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30.10.2012

Auftakt zur 25. Auflage

Bitburger Badminton Open startet mit Qualifikation und erste Runde im Herreneinzel




Auf die Plätze, fertig… Die 25. Auflage der Bitburger Badminton Open ist gestartet. Pünktlich um 9 Uhr betraten heute die ersten Badminton-Akteure gemeinsam mit den internationalen Schiedsrichtern die vier Courts in der Saarbrücker Saarlandhalle. Beim mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier stand am ersten Tag traditionell die Qualifikation auf dem Programm. Ihre Geschichte ist in diesem Jahr aber auf Grund eines überschaubaren Spielertableaus schnell erzählt: Um die Tickets für einen Startplatz im Hauptfeld wurde nur in den Disziplinen Herren- und Dameneinzel gekämpft. In jeder der insgesamt zwölf Partien waren deutsche Spieler vertreten – und bis auf eine Ausnahme kamen alle weiter. Bei der noch bis Sonntag gehenden Jubiläumsveranstaltung wurde nun zum ersten Mal auch die erste Runde im Herreneinzel ausgespielt. Die Ouvertüre bei den Herren war wesentlich spannender. Aber für viele Athleten des Deutschen Badminton Verbands (DBV) war hier auch schon Endstation. So hatte der junge Kai Schäfer vom SV Fun-Ball Dortelweil beim 10:21 und 12:21 gegen den Vorjahresgewinner Hans-Kristian Vittinghus aus Dänemark keine Chance. Ebenso mussten Kai Waldenberger, Fabian Hammes, Hannes Käsbauer, Sebastian Rduch, Alexander Roovers, Tobias Wadenka, Manuel Heumann, Richard Domke, Nikolaj Persson und Ari Trisnanto die Segel streichen.

Die nächste Runde erreichten insgesamt sechs deutsche Spieler. So  auch der Lokalmatador Marcel Reuter. Der Saarländer vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hatte mit 21:17 und 21:13 gegen den an Position 15 gesetzten Misha Zilbermann aus Israel die Nase vorne. „Einen gesetzten Spieler aus dem Turnier zu werfen, das nenne ich mal einen Auftakt nach Maß. Morgen geht es gegen Pakkawat Vilailak aus Thailand, der eine beeindruckende Auftaktpartie abgeliefert hat. Aber ich fühle mich gut – und wenn ich wie heute vom Publikum so toll unterstützt werde, dann geht es auch weiter. Ich darf morgen nur nicht nachlassen, muss immer dranblieben“, sagt der gebürtige Neunkircher. Ebenso weiter ist Reuters Teamkollege Dieter Domke, der es auf den letzten Drücker in die Halle schaffte, da er derzeit bei der Bundeswehr einen Lehrgang in Hannover absolvieren muss. Sein Spiel wurde beim Stande von 20:22, 21:15, 10:5 auf Grund einer Verletzung seines Gegners Beryno Jilann Tze Wong aus Malaysia abgebrochen. Auf ihn wartet nun mit dem an Position drei gesetzten Rajiv Ouseph ein harter Brocken –  der Engländer warf Fabian Hammes mit 21:13 und 21:8 aus dem Turnier. Und ein weiterer Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ist eine Runde weiter: Lukas Schmidt gewann gegen den Ukrainer Artem Pochtarev mit 21:13 und 21:10. Morgen trifft er nun auf Iskandar Zulkarnain Zainuddin aus Malaysia. In Runde zwei schafften es auch Sebastian Schöttler und Yoga Pratma. Schöttler setzte sich im internen Duell gegen Richard Domke mit 21:17, 19:21 und 21:15 durch. Pratma verabschiedete den Schotten Kieran Merrilees mit 27:25 und 21:18. Souverän weiter ist Deutschlands bester Herreneinzelspieler Marc Zwiebler. Der auf Position zwei gesetzte Weltranglisten-18. gewann sein Spiel gegen den Niederländer Erik Meijs mit 21:14 und 21:16 – der amtierende Europameister trifft morgen auf Kestutis Navickas. Zwiebler und der Litauer kennen sich aus dem Effeff. Der ehemalige Bischmisheimer Spieler Navickas hat lange Zeit am Olympiastützpunkt in Saarbrücken mit seinem morgigen Kontrahenten zusammen trainiert. 

„Unsere Chancen bei diesem Turnier sind sicherlich gut. Doch ich will mich jetzt nicht mit dem Samstag oder dem Sonntag beschäftigen. Der Erfolg ist von so vielen Faktoren abhängig. Ein kleines Rädchen, das nicht passt, ein kleines bisschen Sand im Getriebe – und ratzfatz ist man ausgeschieden. Wir spielen ja hier nicht gegen irgendwen – das ist ein Grand-Prix Gold Turnier! So sehen wir jeden Tag und jeden Gegner für sich. Und wenn wir am Ende unsere Ziele erreichen, umso besser“, sagt Jakob Hoi, der Chef-Bundestrainer des DBV.

Morgen um 9 Uhr beginnt dann die erste Runde im Dameneinzel, Damen- und Herrendoppel sowie Runde zwei im Herreneinzel. Die Mixed-Akteure greifen dann erst ab Donnerstag in den Turnierplan ein. Direkt zu Beginn muss die zweimalige Vize-Europameisterin Juliane Schenk im Dameneinzel gegen Kaja Stankovic aus Slowenien antreten. Man darf gespannt sein, wie die Weltranglistenfünfte die vergangenen Strapazen verkraftet hat.  Vor zwei Wochen schaffte es die auf Rang eins gesetzte Schenk beim 400.000 US-Dollar dotierten Premier SuperSeries-Turnier Denmark Open bis ins Finale. In der Vorwoche kam sie bei den mit 200.000 US-Dollar dotierten French Open bis in die Runde der letzten Vier.


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