zwischenständen von 12:7, 15:9 und 20:13 nichts mehr anbrennen. Er gewann ihn mit 21:14. „Ich wusste: Mein Gegner hat Schwächen, wenn er sich bewegen muss. Also wollte ich ihn am Anfang laufen lassen, in dem ich in die Ecken spiele. Die Bälle waren aber entweder zu kurz oder zu ungenau. Noch dazu habe ich viele leichte Fehler gemacht. Doch dann kam ich besser ins Spiel und zusehends wurde mein Gegner immer unsicherer“, erklärte der Deutsche Meister. Morgen hat Zwiebler nun die Chance zur Revanche. In der Neuauflage des Vorjahres-Finals trifft er auf den Vorjahressieger Tien Chen Chou aus Taiwan, der heute Kwong Beng Chan aus Malaysia mit 21:17 und 21:11 ausschaltete. „Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit bekomme, das 19:21 und 12:21 aus dem vergangenen Jahr vergessen zu machen. Aber es wird verdammt schwer. Ich habe mir Chou hier beim Turnier ein bisschen angeschaut. Er spielt beeindruckend gut. Seine wahre Qualität ist nicht an seinem Weltranglistenplatz 25 abzulesen. Morgen bin ich das erste Mal bei diesem Turnier nicht in der Favoritenrolle“, meinte Zwiebler.

Beim morgigen Finale gibt es aus deutscher Sicht ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Das an Position eins gesetzte Mixed mit Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel wurde seiner Favoritenrolle gerecht und zog in den Schlussakt des Turniers ein. Das gemischte Doppel war gegen die auf Rang vier gesetzten Engländer Chris Langridge und Heather Olver mit 21:17 und 21:11 erfolgreich. „Wir standen schon vor vier Wochen beim Grand-Prix Gold Turnier in London gegen sie im Finale. Auch da haben wir sie geschlagen. Das gab uns heute die nötige Sicherheit und das Selbstvertrauen. Und als wir den ersten Satz für uns entscheiden konnten, wurden wir immer selbstbewusster und bei denen machte sich umgekehrt Verunsicherung breit. Das haben wir dann ausgenutzt“,sagte der 31-jährige Fuchs. Morgen warten auf die Deutschen dann erneut Spieler von der Insel. Es geht gegen das am 20. September 2013 und somit frisch vermählte Paar Chris Adcock und Gabrielle White. Die Engländer setzten sich mit 21:13, 11:21 und 21:17 gegen Maneepong Jongjit und Sapsiree Taerattanachai aus Thailand durch. Michael Fuchs sagte: „Gegen Adcock und White haben wir noch nie gespielt ¬– also nicht in dieser Konstellation. Aber die beiden sind bärenstark, was sie zuletzt bei den Denmark und Frech Open eindrucksvoll unter Beweis stellten. Wir sind gegen sie nicht in der Favoritenrolle. Doch wir versuchen natürlich, das Beste zu geben. Und mit dem Publikum im Rücken, knacken wir sie vielleicht.“

Im Dameneinzel besiegte Linda Zetchiri die Schottin Kirsty Gilmour mit 21:11 und 21:18. Die Bulgarin bestreitet morgen das Finale gegen die an Position eins gesetzte Nichaon Jindapon aus Thailand. Die konnte sich in der heutigen Runde der letzten Vier mit zweimal 21:18 gegen die Russin Natalia Perminova durchsetzten. In der letzten Spielrunde im Damendoppel stehen Eefje Muskens und Selena Piek aus den Niederlanden, die Lauren Smith und Gabrielle White aus England mit 21:16 und 21:19 aus dem Turnier warfen. Auch Hui Ern Ng und Hui Lin Ng aus Malaysia qualifizierten sich heute gegen die an zwei gesetzten Engländerinnen Heather Olver und Kate Robertshaw mit 21:13 und 21:11. Im Herrendoppel kommt es zu einem rein dänischen Duell: Anders Skaarup Rasmussen und Kim Astrup Sorensen fertigten heute die Franzosen Baptiste Careme und Ronan Labar mit 21:6 und 21:16 ab. Und auch ihre Landsmänner Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding hatten beim 21:13 und 21:11 gegen die Niederländer Jacco Arends und Jelle Maas keine Probleme.

Nicht nur zuschauen, sondern auch machen

Junge Spieler trainieren bei den Bitburger Open mit den Profis

„Sehr gut, du musst nur noch ein bisschen auf deine Schlägerhaltung achten.“ Die elfjährige Anne nickt und macht sich strahlend nochmal an die Übung, denn diese Tipps kommen von keinem Geringeren als dem Olympiateilnehmer Johannes Schöttler. Die Badmintonhalle an der Herrmann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken ist seit Tagen pausenlos gefüllt. Während der Bitburger Open trainieren dort die internationalen Spitzenspieler, um sich in der Turnierwoche fit zu halten. Doch an diesem Wochenende bietet sich dort noch ein ganz anderes Bild. Über 100 Schüler und Jugendliche aus ganz Deutschland schwingen am Samstag und Sonntag zwischen 9 und 13 Uhr die Schläger. Trainiert werden sie von deutschen Spitzenspielern — darunter Olympioniken, Deutsche Meister sowie aktive und ehemalige Bundesligaspieler.

