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TV-Sondersendung zu Bitburger Open: Saarländischer Rundfunk berichtet live

Finale des Grand Prix Gold-Turniers von 16 bis 17.15 Uhr im dritten Programm

Wer am Sonntag, 2. November, aus welchen Gründen auch immer nicht in der Saarlandhalle sein kann, um das Finale bei den Bitburger Badminton Open hautnah zu verfolgen: Der Saarländische Rundfunk berichtet in einer Sondersendung von 16 bis 17.15 Uhr vom Grand-Prix Gold Turnier. Im dritten Programm des ARD-Senders wird eines der fünf Endspiele live gezeigt, dazu gibt es noch Aufzeichnungen und Interviews rund um das mit 120.000 US-Dollar dotierte Traditionsturnier aus dem Saarland. Sofern es deutsche Spieler in das Finale schaffen, steht deren Auftritt vor heimischem Publikum selbstverständlich im Fokus der Berichterstattung. Für alle, die den SR nicht über Kabel oder Satellitenschüssel empfangen können, ist das Ganze auch über den Livestream auf der SR-Homepage im Internet zu sehen.     

Chinesen dominieren Bitburger Badminton Open

Finale beim Grand-Prix Gold Turnier in Saarbrücken

Kommen die Chinesen, bleiben sie in der Regel gerne länger. Und am Ende sind sie zumeist auch auf dem Siegertreppchen zu finden. Beim Badminton ist das so. Die Finalspiele bei den Bitburger Open machten da heute keine Ausnahme. Die Badminton-Großmacht hatte beim Schlussakt in der Saarbrücker Saarlandhalle in den fünf Disziplinen gleich vier Titelchancen – und sie nutzte alle! Nur Taiwan konnte sich beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier das Herreneinzel sichern. Im gestrigen Halbfinale waren mit dem Mixed Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel sowie dem Herrendoppel Michael Fuchs und seinem Vereinskollegen Johannes Schöttler die letzten im Turnier verbliebenen Deutschen ausgeschieden.

Der Turniertag startete um 14 Uhr mit dem Dameneinzel. Und hier standen sich direkt schon zwei Athletinnen aus dem Reich der Mitte gegenüber. Die 20-jährige Sun Yu musste gegen ihre Landsfrau Bing Jiao He antreten. Die erst 17-jährige Jugend-Olympiasiegerin von 2014 hielt zu Anfang sehr gut mit und gewann den ersten Satz mit 21:16. Der zweite ging dann mit 21:15 an ihre Teamkameradin Yu, die im Halbfinale dafür sorgte, dass die Ende August zur Weltmeisterin gekürte Carolina Marin aus Spanien ihre Koffer packen musste. Im dritten Durchgang schwanden dann die Kräfte von Bing Jiao He und die an Position vier gesetzte Yu gewann den Schlussakkord mit 21:12. „Wir sind gute Freundinnen und von den vielen Trainingseinheiten kennen wir uns natürlich aus dem Effeff. Von daher war es heute ein sehr schweres Spiel“, erklärte die Siegerin.

Das nächste Kapitel der chinesischen Dominanz wurde dann im Mixed geschrieben. Si Wei Zheng und Qingchen Chen setzten sich hier mit Alfian Eko Prasetya und Annisa Saufika auseinander. Die Indonesier hatten im Viertelfinale die Deutschen Johannes Schöttler und Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim aus dem Turnier befördert. Einen Tag später war dann das in der Welt auf Position neun gelistete Mixed Michael Fuchs und Birgit Michels auf ihrer Abschussliste. Davon völlig unbeeindruckt machten die Chinesen mit ihrem Gegner nicht viel Federlesen. Mit einem kurzen, knackigen 21:11 und 21:13 sicherten sie sich den Titel. Am Tag zuvor hatten sie schon das englische Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock nach Hause geschickt – ihres Zeichens Weltranglisten-Fünfte und bei den Bitburger Open an Position eins gesetzt.

Den dritten Titel in der Sammlung der Chinesen machten dann Yilv Wang und Wen Zhang im Herrendoppel perfekt. Sie gewannen völlig ungefährdet und recht humorlos gegen Andres Skaarup Rasmussen und Kim Astrup Sorensen mit 21:14 und 21:10. Die Dänen waren im Halbfinale für das Ausscheiden von Michael Fuchs und Johannes Schöttler verantwortlich. Und zum letzten Mal an diesem Tag stieg das Damendoppel Dongni Ou und Yu Xiaohan für den chinesischen Badmintonverband auf das Siegerpodest. Hier bekamen Ekanerina Bolotova und Evgeniya Kosetskaya die geballte Vormachtstellung der Badminton-Künstler aus dem Land des Lächelns zu spüren. Dabei hatten die Damen aus Russland nicht viel zu lachen. Mit zweimal 21:15 wurden sie höflich, aber bestimmend in ihre Schranken verwiesen.

