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Stadt Saarbrücken

Saarbrücken wurde erstmals im Jahre 999 als "Castellum Sarrabrucca" erwähnt. Aus der Burg entwickelte sich im 17. Jh. ein Renaissanceschloss, von dem heute noch unterirdische Anlagen vorhanden sind. Nach dessen Zerstörung ließ Fürst Wilhelm Heinrich im 18 Jh. durch seinen Baumeister Stengel eine neue barocke Residenz errichten. Zwischenzeitlich mehrfach in Mitleidenschaft gezogen, in Teilen abgebrannt und umgebaut, erstrahlt das Schloss seit 1989 in neuem Glanz. Architekt Gottfried Böhm entwarf einen zeitgenössischen Mittelbau aus Glas und Stahl. Das Schloss ist heute Verwaltungssitz, Kulturplatz und Veranstaltungsstätte für Tagungen und Festabende.

Als Zeichen gegen Rassismus schufen Kunststudenten unter der Leitung von Jochen Gerz 1993 den „Platz des Unsichtbaren Mahnmals“: 2146 Pflastersteine sind auf dem Weg zum Schloss versenkt, auf ihrer Unterseite wurden Namen jüdischer Friedhöfe eingemeißelt.

Der St. Johanner Markt mit seinen Boutiquen, Kneipen, Bistros und Restaurants ist das Herzstück des Saarbrücker Lebens. Hier trifft man sich oder man bummelt durch die malerischen Gässchen rund um den Markplatz. Seit 1978 ist der Altstadtbereich Fußgängerzone. Vom barocken Marktbrunnen (1759 von Stengel entworfen) gibt es eine Sichtachse zum Schloss, früher eine weitere zur Ludwigskirche und von dieser aus eine zurück zum Schloss - das sog. Stengelsche Dreieck.

Die Ludwigskirche, als Hauptstück einer "Place-Royale"-Architektur, ist die Krönung des unermüdlichen Schaffens von Baumeister Stengel. Sie gilt als eine der stilreinsten und schönsten evangelischen Barockkirchen in Deutschland, vergleichbar mit dem Michel in Hamburg oder der Frauenkirche in Dresden. Zusammen mit dem Ludwigsplatz, den umliegenden Palais und Beamtenhäusern bildet sie ein einzigartiges Barockensemble, das 1775 fertiggestellt wurde. Nach völliger Zerstörung im 2. Weltkrieg wurden Kirche und Palais originalgetreu wieder aufgebaut. Durch die von Stengel angelegte Wilhelm-Heinrich-Straße hat man einen Blick auf das andere Saarufer - eine weitere Sichtachse der Stengel'schen Bauordnung.

Das Saarländische Staatstheater verfügt über drei Spielstätten in der Saarbrücker Innenstadt: Das Großes Haus mitten in der City, die Alte Feuerwache am Landwehrplatz sowie die Sparte4 in der Eisenbahnstraße. Während im großen Haus größere Produktionen aufgeführt werden, eignet sich die Feuerwache für kleinere Produktionen. Die "Sparte4" ist ein Angebot an junge Künstler. Hier gibt es experimentelle, ausgefallene Stücke - von der Performance bis zur Lesung.
Das große Haus des Staatstheaters wurde 1938 eröffnet. Es befindet sich am Tbilisser Platz, der nach einer der Saarbrücker Partnerstädte benannt wurde.


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