Bereits zum fünften Mal stellten die Organisatoren der Bitburger Open diese jährliche Aktion auf die Beine. Die Idee dahinter ist, dass die Nachwuchsspieler bei den Bitburger Open nicht nur zuschauen möchten. Sie wollen selbst auf den Feldern stehen und die Kniffe, Tricks und Finten der Profis nachmachen und in die Praxis umsetzen. Deshalb hat man für die jungen Spieler ein hervorragendes Angebot entwickelt. Während in der Saarbrücker Saarlandhalle die Halbfinal- und Finalspiele anstehen, geht es für den Nachwuchs in der Trainingshalle ans Eingemachte. In vier Trainingseinheiten gehen insgesamt über 100 Schüler und Jugendliche an den Start. In Gruppen von je 25 Spielern dürfen sie auf sechs Feldern mit ihren Vorbildern trainieren. Mit dabei sind in diesem Jahr beispielsweise die Bundesligaspieler Dieter Domke und Lukas Schmidt. Auch Olympiateilnehmer Johannes Schöttler ist mit von der Partie.


„Nach dem Training laden wir die Gruppe noch zu den Halbfinals beziehungsweise Finals der Bitburger Open ein. Gemeinsam geht es zu Saarlandhalle, um die Duelle der Badmintonprofis hautnah zu erleben“, berichtet Turnierdirektor Frank Liedke. Und für die Jugendarbeit der jeweiligen Vereine hat man noch ein besonderes Gastgeschenk vorbereitet: Für jedes teilnehmende Mitglied gibt es ein halbes Dutzend Naturfederbälle von Wilson mit nach Hause. „Jedes Jahr bekommen wir mehr Anmeldungen. In diesem Jahr waren es um die 150. Leider können wir so viele Teilnehmer nicht versorgen und mussten deshalb auslosen, wer in den Genuss dieser Veranstaltung kommt“, erklärt Tim Peiler, der die Trainingseinheiten organisiert und koordiniert.


Nach der Begrüßung machen sich die jungen Spieler unter Anleitung von Lukas Schmidt gemeinsam warm. Danach gehtes so richtig los. In kleinen Gruppen zu je vier Spielern geht es auf die Courts. Das Besondere hierbei: Für jedes Feld steht ein eigener Trainer zur Verfügung. So können die Spitzenspieler ganz individuell auf ihre Gruppe eingehen und jedem Teilnehmer die nötige Aufmerksamkeit schenken. Das Leistungsniveau spielt dabei keine Rolle. „Wir haben hier Jugendspieler aus ganz Deutschland und sogar ein paar aus Luxemburg sind gekommen. Allen macht es großen Spaß und das Feedback ist hervorragend“, berichtet Peiler. Auch die Profis sind mit Freude dabei. „Jeder, der bei den Bitburger Open schon ausgeschieden ist und nicht im Halbfinale steht, hilft hier gerne mit“, erklärt Peiler. „Ich bin sogar extra schon am Mittwoch rausgeflogen, damit ich hier noch mehr Energie und Power für das Training mit euch habe“, witzelt Lukas Schmidt zu Beginn der Einheit.


Auch die Eltern der Jugendlichen sind begeistert: „Wir sind in diesem Jahr das erste Mal hier. Das ist eine fantastische Veranstaltung! Die Kinder sind total aus dem Häuschen“, schwärmt Gabi Fischer, die Betreuerin des 1. BC Worms. Der Verein ist mit 15 jungen Spielerinnen und Spielern angereist. Nach der Einheit ließen sich einige die Chance nicht entgehen und sicherten sich Autogramme von ihren Stars. „Wir werden im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder kommen“, berichtet Fischer, „Das darf man sich wirklich nicht entgehen lassen.“

Deutsches Mixed und Herreneinzel im Halbfinale der Bitburger Badminton Open

Endspurt beim Grand-Prix Gold Turnier in Saarbrücken

Bei den 26. Bitburger Badminton Open geht es so langsam auf die Zielgerade. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier standen heute die Viertelfinal-Begegnungen auf dem Programm. Dabei gab es sieben Mal die Möglichkeit, dass Spieler des Deutsche Badminton Verbandes (DBV) sich für die nächste Runde qualifizieren. Am Ende des Tages stand fest: Morgen ab 14 Uhr sehen die Zuschauer in der Saarbrücker Saarlandhalle zwei Partien mit deutscher Beteiligung. In die Runde der letzten Vier schafften es Marc Zwiebler im Herreneinzel sowie Michael Fuchs und Birgit Michels im Mixed.