In der einzigen Begegnung ohne chinesische Beteiligung standen sich Tien Chen Chou aus Taiwan und Scott Evans aus Irland gegenüber. Der Mann aus Asien verfolgte dabei einen klaren Auftrag: Der Weltranglisten-Achte wollte seinen dritten Bitburger Open Titel in Folge in trockene Tücher bringen. Und das gelang ihm auch bemerkenswert gut. Mit 21:17 und 21:10 ließ er dem Europäer kaum eine Chance – die beiden trennen im globalen Ranking auch 27 Plätze. „Ich bin enttäuscht. Es ist immer schade, wenn es so endet. Ich habe alles versucht, aber meine Beine waren zu müde“, sagte Scott Evans, für den diese Endspielteilnahme aber schon seinen größten Erfolg beim Grand-Prix Gold Turnier darstellt. Der auf dem Setzplatz zwei gelistete Tien Chen Chou zeigte sich dagegen sehr zufrieden – fühlt er sich in Saarbrücken augenscheinlich auch pudelwohl. „Ich habe jetzt drei Mal hintereinander das Turnier gewonnen. Natürlich mag ich es sehr. Ich versuche, jedes Jahr wieder hierher zu kommen. Und es lohnt sich…“ Angesprochen, ob er nicht etwa wie Scott Evans müde Beine hätte, da er auch Sonntag zuvor schon den Siegerscheck bei den mit 250.000 Dollar Preisgeld ausgestatteten French Open in Paris überreicht bekam, meinte der Taiwanese: „Oh doch. Schon. Aber ich habe versucht, um jeden Punkt zu kämpfen und mit viel Leidenschaft dabei zu sein. Das ist mir offensichtlich gelungen.“

Deutschland bester Einzelspieler war auch in der Halle und sah sich das Final-Duell an. Marc Zwiebler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim verpasste den Badminton-Fans einen Schrecken. Er ging als Titelaspirant an den Start, flog aber direkt in der ersten Runde aus dem Turnier. „Ich weiß immer noch nicht genau, wie das passieren konnte. Aber ich hatte in den vergangenen sieben Wochen einen Terminplan voller Wettkämpfe. Da haben dann im ersten Spiel wohl ein paar Prozent gefehlt. Und schon ist man raus. Vielleicht habe ich mir auch selbst zu viel Druck auferlegt. Nach zwei Finalteilnahmen wollte ich endlich das Turnier gewinnen“, sagte der 30-jährige Europameister von 2012.

Deutsche Hoffnungen liegen im Doppel

Bitburger Badminton Open: Auftakt für das Hauptfeld

Bei den 27. Bitburger Badminton Open gingen heute um 10 Uhr alle gesetzten Spieler ins Rennen. In der Saarbrücker Saarlandhalle stand die erste Runde im Dameneinzel, Damen- sowie Herrendoppel auf dem Programm. Im Herreneinzel wurde beim mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier schon der zweite Durchgang ausgespielt. Am Ende des Tages war klar, dass die deutschen Hoffnungen ab sofort nur noch in den Doppel-Disziplinen liegen. Im Herren- und Dameneinzel sind keine Athleten des Deutschen Badminton Verbandes (DBV) mehr vertreten. Im Herrendoppel sind noch drei Chancen auf ein Weiterkommen. Im Damendoppel ist es nur noch eine. Morgen geht es dann um 10 Uhr weiter. Dann greifen zum ersten Mal die gemischten Doppel in das Geschehen ein, die sogleich den Turniertag eröffnen und am Abend ein zweites Mal antreten. Neben vier weiteren deutschen Mixed-Paaren müssen dann auch die an Position zwei gesetzten Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel in ihrer Auftaktpartie gegen Evgenij Dremin und Evgenia Dimova aus Russland auf den Court.

Das Dameneinzel war aus deutscher Sicht eine One-Woman-Show – bei der schnell der Vorhang fiel. Karin Schnaase vom SC Union Lüdinghausen war die einzige DBV-Vertreterin in dieser Disziplin. Auch in der Qualifikation gestern war keine deutsche Spielerin angetreten. Doch Schnaase musste sich gleich in der ersten Runde der Russin Natalia Perminova mit 21:18, 15:21 und 19:21 geschlagen geben. „Ich habe mich körperlich nicht wohlgefühlt. Daraus resultieren auch die vielen Fehler, die ich gemacht habe. Obwohl ich mir sehr viel vorgenommen hatte, spielte ich einfach schlecht. Und irgendwie ist auch die Luft raus. Gegen Perminova habe ich hier im vergangenen Jahr auch schon verloren. Wobei man sagen muss, dass meine Gegnerin es heute richtig gut gemacht hat“, erklärte Schnaase nach der Partie. So wird auch der Wettbewerb im Dameneinzel ab heute ohne deutsche Beteiligung weitergeführt. Heute kam es dann auch zum ersten Auftritt der Ende August zur Weltmeisterin gekürten Carolina Marin. Die Spanierin löste ihre Aufgabe gegen Soraya De Visch Eijbergen aus den Niederlanden mit 21:14 und 21:19.

Nachdem mit Marc Zwiebler einer der Titelanwärter im Herreneinzel überraschend die Segel streichen musste, lagen die Erwartungen heute auf den Schultern von Fabian Roth vom TV Refrath und Kai Schaefer vom SV Fun-Ball Dortelweil. Die beiden waren die letzten verbliebenen Deutschen in dieser Disziplin. Doch Wing Ki Vincent Wong aus Hongkong behielt mit 21:17 und 21:10 die Oberhand gegen Fabian Roth, den Jugend-Europameister von 2013. Auch für Kai Schäfer gab es gegen den an Position sechs gesetzten Jen Hao Hsu aus Taiwan nichts zu ernten – 10:21 und 15:21 war der Endstand. Somit zog auch kein deutscher Spieler ins Herreneinzel-Achtelfinale ein.  
 
