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30.10.2013

Den Dänen ärgerts sehr, der Spendentopf bleibt leer

Titelanwärter Vittinghus scheitert in Runde eins und muss großzügige Spendenaktion vertagen


Hans-Kristian Vittinghus bei seinem Sieg vor zwei Jahren



Eine lobenswerte Aktion hatte sich der Däne Hans-Kristian Vittinghus für die Bitburger Open ausgedacht. Auf seiner Facebook-Seite gab er in einem Post bekannt, dass er im Verlauf des Turniers die dänische Krebs-Stiftung „Kræftens Bekæmpelse“ finanziell unterstützen werde. Die Idee ist bisher einmalig: Für jedes seiner Spiele wollte der Bitburger Open Sieger von 2011 pro „Like“ dieser Meldung eine Dänische Krone spenden. Einen Strich durch die Rechnung machte ihm hierbei der Sport selbst. Die launische Diva verwehrte dem Favoriten aus Dänemark den erhofften Sieg.


Vittinghus war bei den Bitburger Open an Position zwei gesetzt und hatte somit gute Aussichten auf eine Spitzenplatzierung. „Je weiter ich im Turnier komme, desto höher ist auch das Preisgeld. Aus diesem wollte ich dann die Spenden finanzieren“, berichtete der Däne. Für eine Spende an die Krebs-Stiftung entschied er sich aber aus einem speziellen Grund. „Mein Vater kämpft gerade bereits zum dritten Mal gegen den Krebs. Deshalb hat dieses Thema für mich eine besondere Bedeutung“, erklärte Vittinghus. Bei seinen Fans kam diese Aktion sehr gut an. Bereits vor dem ersten Turniertag hatte der betreffende Post über 850 Facebook-Likes – und im Laufe der Woche wäre diese Zahl vermutlich noch deutlich gestiegen. Bei einer Finalteilnahme oder gar einem Turniersieg hätte der Däne mit dem Setzplatz zwei eine stattliche Summe erspielen können. Doch leider musste er sich bereits nach der ersten Runde aus dem Turnier verabschieden. Gegen den Malaysier Kwong Beng Chan musste er sich überraschend mit 23:25 und 12:21 geschlagen geben. „Ich bin von meiner eigenen Leistung sehr enttäuscht. Im ersten Satz habe ich es verpasst, die entscheidenden Punkte zu machen und habe gegen seine gute Abwehr nicht die richtigen Mittel gefunden. Danach habe ich komplett meinen Rhythmus und meine Konzentration verloren. Ich fand nicht mehr zu meinem Spiel“, analysierte Vittinghus nach dem Match. Wegen dieses unerwarteten Turnierverlaufs muss der Däne nun ohne Preisgeld abreisen. Trotz des frühen Ausscheidens spendet er dennoch 883 Kronen an die Krebs-Stiftung – umgerechnet immerhin rund 120 Euro. „Es ist nicht so viel wie ich gehofft hatte, aber ich bin mir sicher, dass jeder Cent hilft“, schrieb er anschließend auf seiner Facebook-Seite.

Dies war jedoch kein einmaliges Vorhaben. Auch in Zukunft will er in dieser Form Spenden für verschiedene Stiftungen auftreiben – „Ich hoffe, das nächste Mal, wenn ich so etwas mache, ist die Summe größer“. Für Vittinghus war das nicht die erste Aktion mit der er wohltätige Zwecke unterstützt. Seit Jahren ist er für verschiedene Organisationen engagiert. Eine davon ist Solibad. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Badminton Profis engagiert sich Solibad für soziale Projekte in Afrika, Asien und Südamerika. Für den Dänen ist das selbstverständlich. Als Sportler habe er eine gewisse Medienpräsenz, die er gerne für gute Zwecke nutzen möchte, erklärte er.

Für die nähere Zukunft hat er sich vorgenommen, wieder konstanter auf hohem Niveau zu spielen. „In den vergangenen Wochen hatten meine Leistungen starke Schwankungen. Bei den nächsten Turnieren in China und Hongkong geht es für mich nur darum, wieder Konstanz in mein Spiel zu bekommen.“ Zu wünschen wäre dies dem sympathischen Dänen auf jeden Fall. Vielleicht kann er dann bei seinen nächsten Spenden-Aktionen wieder höhere Summen für einen guten Zweck erspielen.


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