Besonnen und überlegen dreht der amtierende Europameister seine Runden. Noch hat der an Position eins gesetzte Marc Zwiebler im Turnierverlauf keinen Satz abgegeben. Und auch heute folgte ein souveräner Auftritt gegen den Dänen Emil Holst – mit 21:15 und 21:17 gewann der Weltranglisten-13. seine Partie. Doch der Spieler vom 1. BC Bonn-Beuel war trotz seiner makellosen Bilanz nicht rundum zufrieden: „Im Moment arbeite ich Badminton mehr wie ich es spiele. Mir fehlt so der letzte Pfiff. Ich vermisse das Besondere, so ein Überraschungsmoment in meinem Spiel. Das liegt zum einen daran, dass ich nach den zuletzt anstrengenden Wochen merke, wie so langsam mein Akku leer wird. Zum anderen hatte ich bis jetzt nur Gegner, die sehr defensiv agierten“, erzählte der 29-Jährige. Auf dem Weg ins Finale muss Zwiebler morgen Suppanyu Avihingsanon aus Thailand auf die Heimreise schicken. „Ich habe bis dato einmal gegen ihn gespielt, das ist aber lange her. Damals habe ich gewonnen. Aber er wird morgen sehr abwartet agieren. Das wird ein hartes Stück Arbeit“, meint der Vorjahresfinalist. Am Sonntag könnte es für ihn zu einer Revanche kommen. Der Sieger aus dem vergangenen Jahr steht ebenfalls wieder im Halbfinale. Tien Chen Chou aus Taiwan muss hier gegen gegen Kwong Beng Chan aus Malaysia antreten.

Auch Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel haben im Mixed-Wettbewerb den Sprung in die Runde der letzten Vier geschafft. Die an Position eins gesetzten Deutschen legten dabei gegen Jacco Arends und Selena Piek einen Stotterstart par excellence hin. Die Niederländer holten sich den ersten Satz mit 21:16. Auch im zweiten führten sie mit 10:6, ehe der Motor der Weltranglisten-17. so langsam ins Rollen geriet – am Ende gewannen die Deutschen ihn mit 21:18. Im dritten Satz lief es dann geschmeidiger. Mit einer zwischenzeitlichen Führung von 14:6 ging er mit 21:19 an das DBV-Doppel. „Wir kamen heute ganz schlecht in das Spiel rein. Da war viel zu wenig Beinarbeit. Erst so Mitte des zweiten Satzes kam dann das gute Gefühl zurück. Wir müssen uns morgen auf jeden Fall steigern, wenn wir weiter im Turnier bleiben wollen“, sagte Birgit Michels. Im Halbfinale warten nun die auf Rang vier gesetzten Engländer Chris Langridge und Heather Olver. Ausgeschieden ist derweil das zweite im Achtelfinale vertretene Mixed aus Deutschland: Peter Käsbauer und Isabel Herttrich. Das Duo vom PTSV Rosenheim musste sich mit 18:21 und 21:23 gegen Maneepong Jongjit und Sapsiree Taerattanachai  geschlagen geben. Die Thailänder treten nun gegen die an Position zwei gesetzten Chris Adcock und Gabrielle White an. Die beiden Engländer sind nicht nur auf dem Court ein Paar, am 20. September diesen Jahres schlossen sie auch vor dem Traualtar den Bund fürs Leben sie.

In der Herrendoppel-Disziplin hatten die Deutschen noch zwei heiße Eisen im Feuer. Das neu gebildete Duo Michael Fuchs und Johannes Schöttler musste sich heute mit Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding auseinandersetzten. Die beiden Dänen haben zwar keinen
Setzplatz, sind aber auch ein Gespann, das neu zusammengestellt wurde und zuvor sehr erfolgreich in anderen Konstellationen agierte. Kein Wunder, dass sie für die Heimreise der an Position eins gesetzten Maneepong Jongjit und Nipitphon Puangpuapech verantwortlich waren – und die Thailänder stehen immerhin in der Welt auf Rang 13. In einem dramatisch faszinierenden Match hatten die an Position sieben gesetzten Spieler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim das Nachsehen. Sie unterlagen mit 21:19, 15:21 und 19:21. „Ich bin jetzt natürlich todesenttäuscht. Wir haben nämlich eigentlich ein gutes Spiel abgeliefert. Nach hintern heraus hat dann minimal etwas gefehlt“, sagte Schöttler. Dieser Einschätzung stimmte der Chef-Bundestrainer des DBV zu: „Das war ein bitteres Ende, denn die Jungs haben eine Weltklasse-Leistung abgeliefert. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie erst kurz zusammen spielen. Man hat gesehen: Da steckt viel Qualität drin, es fehlen nur noch Kleinigkeiten in der Abstimmung“, meinte Holger Hasse. Die beiden Dänen stehen nun Jacco Arends und Jelle Maas aus den Niederlanden gegenüber. Ausgeschieden sind auch Peter Käsbauer vom PTSV Rosenheim und Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen. Sie unterlagen Baptiste Careme und Ronan Labar mit 16:21, 15:21. Die Franzosen treffen nun auf die Dänen Anders Skaarup Rasmussen und Kim Astrup Sorensen.

Im Damendoppel kämpften zwei deutsche Paarungen um den Einzug ins Halbfinale – ¬¬leider schafften es keine der beiden. Birgit Michels und Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim gingen als topgesetztes Paar ins Turnier. Doch ihrer Favoritenrolle wurden sie nicht gerecht. Die Deutschen mussten sich Eefje Muskens und Selena Piek mit 18:21 und 17:21 geschlagen geben. Die Niederländerinnen treffen nun auf Lauren Smith und Gabrielle White aus England. Auch für Isabel Herttrich vom PTSV Rosenheim und Carla Nelte vom TV Refrath war heute Endstation, wobei das Erreichen des Viertelfinals schon ein großer Erfolg ist. Und das DBV-Doppel verkaufte sich gegen die an Position zwei gesetzten Engländerinnen Heather Olver und Kate Robertshaw  teuer. Am Ende mussten sie sich aber mit 13:21, 21:17 und 15:21 geschlagen geben. Das Doppel aus England duelliert sich nun mit Hui Ern Ng und Hui Lin Ng aus Malaysia.