In der ersten Runde im Herrendoppel gab es heute fünf Begegnungen mit deutscher Beteiligung. Davon schafften drei Gespanne das Weiterkommen. Das waren zum einen Michael Fuchs und Johannes Schöttler, die sich gegen die Chinesen Kaixiang Huang und Si Wie Zheng mit 21:15 und 21:16 durchsetzen konnten. „Das war heute ein Spiel gegen einen unbekannten Gegner. Wir hatten die beiden noch nie zuvor gesehen. Unser Trainer Jacob Øhlenschlæger hat dann bei YouTube ein paar Videos mit ihnen von einem Jugendturnier gefunden. Die konnten wir analysieren und uns doch noch ein ordentliches Bild machen. Obwohl die Jungs ein hohes Tempo gegangen sind, bekamen wir irgendwann das Gefühl, dass wir sie im Griff haben“, sagte Michael Fuchs. Die beiden Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim treffen nun auf Alvent Yulianto Chandra und Yonathan Suryatama Dasuki aus Indonesien. Diese kennen die an Position drei gesetzten DBV-Athleten dann schon wesentlich besser. „Dasuki ist einer, der mit dem Schläger alles kann. So etwas sieht man nur ganz selten. Und Chandra ist ein erfahrener, abgezockter Profi. Das wird ein schweres Spiel. Vielleicht müssen wir uns auch das eine oder andere Male foppen lassen – denn ein paar Tricks und Finten bauen die beiden ganz gerne ein. Das müssen wir ausblenden und unsere Taktik durchziehen“, erklärte Fuchs. Ebenfalls weiter sind Fabian Holzer vom SV Fun-Ball Dortelweil und Mark Lamsfuß vom 1. BC Wipperfeld, die morgen die Polen Adam Cwalina und Przemyslaw Wacha vor der Brust haben. Die Dritten im Bunde sind Max Schwenger vom TV Refrath und Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen, die nun vor der Herausforderung Yilv Wang und Wen Zhang stehen. Die Chinesen sind an Position sechs gesetzt.

Im Damendoppel gingen heute gleich acht deutsche Paarungen an den Start. Doch am Ende erreichten nur Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim und Carla Nelte vom TV Refrath das Achtelfinale. Sie waren mit 21:14, 21:10 gegen Ya Ching Hsu und Yu Po Pai aus Taiwan erfolgreich. Nun wartet im nächsten Durchgang das Duo Nadia Fankhauser aus der Schweiz und Sannatasah Saniru aus Malaysia, die heute die Deutschen Carola Bott und Jennifer Karnott aus dem Turnier kegelten.

Der frühe Vogel… spart beim Ticket

Jetzt schon an die Bitburger Badminton Open denken und Frühbucherrabatte sichern

Der deutsche Badminton-Sport befindet sich derzeit im Höhenflug. Die deutsche Nationalmannschaft wurde erstmals Mixed-Europameister. Spitzenspieler wie der amtierende Europameister Marc Zwiebler rüc...

Jetzt schon an die Bitburger Badminton Open denken und Frühbucherrabatte sichern

Der deutsche Badminton-Sport befindet sich derzeit im Höhenflug. Die deutsche Nationalmannschaft wurde erstmals Mixed-Europameister. Spitzenspieler wie der amtierende Europameister Marc Zwiebler rüc...

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Vollendet veredelter Badminton-Genuss

Die Meldefrist ist abgelaufen: Bitburger Open glänzen mit erlesenem Teilnehmerfeld

Das Publikum ist in blaues Scheinwerferlicht getaucht. Das Spielfeld erstrahlt dagegen in hellem Weiß. Rhythmisches Klatschen erfüllt die Halle. Die beiden Badminton-Profis auf dem Court liefern sich einen erbitterten Schlagabtausch. In einer irren Geschwindigkeit hageln die weißgefiederten Bälle nur so von der einen auf die andere Seite. Zu sehen ist dies vom 28. Oktober bis 2. November 2014 bei den 27. Bitburger Badminton Open. Aus aller Herren Länder kommen die Stars dieses Sports wieder in die Saarbrücker Saarlandhalle, um beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier ihr Können zu beweisen. Die Traditionsveranstaltung ist auch für die deutschen Spieler eine gute Möglichkeit, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Und sie haben ein großes Plus: den Heimvorteil! Wie bedeutend dieser Bonus ist, stellten im vergangenen Jahr Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel unter Beweis. Sie rissen sich den Mixed-Titel unter den Nagel. Und natürlich versuchen sie jetzt, diesen zu verteidigen. Doch für das derzeit auf dem siebten Weltranglistenplatz stehende Gespann wird es leider auch die letzte Chance sein. Denn Birgit Michels kündigte an, sich in Kürze vom Leistungssport zu verabschieden. Wann genau, ist noch offen. Aber so wie dieses Duo Ende August seine letzte Weltmeisterschaft im dänischen Kopenhagen spielte, so wird die 27. Auflage der Bitburger Open wohl auch hier ein Endpunkt sein. „Für die Zuschauer in Saarbrücken heißt das: Noch einmal Birgit schauen, noch einmal Deutschlands beste Doppel-Spielerin anfeuern“, sagt Turnierdirektor Frank Liedke.

