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30.10.2015

Marc Zwiebler steht im Halbfinale

Mixed ausgeschieden – Zwiebler letzter deutscher Vertreter






So langsam geht es auf die Zielgerade. Bei den 28. Bitburger Badminton Open in der Saarbrücker Saarlandhalle wurde heute das Viertelfinale ausgetragen. Beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier gab es für den Deutschen Badminton Verband (DBV) jeweils einmal im Mixed wie auch im Herreneinzel die Möglichkeit, die Runde der letzten Vier zu erreichen. Hier konnte Marc Zwiebler vom 1. BC Bischmisheim den Einzug in das Halbfinale perfekt machen. Dem gemischten Doppel Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel blieb der Einzug in die nächste Runde verwehrt. Morgen ab 14 Uhr wird nur noch der 31-jährige Zwiebler die deutschen Farben vertreten.

Zu Turnierbeginn am Dienstag war noch viel Ungewissheit im Spiel. Marc Zwiebler wollte bei seiner Auftaktpartie im Herreneinzel erst einmal schauen, wie sein Fuß auf die Belastung reagiert. Vier Wochen lang konnte er wegen einer Achillessehnenreizung nicht trainieren – die Ärzte verordneten eine Zwangspause. Also wollte er sich bei seinem Heimturnier nur ein bisschen rantasten. Schauen, ob sich die Sehne meldet und wieder schmerzt. Mehr nicht. Ein Anfang, ohne große Hoffnung oder gar Ambitionen. Jetzt aber schaffte der Europameister von 2012 den Einzug in das Halbfinale. Der Weltranglisten-20. besiegte den auf Rang acht gesetzten Hsu Jen Hao aus Taiwan mit 17:21, 23:21 und 21:15 und zog so in die Runde der letzten Vier ein. „Hsu Jen Hao ist ein super Abwehrspieler. Aber er hat Probleme, selbst die Begegnung zu gestalten. Das wusste ich und habe somit versucht, nicht selbst die Initiative zu ergreifen. Dadurch war das Tempo nicht so hoch, was mir natürlich sehr gelegen kam. Außerdem habe ich mich heute in der Pflicht gefühlt. Kein Deutscher im Halbfinale bei den Bitburger Open – das darf doch nicht sein“, erklärte der an Position drei gesetzte Zwiebler.

Auf den DBV-Akteur wartet nun Wong Wing Ki Vincent aus Hongkong. „Er ist eine Dampfwalze – ein Angriffsspieler, der viel Power auf die Matte bringt. Genau das Gegenteil von meinem heutigen Kontrahent. Ich habe bisher zwei Mal gegen ihn gespielt und beide Partien verloren. Er hat mich einfach überrannt. Das darf mir morgen nicht passieren“, charakterisiert Zwiebler den Weltranglisten-28., der bei den Bitburger Open auf Platz zwölf gesetzt ist. Und Deutschlands bester Einzelspieler ergänzt: „Aber eigentlich ist es mir egal, gegen wen ich spiele. Ich schaue auf meinen Fuß – nicht auf die Gegner.“ In den vergangenen drei Jahren stand in Saarbrücken immer Tien Chen Chou ganz oben auf dem Podest. Am Sonntag wird aber jemand anderes den Siegerpokal in die Höhe strecken, denn heute gelang Ng Ka Long Angus aus Hongkong der Favoritensturz. Mit 16:21, 21:16 und 21:14 besiegte er den Weltranglisten-Sechsten aus Taiwan. „Ich habe in den vergangenen beiden Wochen mit dem Halbfinale in Dänemark und meiner Finalteilnahme in Paris bei den French Open zwei anstrengende Turniere gespielt. Vielleicht war ich heute ein wenig müde. Mein Gegner war schneller auf den Beinen, deshalb konnte ich das Spiel nicht kontrollieren und habe folgerichtig verloren“, weiß der 25-Jährige, der als Topgesetzter in das Turnier ging.   

Heute sollte die Revanche her – doch die missglückte. Gegen das Mixed Vitalij Durkin und Nina Vislova aus Russland hatten die an Position vier gesetzten Michael Fuchs und Birgit Michels im Finale der Prag Open schon Ende September das Nachsehen. Dies sollte sich nun wiederholen. Mit 17:21, 21:15 und 13:21 mussten sich die Weltranglisten-13. aus Deutschland geschlagen geben. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Nach dem Gewinn des zweiten Satzes glaubten wir, dass wir nun die Selbstsicherheit haben, aber die war dann auch ganz schnell wieder wie weggeblasen. Es ist wirklich schade … aber unsere Gegner waren heute ganz einfach auch besser – das muss man neidlos anerkennen“, erklärte die 31-jährige Birgit Michels.  

Im Dameneinzel, Herren- und Damendoppel hat der DBV seit dem Achtelfinale schon keine Spieler mehr auf dem Feld. Derweil ziehen Favoriten wie das chinesische Damendoppel  mit der Olympiasiegerin von Peking Yu Yang und Tang Yuanting weiter ihre Kreise. Es dürfte niemand verwundern, wenn man die beiden Spielerinnen aus dem Reich der Mitte auch am Sonntag im Finale zu sehen bekommt. Auch das Ehepaar Gabrielle und Chris Adcock ist weiter mit von der Partie. Das englische Mixed wird in der Welt derzeit an Position sieben geführt und ist bei den Bitburger Open an Nummer eins gesetzt. Die Tickets für das Halbfinale haben auch Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding gebucht – die Dänen sind die Nummer acht in der Welt. Spaß macht es augenscheinlich auch Ratchanok Intanon im Dameneinzel. Auf sie sollten die Zuschauer unbedingt achten. Was die Thailänderin auf den Court zaubert ist eine wahre Augenweide. Intanon war 2013 mit ihren damals 18-Jahren die jüngste Weltmeisterin, die je einen Titel im Dameneinzel gewonnen hat. Verabschieden mussten sich heute das indonesische Mixed Praveen Jordan und Debby Susanto. Die Weltranglisten-Neunten mussten sich dem 39-jährigen Robert Mateusiak und Nadiezda Zieba aus Polen geschlagen geben. Auch der Bitburger Open Gewinner von 2011 musste die Heimreise antreten. Hans-Kristian Vittinghus aus Dänemark wurde vom Engländer Rajiv Ouseph aus dem Turnier befördert.

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