Im Dameneinzel schied gestern Karin Schnaase als einzig beim Turnier gemeldete Deutsche aus. Das Habfinale bestreitet nun die an Position eins gesetzte Nichaon Jindapon aus Thailand, die gegen die Russin Natalia Perminova antreten muss. Des Weiteren spielt Linda Zetchiri aus Bulgarien gegen die Schottin Kirsty Gilmour.

„Auch wenn die Quote nicht ganz stimmt, sehe ich den heutigen Tag schon positiv. Wir haben heute viele gute Leistungen gesehen und viele Spiele waren ganz eng. Morgen besteht in beiden Spielen eine 50 zu 50 Chance aufs Weiterkommen. Und natürlich hoffen wir und versuchen alles, dass wir beide durchbringen“, lautete das Fazit des deutschen Chef-Bundestrainers am Ende des Tages.

Die Bitburger Open mit großer Medienpräsenz

Badminton im TV: „Sport Arena“ im SR sowie „Sportreportage“ und „Drehscheibe“ im ZDF

Seit vielen Jahren ist es ein Ärgernis für viele Badmintonfans in Deutschland: Während andere Sportarten wie Fußball im Fernsehen omnipräsent sind, findet Badminton quasi nicht statt. Umso erfreulicher ist das Interesse an den Bitburger Open in Saarbrücken.

Täglich berichten nicht nur Print- und Hörfunkmedien über das Grand-Prix Gold Turnier. Auch ein Kamerateam des Saarländischen Rundfunks (SR) ist an jedem Turniertag vor Ort. Die Berichte strahlt die ARD-Rundfunkanstalt in ihren Nachrichtensendungen aus. Auch in der Sportsendung „Sport Arena“ des SR-Fernsehens am kommenden Sonntag um 18:45 Uhr wird der Finaltag im Zentrum stehen. Doch auch überregional sind die Stars des diesjährigen Turniers in bewegten Bilden zu sehen. Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) wird im Rahmen der „Sportreportage“ an diesem Sonntag aus Saarbrücken berichten – die Sendung beginnt um 17:10 Uhr. Außerdem wird ein Beitrag in der ZDF-Sendung „Drehscheibe“ am kommenden Montag ab 12:10 Uhr gesendet.

Alle Berichte sind nach der Ausstrahlung auch in den Mediatheken der Sender online abrufbar: mediathek.zdf.de und sr-mediathek.sr-online.de

Die Tickets für das Viertelfinale sind verteilt

Bei den Bitburger Badminton Open sind noch einige Deutsche im Rennen

Die Luft wird dünner… Aus Favoriten werden wahre Titel-Anwärter und hochgehandelte Top-Spieler machen sich auf den Heimweg. Heute wurden bei den 26. Bitburger Badminton Open in der Saarbrücker Saarlandhalle die Tickets für das Viertelfinale verteilt. Dabei hat der Deutsche Badminton Verband (DBV) beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier noch einige Athleten im Rennen. In der Runde der letzten Acht dürfen sich die Zuschauer morgen ab 12 Uhr auf sieben Begegnungen mit deutscher Beteiligung freuen.

Im Herreneinzel waren noch in zwei Spielen die deutschen Farben vertreten. Dabei zeigt sich der an Position eins gesetzte Marc Zwiebler weiterhin abgeklärt und souverän. Der Weltranglisten-13. vom 1. BC Bonn-Beuel gewann gegen den Schweden Gabriel Ulldahl mit zweimal 21:14. Im Viertelfinale wartet nun der Däne Emil Holst. Eine bittere Niederlage musste dagegen Dieter Domke vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim einstecken. Gegen Kwong Beng Chan aus Malaysia lag der 26-jährige Sportsoldat im ersten Satz schon mit 18:10 in Führung und hatte bei 20:15 ganze fünf Satzbälle. Doch der Satz ging am Ende mit 23:21 an den für den 1. BC Bonn-Beuel spielenden Asiaten. Im zweiten Durchgang dann ein ähnliches Bild: Domke führte mit 5:1, dann stand es 10:10. Doch nun zog Chan davon: 18:10 war hier ein Zwischenstand – das Match endete mit 21:14. „Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Das Spiel habe ich klar im ersten Satz verloren. Danach habe ich die Konzentration verloren und war erst zur Mitte des zweiten Durchgangs wieder fokussiert“, sagte ein völlig niedergeschlagener Domke. Zum Trost sei gesagt: Kwong Beng Chan war in der ersten Runde schon für das Turnier-Aus eines Titelfavoriten verantwortlich. Er schickte den an Position zwei gesetzten Dänen Hans-Kristian Vittinghus nach Hause. Ebenfalls die Heimreise antreten musste heute der an drei gesetzte Engländer Rajiv Ouseph.