Die Weltmeisterin gibt sich die Ehre
Dieser Wettkampf auf dem heimischen Parkett ist für alle deutschen Spitzenspieler ein Pflichttermin, den keiner verpassen möchte. Dabei ist der Weg zu den vorderen Platzierungen in diesem Jahr besonders steinig. „Wir haben ein sehr erlesenes Teilnehmerfeld“, weiß Liedke und ergänzt: „Alleine aus Indonesien gingen 24 und aus Malaysia 26 Spieler-Meldungen ein.“ Neben Athleten dieser beiden großen Badminton-Nationen darf sich das Publikum aber auch auf die amtierende Welt- und Europameisterin im Einzel freuen. Als frischgebackene Sensationssiegerin von Kopenhagen hat Carolina Marin aus Spanien ihr Kommen angekündigt. Weiterhin dabei ist Viktor Axelsen, der bei seiner Heim-WM Bronze gewann. Auch seine Landsleute Carsten Mogensen und Mathias Boe schlagen wieder in der Saarlandhalle auf. Das Spitzen-Doppel steht derzeit in der Welt auf Platz drei und konnte sich schon dreimal in die Siegerliste des Turniers eintragen. Auch der Titelträger der beiden vergangenen Jahre im Einzel ist wieder mit von der Partie. Der Taiwanese Tien Chen Chou war daran schuld, dass sich Marc Zwiebler im Vorjahr mit dem zweiten Platz anfreunden musste. Deutschlands bester Einzelspieler vom 1. BC Bischmisheim wird aber wieder alles versuchen, um sich beim Saarbrücker Turnier endlich den Titel zu sichern. Und für den auf dem Weltranglistenplatz 13 stehenden Tien Chen Chou geht es darum, den dritten Sieg in Folge unter Dach und Fach zu bringen. Vertreten sind weiterhin die amtierenden Europameister im Herrendoppel, Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov. Zudem steht das Mixed Chris und Gabrielle Adcock in der Favoritenliste ganz weit oben, schließlich belegt das Ehepaar aus England in der Welt derzeit den fünften Platz.

Heute die Stars von morgen sehen
Doch bei alledem, ist nicht zu vergessen: Die Badminton-Großmacht China hat insgesamt 26 Akteure gemeldet. Das Team besteht aus einer Kombination von arrivierten Spielern wie dem Weltranglisten-11. Houwei Tian oder der Bitburger Open Siegerin von 2010 Xin Liu – aber auch aus einigen Jungspunden. Und die haben es faustdick hinter den Ohren. Gui Pu Lin wurde im April dieses Jahres Juniorenweltmeister und seinen Finalgegner Yuqi Shi bringt er gleich mit ins Saarland. Gemeldet haben auch Liu Yuchen und Li Junhui, die U19-Weltmeister im Herrendoppel von 2013. „Diese jungen Athleten gelten in ihrem Land als Badminton-Hoffnungen schlechthin. Und diese Rohdiamanten können auch in Saarbrücken schon sehr weit kommen. Der chinesische Verband schickt keinen seiner Spieler um die Welt, wenn er nicht auch Erfolgschancen hätte. Hier heißt es genau hinsehen, denn da bekommt man die Stars von morgen präsentiert“, weiß Frank Liedke. Auch ein Blick in die Historie unterstreicht dies. Bestes Beispiel: Der Weltmeister von Kopenhagen, Chen Long. Der Chinese holte sich 2009 den Juniorenweltmeistertitel. Ein Jahr später gewann er die Bitburger Open. In Saarbrücken sind also nicht nur aktuelle Top-Spieler zu bestaunen, sondern auch Talente, die später in aller Munde sind.

Spiel, Satz und … Party!
Bei dem Turnier wird neben dem sportlichen Geschehen immer auch ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten. Legendär ist die Players-Party. Am Samstag vor den Finalspielen geht traditionell die Post ab. Am 1. November 2014 wird bei der Players‘Night für rund 1.000 geladene Gäste wieder der rote Teppich ausgrollt. In der Saarbrücker Congresshalle steigt auch in diesem Jahr das Kombinations-Event aus Live-Musik, Club-Lounge und den verschiedensten kulinarischen Leckereien. Schnäppchenjäger werden sicher im Foyer der Saarlandhalle fündig. Dort stellen verschiedene Sportartikelhersteller bei einer Verkaufsmesse ihre neusten Produkte vor. Ein Besuch bei den Bitburger Open lohnt also in vielerlei Hinsicht.

Bitburger Open verlost Alpenglühen

Beim Online-Gewinnspiel winkt als Hauptpreis ein Traumurlaub im Pitztaler Hof in Tirol

Das Pitztal mit seinen 7.400 Einwohnern und den vier Ortschaften Arzl, Wenns, Jerzens und St. Leonhard liegt in Tirol auf einer Höhe von 880 bis 1.640 Metern. Die Wildspitze (3.774 Meter Höhe) am Ende des Tals ist der höchste Berg Tirols; direkt davor erstreckt sich der Pitztaler Gletscher. Im Winter bietet das Pitztal mit seinen Skigebieten am Hochzeiger, Rifflsee und Pitztaler Gletscher drei unterschiedlich anspruchsvolle Skiarenas. Besonders praktisch: Das Busnetz im gesamten Pitztal ist für Gäste kostenlos.

Wer weiß, wie viele Finalbegegnungen mit deutscher Beteiligung bei der 25-jährigen Jubiläumsveranstaltung 2012 ausgetragen wurden? Die Antwort ist nicht allzu schwer und wer sie kennt, sollte unbedingt hier auf der Homepage beim Gewinnspiel der Bitburger Badminton Open mitmachen. Denn während es vom 29. Oktober bis 3. November 2013 in der Saarbrücker Saarlandhalle für die nationalen wie internationaler Badminton-Stars neben Punkte für die Weltrangliste auch insgesamt 120.000 US-Dollar Preisgeld zu gewinnen gibt, warten auch auf alle Badminton-Fans beim diesjährigen Online-Gewinnspiel wieder tolle Preise. Auf der Webseite kann man mit etwas Glück und mit der Beantwortung der oben gestellten Frage vier  Übernachtungen für zwei Personen inklusive einer Komforthalbpension im Pitztaler Hof in Wenns gewinnen. In die Berge fertig, los! Frische Luft weht einem um die Nase, der Blick ruht auf dem Blau des Himmels: Das Familienhotel im Pitztal besticht durch seine wunderschöne Lage nahe an den bekannten Skipisten des Hochzeigers und ist auch der perfekte Ausgangspunkt für sportliche Aktivitäten wie Wandern, Mountainbiken oder Klettern. Einen schönen Urlaub garantieren Extras wie beispielsweise ein sechsgängiges Gala-Dinner, ein Tiroler Abend mit Spezialitäten aus der Region, ein tägliches Kuchenbuffet, Wellness- und Saunalandschaften.