Im Herrendoppel fand heute das große Favoritensterben statt: Die an Position eins gesetzten Thailänder Maneepong Jongjit und Nipitphon Puangpuapech folgen raus. Auch die auf der Zwei gelisteten Engländer Chris Adcock und Andrew Ellis hat es erwischt. Und die auf der Nummer vier stehenden Polen Adam Cwalina und Przemyslaw Wacha mussten gestern schon ihre Koffer packen. Gute Aussichten also für die deutschen Jungs. Das neu gebildete Duo Michael Fuchs und Johannes Schöttler musste sich im deutschen Duell gegen die jungen Wilden Jones Rafli Jansen vom 1. BC Wipperfeld  und Ari Trisnanto vom TSV Trittau beweisen. Am Ende hatten die beiden erfahrenen Spieler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim mit 21:15 und 21:14 die Nase vorne. „Die Jungs können am Schläger alles und spielen hier volles Risiko. Oder wie Johannes immer sagt: Tor oder Tribüne. Da ist es schwer, den richtigen Rhythmus zu finden – so in den Wohlfühlmodus zu kommen. Die machten drei Punkte hintereinander, wo wir eigentlich nichts falsch gemacht haben. Von daher war das heute schon okay. Im Moment läuft noch alles nach Plan“, sagte der 31-jährige Fuchs, der nun gemeinsam mit Schöttler gegen Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding antritt. Ebenfalls den Sprung in die Runde der letzten Acht haben Peter Käsbauer vom PTSV Rosenheim und Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen geschafft. Sie besiegten Jürgen Koch aus Österreich und Christian Lind Thomsen aus Dänemark mit 21:23, 21:19 und 21:11. Auf die beiden Deutschen warten nun die Franzosen Baptiste Careme und Ronan Labar, die mit ihrem 21:13 und 21:15 ein Weiterkommen von Fabian Holzer vom  SV Fun-Ball Dortelweil und Mark Lamsfuß vom 1. BC Wipperfeld verhinderten.

Heute griffen zum ersten Mal die gemischten Doppel in das Turniergeschehen ein – dabei wurden gleich zwei Runden ausgespielt. Die an Position eins gesetzten Michael Fuchs und Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel warfen nach ihrem 21:10, 21:15-Auftaktsieg gegen Freek Golinski und Severine Corvilain aus Belgien auch Max Schwenger und Carla Nelte aus dem Turnier. Die beiden Bundesligaspieler vom TV Refrath unterlagen mit zweimal 13:21. Die Weltranglisten-17. Fuchs und Michels treffen nun auf Jacco Arends und Selena Piek aus den Niederlanden. Ebenfalls im Viertelfinale stehen Peter Käsbauer und Isabel Herttrich, sie behielten gegen die Engländer Andrew Ellis und Lauren Smith mit 21:10 und 21:15 die Oberhand. Das Mixed vom PTSV Rosenheim muss sich nun gegen Maneepong Jongjit und Sapsiree Taerattanachai aus Thailand behaupten.

Birgit Michels und Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim hatten heute keine Porbleme im Duell mit ihren Landsfrauen Lisa Kaminski und Hannah Pohl. Die beiden Spielerinnen vom 1. BC Bonn-Beuel unterlagen deutlich mit 10:21 und 15:21. Auf das topgesetzte Damendoppel Michels und Goliszewski warten nun Eefje Muskens und Selena Piek aus den Niederlanden. Ein toller Erfolg ist auch das Weiterkommen von Isabel Herttrich und Carla Nelte, die heute  mit 21:12 und 21:13 das Gespann Natalya Voytsekh und Yelyzaveta Zharka aus der Ukraine aus dem Turnier fegten. Das DBV-Doppel muss sich den an Position zwei gesetzten Engländerinnen Heather Olver und Kate Robertshaw stellen.

Der Wettbewerb im Dameneinzel wird ab heute ohne deutsche Beteiligung weitergeführt. Mit Karin Schnaase hatte ohnehin nur eine Vertreterin des DBV für diese Disziplin gemeldet. Doch die 28-Jährige musste gegen Natalia Perminova aus Russland die Segel streichen. Die an Position sieben geführte Spielerin vom SC Union Lüdinghausen verlor mit 20:22, 21:11 und 10:21. „Ich habe heute einfach schlecht gespielt – habe viele Fehler gemacht. Das fing beim Warmmachen an, schon da gingen viele Bälle ins Aus. Aber ich denke, das ist ja auch nachvollziehbar. Meine Trainingsintensität ist nur noch ein Bruchteil im Vergleich zu vorher. Schade, es hat heute nicht sein sollen. Aber jetzt freue ich mich auf die Players Party am Samstag“, erklärte die Ex-Nationalspielerin, die im Frühjahr dieses Jahres ihre internationale Karriere beendete.

Bitburger Open bald in aller Welt zu Hause

Chancen und Risiken: Weltverband strukturiert Gold-Turniere neu

Das Mixed Viertelfinale der Bitburger Open von Michael Fuchs und Birgit Michels zu Gast in den Wohnzimmern Pekings. Dieter Domke auf den Leinwänden von Mexico und Marc Zwiebler im Abendprogramm des ABC in den USA. Bisher war das reines Wunschdenken. Doch das wird sich bald ändern. Weltweites Streaming und TV-Ausstrahlung machen die Bitburger Open ab 2014 für neue Werbepartner attraktiv. Aber auch höhere Kosten und organisatorischer Aufwand stehen mit den Änderungen der BWF in Verbindung. Dem Aufwärtstrend dieses Traditionsturniers wird das jedoch keinen Abbruch tun — wohl eher ganz im Gegenteil.


Gute Nachrichten für die deutschen Badmintonfans gab es in diesem Sommer. Auch in den Jahren 2014 bis 2017 werden in Deutschland zwei Turniere der Kategorie Grand Prix Gold ausgetragen. Dem Deutschen Badminton Verband gelang es, sowohl den Status der YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr als auch der Bitburger Badminton Open in Saarbrücken für die nächsten vier Jahre zu sichern.


So weit, so gut. Doch verschiedene Regeländerungen für die Durchführung von Turnieren der Kategorie Grand Prix Gold seitens der BWF bereiten den Ausrichtern Kopfzerbrechen. Ab 2014 müssen beispielsweise an den Halbfinal- und Finaltagen alle Spiele mit sechs Kameras gefilmt werden. Anschließend werden diese Aufnahmen in über 100 Länder auf der ganzen Welt gesendet. Die Krux: Die TV-Produktion muss hierbei vom Veranstalter selbst durchgeführt und finanziert werden. Die Vermarktungsrechte und somit die Einnahmen dieser aufwändigen Verarbeitung müssen künftig aber an die BWF abgetreten werden. Im Klartext bedeutet das: Hohe Kosten, keine Einnahmen.


Für die Veranstalter der Grand Prix Gold Turniere ist das ein hartes Pflaster. „Wir haben höhere Kosten zu tragen. Unsere einzige Möglichkeit ist es, mehr Geld durch unsere Werbepartner einzunehmen“, erklärt Frank Liedke, der Turnierdirektor der Bitburger Open. „Außerdem sind wir hier im Saarland auf die Unterstützung des Saarländischen Rundfunks angewiesen. Denn alleine können wir diese aufwendige TV-Produktion nicht bewerkstelligen“, fährt Liedke fort.


Weltweit gibt es derzeit zwölf Turniere der Kategorie Grand Prix Gold. Trotz den zukünftig schwierigeren Veranstaltungsbedingungen rechnet Liedke nicht mit einem Rückgang dieser Anzahl: „Immer mehr Nationen wollen Gold-Turniere ausrichten. Die Nachfrage steigt.“ Sollten manche Nationen kein Grand Prix Gold mehr finanzieren können, gebe es Nachrücker, die diese Lücke gerne auffüllen würden, erklärt Liedke. Viele Turniere wären stark vom Ball- und Namenssponsor YONEX abhängig. „Wenn YONEX in Zukunft weniger Turniere unterstützen würde, könnte es für die meisten Veranstalter kaum möglich sein, die Kosten alleine zu stemmen“, warnt der Turnierdirektor. Dies könnte dann auch die YONEX German Open ab dem Jahr 2017 betreffen. Denn darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit YONEX bisher nicht vertraglich gesichert. Liedke gibt jedoch Entwarnung: „Für die Bitburger Open gilt das nicht. Wir haben andere Werbepartner, die uns auch in den nächsten Jahren ihre Unterstützung zugesichert haben.“ In Sachen Sponsoren werden die Neuerungen aber wohl auch viel Gutes mit sich bringen. Durch die steigende weltweite Medienpräsenz und das Streaming in alle Kontinente wird das Turnier auch interessant für zahlreiche Geldgeber. Gerade in Asien ist der Badmintonsport sehr beliebt. Hohe Zuschauerzahlen machen die Bitburger Open zukünftig auch für große internationale Firmen als Werbepartner attraktiv.


Beachtlich ist die Entwicklung der Bitburger Open vom Spaßevent zum internationalen Grand Prix Gold Turnier in den vergangenen 26 Jahren allemal. Liedke gibt sich optimistisch: „Wir müssen abwarten wie sich das Turnier 2014 mit den vielen Neuerungen entwickelt. Langfristig wäre es natürlich schön, den nächsten Schritt zu gehen und zum Superseries-Turnier aufzusteigen.“ Bei Veranstaltungen dieser Art beträgt das Preisgeld insgesamt mindestens 200.000 US-Dollar. Für die momentan mit 120.000 US-Dollar dotierten Bitburger Open wäre das eine gewaltige Entwicklung. Die Veranstaltung würde dadurch wohl noch mehr Weltklasse-Spieler ins Saarland locken und somit in der Rangliste der Spitzenturniere in Europa ganz weit nach oben klettern.
Ob diese Pläne allerdings realisierbar sind, muss sich erst noch zeigen. Fest steht, dass den deutschen Fans auch zukünftig im Saarland Badminton der Extraklasse geboten werden kann. Um wie viel Geld es dabei zukünftig für die Spitzensportler geht, bleibt mit Spannung abzuwarten.