Aber neben diesem Haupttreffer gibt es aber noch weitere interessante Sachpreise abzuräumen: Als zweiter Gewinn wartet ein komplettes Badminton-Paket von Wilson auf seinen neuen Besitzer. Und als dritter Preis steht weiterhin ein iPod nano von Apple zur Verlosung. „Aus allen richtigen Einsendungen werden wir dann nach den Bitburger Badminton Open die glücklichen Gewinner auslosen und sie benachrichtigen. Ich wünsche alle Teilnehmern viel Glück“, sagt Turnierdirektor Frank Liedke. Die Teilnahmebedingung ist simpel: Einfach noch bis einschließlich 1. November 2013  hier auf der Homepage den Menüpunkt „Besucher“ ansteuern und im letzten Menü-Unterpunkt findet sich direkt das Gewinnspiel. Hier gilt es nun, die hier aufgeführte Frage richtig zu beantworten. Dazu noch das Adressformular ausfüllen und dann heißt es, auf Fortuna hoffen. Also nichts wie ran…

Jetzt mitmachen!

Deutsche Titelträume platzen

Bei den Bitburger Badminton Open sind die Teilnehmer der Endspiele ermittelt

Bei den Bitburger Badminton Open steht nun fest, wer die morgen ab 14 Uhr beginnenden Endspiele bestreitet. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in der Saarbrücker Saarlandhalle wurde heute das Halbfinale ausgetragen. Dabei hatte das Mixed Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel die Möglichkeit, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. mit Michael Fuchs und seinem Vereinskollegen Johannes Schöttler hatten die Deutschen eine Chance auf eine weitere Finalteilnahme. Beide Doppel verpassten jedoch den Sprung in den Schlussakt des Traditionsturnieres. Der wird ganz klar von den Akteuren aus China beherrscht. Die Badminton-Großmacht ist in den Finalspielen der fünf Disziplinen gleich fünf Mal vertreten.

Das gemischte Doppel Michael Fuchs und Birgit Michels machte den Anfang bei den Halbfinalspielen. Und sie konnten sich heute den Weg zur Titelverteidigung ebnen. Doch die an Position zwei gesetzten Deutschen setzten diesen Vorsatz nicht in die Tat um. Die Weltranglisten-Neunten verloren gegen Alfian Eko Prasetya und Annisa Saufika aus Indonesien mit 21:12, 18:21 und 15:21. „Das ist natürlich ein großer Mist. Wir sind gut in die Partie gestartet, aber so nach und nach kauften sie uns den Schneid ab. Mitte des zweiten Durchgangs kamen dann noch leichte Fehler von uns hinzu. Im dritten konnten wir den Hebel einfach nicht umlegen und wir sind früh einem Rückstand hinterhergelaufen – den wir nicht mehr aufholen konnten“, sagte ein enttäuschter Fuchs. Die siegreichen Indonesier treffen nun auf das Duo Si Wei Zheng und Qingchen Chen. Die Chinesen haben heute überraschend das Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock mit 14:21, 21:14 und 21:18 aus dem Turnier befördert. Dabei waren die Engländer an Position eins gesetzt und sind aktuell Weltranglisten-Fünfte.

Michael Fuchs war heute gleich zweimal im Einsatz. Denn auch im Herrendoppel bestand an der Seite Johannes Schöttlers noch die Chance, in die Schlussrunde einzuziehen. Gegen das dänische Gespann Andres Skaarup Rasmussen und Kim Astrup Sorensen mussten sie aber mit 21:11, 19:21 und 21:12 eine empfindliche Niederlage einstecken. „Wir hatten sehr gut begonnen, doch im zweiten Satz wurden wir nachlässig und gaben gegen Ende die Kontrolle über das Spiel aus der Hand. Und die Dänen haben sich immer besser gestellt, haben alles zurückgeschlagen, was wir ihnen da präsentierten. So bekamen wir keinen Zugriff mehr auf die Partie. Auch merkten wir irgendwann, dass die vielen Spiele ihren Tribut zollten – der Akku ging zu neige“, erklärte Schöttler. Und Chef-Bundestrainer Holger Hasse meinte zum Spiel: „Es ist sehr schade für die Jungs, die hier alles gegeben haben. Toller Beginn, mittelmäßiger zweiter Satz und am Ende lief dann leider nichts mehr zusammen. Hinzu kommen noch ein paar Entscheidungen, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Das war ein sehr emotionsgeladenes Spiel in eigener Halle… musste da diese gelbe Karte im dritten Satz gegen Fuchs wirklich sein? Das soll jetzt aber keine Entschuldigung sein. Die Dänen machten das heute sehr gut. Sie waren einfach besser.“ Im zweiten Herrendoppel standen sich die Chinesen Yilv Wang und Wen Zhang und Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov aus Russland gegenüber. Und wie heute mehrfach passiert, hatten auch in dieser Partie die Europäer das Nachsehen. Die amtierenden Europameister unterlagen mit 11:21, 25:23 und 11:21.