Hopp oder Top – die Hauptrunde beginnt

Bei den Bitburger Badminton Open greifen die gesetzten Spieler ins Geschehen ein

Nach der Qualifikation gestern ging es bei den Bitburger Badminton Open heute ans Eingemachte. In der Saarbrücker Saarlandhalle starteten die gesetzten Spieler um 10 Uhr in die Hauptrunde. Bei dem mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier wurden die erste Runden im Dameneinzel, Damen- und Herrendoppel ausgetragen. Im  Herreneinzel war es schon der zweite Durchgang. Hier standen insgesamt noch sechs Athleten des Deutschen Badminton Verbands (DBV) auf der Spielfläche – am Ende schafften es zwei in die nächste Runde. Für den gebürtigen Saarländer Marcel Reuter war heute Endstation. Der Neunkircher vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim zog gegen Misha Zilberman aus Israel mit 14:21 und 17:21 den Kürzeren. Für seinen Vereinskollegen Lukas Schmidt kam ebenfalls das Aus – er unterlag dem Finnen Ville Lang mit 21:13, 19:21 und 13:21. Auch Richard Domke vom TV Refrath musste nach dem 23:21, 14:21 und 19:21 gegen den Ukrainer Dmytro Zavadsky die Heimreise antreten.

Weiter ist jedoch Dieter Domke der sich gegen seinen Landsmann Kai Schäfer vom  SV Fun-Ball Dortelweil mit 21:10, 15:21 und 21:14 durchsetzte. Der Spieler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat nun Kwong Beng Chan aus Malaysia vor der Brust. Der war gestern für den Favoritensturz von Hans-Kristian Vittinghus verantwortlich, als er den an Position zwei gesetzten Dänen aus dem Turnier kegelte. Keine Schwierigkeiten hatte heute der an Position eins gesetzte Marc Zwiebler. Der amtierende Europameister fertigte Kieran Merrilees aus Schottland fast mühelos mit 21:16 und 21:13 ab. „Mein Auftritt heute war ok – ich bin zufrieden. Ich habe mein Spiel souverän durchgezogen“, sagte der  Weltranglistenzehnte vom 1. BC Bonn-Beuel. Zwiebler trifft nun auf den Schweden Gabriel Ulldahl. „Ihn kenne ich so gut wie gar nicht.  Ich bin noch nie gegen ihn angetreten. Er spielt nur selten auf großen Turnieren. Das ist eine kleine Überraschungstüte“, erzählt der 29-Jährige.

Ein bisschen einsam wird sich Karin Schnaase im Dameneinzel fühlen. Sowohl in der Qualifikation als auch heute im Hauptfeld ist sie die einzige Athletin, welche die deutschen Farben repräsentiert. Die auf Position sieben geführte Spielerin vom SC Union Lüdinghausen hat im Frühjahr dieses Jahres ihre internationale Karriere in der Nationalmannschaft beendet. Das hinderte die 28-Jährige aber nicht daran, bei den Bitburger Badminton Open den Einzug in die zweite Runde klar zu machen. Sie gewann mit 21:9 und 21:16 gegen Millicent Wiranto aus Indonesien. „So außerhalb des Kreises der Nationalmannschaft zu spielen, ist schon ein komisches Gefühl. Aber kein schlechtes. Die Erwartungshaltung von außen und die Last des Gewinnen-Müssens sind weg. So kann man recht gelassen in ein Spiel gehen. Und das ist mir heute gut gelungen“, sagte Schnaase. Morgen trifft die Lüdinghauserin dann auf Natalia Perminova. „Die Russin spielt ähnlich wie ich. Das wird ein Match werden, bei dem es viel Geduld braucht. Ich hoffe, es geht noch eine Runde weiter und dann… ich weiß gar nicht, was mich erwarteten würde. Ich schaue immer nur auf das nächste Spiel. Den Turnierbaum habe ich nicht im Blick“, meinte sie.  

Im Herrendoppel gab es aus deutscher Sicht ein unerwartetes Ergebnis. Nachdem das zuvor sehr erfolgreiche Duo Ingo Kindervater vom 1. BC Bonn-Beuel und Johannes Schöttler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim schon in Hinblick auf die olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro getrennt wurde, spielt Schöttler nun mit seinem Vereinskollegen Michael Fuchs an seiner Seite. Kindervater hingegen steht jetzt mit dem jungen Max Schwenger vom TV Refrath
zusammen auf dem Court – doch heute folgte schon das frühe Turnier-Aus. Mit 14:21, 21:16 22:24 unterlagen sie den Qualifikanten Fabian Holzer vom  SV Fun-Ball Dortelweil und Mark Lamsfuß vom 1. BC Wipperfeld. Die an Position sieben geführten Schöttler und Fuchs machten es da besser und waren mit 21:19 und 21:13 gegen die Schweizer Anthony Dumartheray und Thomas Heiniger erfolgreich. Morgen warten nun Jones Rafli Jansen vom 1. BC Wipperfeld  und Ari Trisnanto vom TSV Trittau. Daneben haben sich von den insgesamt zehn gestarteten deutschen Herrendoppeln auch noch Peter Käsbauer vom PTSV Rosenheim und Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen qualifiziert.

Das topgesetzte Damendoppel Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel und Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim konnte heute noch die Füße hochlegen – die beiden hatten ein Freilos. Sie steigen erst morgen in das Turnier ein. Dann kommt es zum deutsch-deutschen Duell gegen Lisa Kaminski und Hannah Pohl. Die beiden Spielerinnen vom 1. BC Bonn-Beuel erreichten die zweite Runde durch einen zweimal 21:13-Sieg gegen Natalie Herbst und Janine Lais aus Österreich. Als weiteres deutsches Damendoppel kamen Isabel Herttrich vom PTSV Rosenheim und Carla Nelte vom TV Refrath weiter. Sie behielten gegen die Russinnen Tatjana Bibik und Ekaterina Bolotova mit 21:16 und 22:20 die Oberhand. Morgen müssen sie sich gegen Natalya Voytsekh und Yelyzaveta Zharka aus der Ukraine beweisen. Ausgeschieden sind hingegen vier DBV-Doppel.   