Scott Evans ist ein gerngesehener Dauergast bei den Bitburger Open. Doch egal wie es morgen ausgeht, der Ire konnte mit seinem heutigen Finaleinzug schon seinen größten Erfolg bei diesem Traditionsturnier feiern. Mit 21:16 und 21:10 bezwang er den auf Rang sieben gelisteten Prannoy H.S. aus Indien. Nun wartet Tien Chen Chou, der heute im besten Spiel des Tages mitwirkte. Der Taiwanese und Houwei Tian aus China lieferten sich im eine Badminton-Schlacht vom Feinsten. Dieses Spiel hatte alles, was diesen Sport ausmacht. Dramatik, Dynamik, Action – ja, sogar hitzige Diskussionen um Schiedsrichterentscheidungen. Oder wie es der ehemalige deutsche Nationalspieler Joachim Tesche auf den Punkt brachte: „Eines der besten Herreneinzel, die ich je in Saarbrücken gesehen habe.“ Dabei hatte der Weltranglisten-Achte Tien Chen Chou eine Mission. Er will den dritten Bitburger Open Titel in Folge und die Nummer zwei der Setzliste tat alles dafür, dieses Ziel zu erreichen. In einer intensiven Begegnung gewann er gegen den in der globalen Rangliste nur einen Rang schlechter platzierten Houwei Tian mit 21:14, 16:21 und 21:19. Eine unglaubliche Energie-Leistung des Taiwanesen, da er schon am vergangenen Sonntag bei den mit 250.000 Dollar Preisgeld ausgestatteten French Open in Paris ganz oben auf dem Treppchen stand.  

Im Dameneinzel kam es heute zu einem Favoritensturz. Und dabei traf es keine Geringere als die Ende August zur Weltmeisterin gekürte Carolina Marin aus Spanien. Die an Nummer eins der Setzliste stehende 21-Jährige musste sich mit 19:21 und 14:21 Sun Yu aus China geschlagen geben. „Ich bin mit dem Turnier eigentlich ganz zufrieden. Denn ich habe nach meiner Knöchelversetzung erst diese Woche wieder mit dem Training begonnen. Jetzt will ich erst einmal in die Heimat nach Spanien, um dort fit zu werden. Und dann werde ich bei den China Open in zehn Tagen wieder angreifen“, sagte die Weltranglisten-Achte. Die 20-jährige Chinesin Sun Yu wird in der Setzliste auf Rang vier geführt und in der Welt auf 31. Sie trifft nun auf ihre Landsfrau Bing Jiao He. Die erst 17-Jährige konnte die auf Position zwei geführte und in der Weltrangliste auf Platz 14 stehende Michelle Li aus Kanada recht deutlich mit 21:16 und 21:10 bezwingen. Im Halbfinale des Damendoppels gab es ein internes Duell zweier chinesischer Paare. Hier setzten sich Dongni Ou und Yu Xiaohan gegen die an Position fünf gesetzten Landsleute Xia Huan und Qianxin Zhong mit 21:12 und 24:22 durch. Das Gespann aus dem Reich der Mitte trifft im Schlussakkord auf Ekanerina Bolotova und Evgeniya Kosetskaya aus Russland, die heute gegen Yuanting Tang und Huang Yaqiong aus China mit 21:19, 8:21 und 21:19 die Oberhand behielten.

Nachdem heute für die letzten Deutschen das Turnier beendet war, zog Holger Hasse sein Fazit: „Alles in allem war es für uns ok – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir wissen, dass wir in den Einzeldisziplinen mehr zeigen müssen. Aber Marc Zwiebler und Karin Schnaase haben eine lange Turnierphase hinter sich, so dass sie hier nicht ihren normalen Leistungsstand abrufen konnten. Vor allem aber die jungen Spieler haben ihre Sache sehr ordentlich gemacht.“

Nicht nur zuschauen, sondern mitmachen

Angebot: Vereins-Nachwuchs trainiert bei den Bitburger Open mit den Profis

„Sehr gut, du musst nur noch ein bisschen auf deine Schlägerhaltung achten.“ Anne nickt und macht sich strahlend noch einmal an die Übung. Wer der Elfjährigen diese Ratschläge erteilt, ist kein Geringerer als Badminton-Nationalspieler und Olympia-Teilnehmer Johannes Schöttler. Und die Profis des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim werden auch in diesem Jahr während der 27. Bitburger Badminton Open ihre Tipps, Tricks und Kniffs an den Nachwuchs weitergeben. Am 1. November 2014 von 9 bis 14 Uhr sowie einen Tag später von 9 bis 13 Uhr finden im Rahmen des mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turniers wieder Trainingseinheiten für Kinder und Jugendliche statt. Diese an Vereine und Verbände gerichtete Aktion wurde vor fünf Jahren von den Organisatoren der Bitburger Open ins Leben gerufen. Und mittlerweile hat sich dieses Angebot zum absoluten Renner entwickelt: „Wir bekommen immer zahlreiche Anmeldungen. Im vergangenen Jahr waren es rund 150 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland, die an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken während des Turniers die Schläger schwangen. Trainiert werden sie auch in diesem Jahr von deutschen Spitzenspielern – darunter Olympioniken, Deutsche Meister sowie aktive und ehemalige Bundesligaspieler“, erklärt Mathias Aßmann, der diese besonderen Übungseinheiten in diesem Jahr organisiert und koordiniert.

Neben der Chance, die deutschen Badminton-Stars einmal hautnah zu erleben und mit ihnen zusammen auf dem Trainingscourt zu stehen, gibt es noch weitere gute Gründe, sich anzumelden. So bekommt jeder Teilnehmer ein halbes Dutzend Naturfederbälle von Wilson geschenkt. „Toll kommt auch immer an, dass wir die Gruppen nach dem Training noch zu den Halbfinals beziehungsweise Finals der Bitburger Open einladen. Die Eintrittskarten für die Saarbrücker Saarlandhalle gibt es von uns als Bonus obendrauf“, erzählt Turnierdirektor Frank Liedke. Mittlerweile ist das Training mit den Besten ein solcher Erfolg, dass dafür mehr Anmeldungen eingehen wie Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen. Liedke: „Daher losen wir seit zwei Jahren aus, wer in den Genuss der Trainingseinheiten kommt. Das ist die fairste Lösung.“ Denn die Mitmach-Aktion soll auf keinen Fall eine anonyme Massenabfertigung sein. Sie ist so organisiert, dass für jedes Feld ein eigener Coach zur Verfügung steht. So können die Spitzenspieler ganz individuell auf ihre Gruppe eingehen und jedem Teilnehmer die nötige Aufmerksamkeit schenken. Das Leistungsniveau spielt dabei keine Rolle. „Es kommen Jugendspieler aus ganz Deutschland und sogar aus Luxemburg waren schon welche da. Es macht allen immer großen Spaß und das Feedback ist hervorragend“, weiß Mathias Aßmann.

Auch die Profis sind mit Freude dabei. So witzelte Lukas Schmidt im vergangenen Jahr: „Ich bin bei den Bitburger Open sogar extra schon am Mittwoch rausgeflogen, damit ich noch mehr Energie und Power für das Training habe“, meinte der Deutsche Meister von 2014 im Einzel. Auch die Eltern der Jugendlichen waren total begeistert: „Wir sind das erste Mal hier. Das ist eine fantastische Veranstaltung und die Kinder sind total aus dem Häuschen“, schwärmte beispielsweise Gabi Fischer, die Betreuerin des 1. BC Worms. Ihr Verein war mit 15 jungen Spielerinnen und Spielern angereist. Und nach der Trainingseinheit sicherten sich einige von ihnen noch Autogramme ihrer Stars. „Wir kommen im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder. Das darf man sich wirklich nicht entgehen lassen“, lautete das letztjährige Fazit von Fischer.

Anmeldungen für das Training sind bis zum 17. Oktober 2014 beim Koordinationsbüro der Bitburger Open möglich. Oder einfach eine E-Mail mit Teilnehmerzahl und Ansprechpartner an Mathias Aßmann schicken – mathias@bc-bischmisheim.de. Mit den glücklichen Gewinnern des Losverfahrens setzen sich die Veranstalter rechtzeitig in Verbindung, um sich bezüglich Uhrzeit und Treffpunkt abzustimmen. Wichtig ist natürlich, dass jeder Teilnehmer eine komplette Ausrüstung mit Schläger, Sportbekleidung und Hallenschuhe im Gepäck hat.

Olympia schwingt schon mit

Hohes Niveau bei den 27. Bitburger Badminton Open – viele Nationen testen für Rio

Vom 28. Oktober bis 2. November 2014 treten bei den 27. Bitburger Badminton Open insgesamt 360 Spitzenspieler aus 37 Ländern in den sportlichen Wettstreit. Sie reisen aus der ganzen Welt nach Saarbrücken – von Kanada über Mauritius bis nach Japan. Und beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in der Saarlandhalle sind natürlich auch alle deutschen Topathleten am Start. Bis dato war das Heimturnier für sie stets ein gutes Pflaster. Ein Blick in die Historie zeigt: Die Deutschen liefern hier immer tolle Leistungen ab. Sie standen im Finale oder sie trugen sich auch schon sehr oft in die Siegerliste ein – was bei anderen Wettkämpfen auf vergleichbarem Niveau nicht immer gelingt. „Schaut man sich die diesjährigen Meldungen an, ist schön zu sehen, dass die einzelnen Nationen sich strategisch schon sehr stark auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 ausrichten. Am 1. Mai 2015 beginnt nämlich die Qualifikationsphase“, erklärt Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton Verbandes e.V. (DBV). Bedeutet: Es wird viel getestet – verschiedene Möglichkeiten werden ausprobiert.

So darf sich der Laie von der Setzliste nicht beirren lassen. Ein Beispiel: Der Chinese Nan Zhang wurde 2011 Weltmeister im Mixed und gewann in dieser Disziplin in London olympisches Gold. In Saarbrücken wird er allerdings in der Qualifikation starten – denn er spielt im Herrendoppel mit einem Nachwuchsathleten zusammen. Ebenso tritt Thien How Hoon aus Malaysia in der Quali an. Zusammen mit Wee Kiong Tan bilden sie ein Herrendoppel, das derzeit in der Welt auf Platz sieben steht. Doch beide bekommen jetzt einen anderen Partner an ihre Seite. „Da spielen Leute in der Qualifikation, die sehr weit kommen können“, weiß Kranitz und erläutert: „Das Turnier hat einen vorolympischen Charakter. Indiz dafür ist auch, dass die Badminton-Nationen Indonesien, Malaysia und China in großer Teamstärke antreten. Das Niveau ist somit sehr hoch und die Qualität ist deutlich stärker als in den beiden Jahren zuvor. Für uns wird es da natürlich schwer. Aber es ist alles eng beieinander. Und so sind Vorhersagen nur schwer zu treffen.“ Das verspricht Spannung, was natürlich die Zuschauer freuen dürfte.