Morgen geht es in der Saarland Halle um 10 Uhr weiter. Dann greifen zum ersten Mal die gemischten Doppel in das Geschehen ein, die sogleich den Turniertag eröffnen. Neben fünf weiteren deutschen Mixed-Paaren müssen dann die an Position eins gesetzten Michael Fuchs und Birgit Michels in ihrer Auftaktpartie gegen Freek Golinski und Severine Corvilain aus Belgien antreten.

Den Dänen ärgerts sehr, der Spendentopf bleibt leer

Titelanwärter Vittinghus scheitert in Runde eins und muss großzügige Spendenaktion vertagen

Eine lobenswerte Aktion hatte sich der Däne Hans-Kristian Vittinghus für die Bitburger Open ausgedacht. Auf seiner Facebook-Seite gab er in einem Post bekannt, dass er im Verlauf des Turniers die dänische Krebs-Stiftung „Kræftens Bekæmpelse“ finanziell unterstützen werde. Die Idee ist bisher einmalig: Für jedes seiner Spiele wollte der Bitburger Open Sieger von 2011 pro „Like“ dieser Meldung eine Dänische Krone spenden. Einen Strich durch die Rechnung machte ihm hierbei der Sport selbst. Die launische Diva verwehrte dem Favoriten aus Dänemark den erhofften Sieg.


Vittinghus war bei den Bitburger Open an Position zwei gesetzt und hatte somit gute Aussichten auf eine Spitzenplatzierung. „Je weiter ich im Turnier komme, desto höher ist auch das Preisgeld. Aus diesem wollte ich dann die Spenden finanzieren“, berichtete der Däne. Für eine Spende an die Krebs-Stiftung entschied er sich aber aus einem speziellen Grund. „Mein Vater kämpft gerade bereits zum dritten Mal gegen den Krebs. Deshalb hat dieses Thema für mich eine besondere Bedeutung“, erklärte Vittinghus. Bei seinen Fans kam diese Aktion sehr gut an. Bereits vor dem ersten Turniertag hatte der betreffende Post über 850 Facebook-Likes – und im Laufe der Woche wäre diese Zahl vermutlich noch deutlich gestiegen. Bei einer Finalteilnahme oder gar einem Turniersieg hätte der Däne mit dem Setzplatz zwei eine stattliche Summe erspielen können. Doch leider musste er sich bereits nach der ersten Runde aus dem Turnier verabschieden. Gegen den Malaysier Kwong Beng Chan musste er sich überraschend mit 23:25 und 12:21 geschlagen geben. „Ich bin von meiner eigenen Leistung sehr enttäuscht. Im ersten Satz habe ich es verpasst, die entscheidenden Punkte zu machen und habe gegen seine gute Abwehr nicht die richtigen Mittel gefunden. Danach habe ich komplett meinen Rhythmus und meine Konzentration verloren. Ich fand nicht mehr zu meinem Spiel“, analysierte Vittinghus nach dem Match. Wegen dieses unerwarteten Turnierverlaufs muss der Däne nun ohne Preisgeld abreisen. Trotz des frühen Ausscheidens spendet er dennoch 883 Kronen an die Krebs-Stiftung – umgerechnet immerhin rund 120 Euro. „Es ist nicht so viel wie ich gehofft hatte, aber ich bin mir sicher, dass jeder Cent hilft“, schrieb er anschließend auf seiner Facebook-Seite.

Dies war jedoch kein einmaliges Vorhaben. Auch in Zukunft will er in dieser Form Spenden für verschiedene Stiftungen auftreiben – „Ich hoffe, das nächste Mal, wenn ich so etwas mache, ist die Summe größer“. Für Vittinghus war das nicht die erste Aktion mit der er wohltätige Zwecke unterstützt. Seit Jahren ist er für verschiedene Organisationen engagiert. Eine davon ist Solibad. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Badminton Profis engagiert sich Solibad für soziale Projekte in Afrika, Asien und Südamerika. Für den Dänen ist das selbstverständlich. Als Sportler habe er eine gewisse Medienpräsenz, die er gerne für gute Zwecke nutzen möchte, erklärte er.

Für die nähere Zukunft hat er sich vorgenommen, wieder konstanter auf hohem Niveau zu spielen. „In den vergangenen Wochen hatten meine Leistungen starke Schwankungen. Bei den nächsten Turnieren in China und Hongkong geht es für mich nur darum, wieder Konstanz in mein Spiel zu bekommen.“ Zu wünschen wäre dies dem sympathischen Dänen auf jeden Fall. Vielleicht kann er dann bei seinen nächsten Spenden-Aktionen wieder höhere Summen für einen guten Zweck erspielen.


Bitburger Open 2014 - Trailer

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Zur Einstimmung - Trailer Bitburger Open 2014

Hier schon mal als kleiner Appetithappen - unser Trailer für 2014. Wie heißt es auf Neudeutsch so schön: save the date!



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