Im Herreneinzel ist Viktor Axelsen an Position eins gesetzt. Der Däne gewann bei der Weltmeisterschaft in Kopenhagen Ende August Bronze. Dahinter folgt der Bitburger Open Gewinner der vergangenen beiden Jahre, Tien Chen Chou aus Taiwan. Auf Rang drei der Setzliste befindet sich der Chinese Houwei Tian, der in der Weltrangliste den 14. Platz belegt. Marc Zwiebler wird in Saarbrücken auf der Vier geführt. Deutschlands bester Einzelspieler vom 1. BC Bischmisheim steht mittlerweile im globalen Ranking auf Position 21 – mit Tendenz nach oben. Jüngst gewann der 30-Jährige hintereinander die Meisterschaften von Bulgarien und Tschechien. Am Turnierdienstag trifft Zwiebler in seiner Erstrundenpartie auf Yan Kit Chan aus Hongkong. Sein Vereinskollege Dieter Domke hat auch für das Turnier gemeldet und belegt in der Setzliste die Position 12. Doch der 27-Jährige hatte sich erst Ende September am Knie verletzt und musste am Meniskus operiert werden. Bis dato konnte er nur leicht trainieren – von daher wird es für ihn sehr schwer. In der ersten Runde muss Domke gegen den Russen Anatoliy Yartsev antreten.

Die Deutschen haben im Herrendoppel mit Michael Fuchs und Johannes Schöttler ein heißes Eisen im Feuer. Die beiden Spieler des 1. BC Bischmisheim sind in der Setzliste auf der dritten Position angesiedelt. Im ersten Spiel müssen sie gegen das chinesische Duo Kaixiang Huang und Si Wei Zheng antreten. Hinter dem DBV-Gespann stehen die Europameister auf Rang vier, Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov aus Russland. Nur schwer zu schlagen, werden aber sicher die beiden Dänen Carsten Mogensen und Mathias Boe sein. Das Spitzen-Doppel ist derzeit in der Welt auf Platz drei zu finden – und es konnte sich schon dreimal in die Siegerliste des Turniers eintragen. Hinter den beiden Führenden der Setzliste reihen sich ihre Landsleute Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding ein.  

Das Damenfeld wird von der frischgebackenen Weltmeisterin Carolina Marin angeführt – sie ist hier wohl das Maß aller Dinge. Hinter der im globalen Ranking auf Position neun stehenden Spanierin folgen dann Michelle Li aus Kanada und Beiwen Zhang aus Malaysia. Vertreter der schwarz-rot-goldenen Farben schafften es nicht in die Setzliste. Mit Karin Schnaase vom SC Union Lüdinghausen ist nur eine Spielerin im Hauptfeld zu finden. Die deutsche Meisterin trifft in ihrer Auftaktpartie auf die Russin Natalia Perminova.

Anders sieht die Sache wiederrum im Mixed aus. Michael Fuchs und Birgit Michels vom 1. BC Beuel konnten im Jahr zuvor den Titel bei den Bitburger Open gewinnen – nun werden sie in der Setzliste auf Position zwei geführt. Vor ihnen stehen ihre Finalgegner aus dem Vorjahr: Das Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock aus England ist derzeit in der Welt auf dem fünften Platz gelistet. „Wir werden natürlich alles daran setzen, unseren Titel zu verteidigen. Doch ein Blick auf die Meldeliste zeigt: Das wird in diesem Jahr sehr schwer. Das Mixed und auch das Herren-Doppel sind überaus stark besetzt. Da kann man nichts versprechen – außer, dass wir natürlich alles versuchen werden, so weit wie möglich zu kommen. Denn eines ist auch klar. So ein Turnier daheim hat seine eigene Dynamik und ist immer etwas ganz besonders“, sagt Michael Fuchs, der mit Birgit Michels zusammen auf dem achten Weltranglistenplatz rangiert. Die Deutschen müssen bei der Ouvertüre gegen Evgenij Dremin und Evgenia Dimova aus Russland bestehen. Ebenfalls vorne zu finden, ist das gemischte Doppel Max Schwenger und Carla Nelte. Die beiden Akteure vom TV Refrath stehen auf Position vier und müssen in ihrem ersten Spiel gegen das irische Geschwisterpaar Sam und Chloe Magee antreten.

Dabei geht Carla Nelte auch im Damendoppel an den Start und ist mit ihrer Spielpartnerin Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim auf dem siebten Rang notiert. Sie müssen sich in ihrem ersten Spiel gegen Ya Ching Hsu und Yu Po Pai aus Taiwan behaupten. Laut Liste sind in dieser Disziplin die Niederländerinnen Eefje Muskens und Selena Piek favorisiert – die in der Welt auf Rang elf stehen. Dahinter folgen Gabriela und Stefani Stoeva aus Bulgarien, vor Anastasia Chervyakova und Nina Vislova aus Russland.

Noch bevor der erste Ball die Netzkante überquerte, kann Turnier-Direktor Frank Liedke eine gute Nachricht für diese Traditionsveranstaltung verkünden: „Seit 2003 ist unser Turnier nach der bekannten Brauerei aus der Eifel benannt. Und wir sind sehr froh, dass wir den Sponsoren-Vertrag mit Bitburger um zwei weitere Jahre verlängern konnten. Das ist ein klares Bekenntnis zu unserer langjährigen vertrauensvollen Partnerschaft und auch zur Region“.

Tasche packen, nach Saarbrücken kommen – und von den Besten lernen

Spezielles Trainings-Angebot für Vereine und Verbände – Federbälle als Gastgeschenk

Vor vier Jahren riefen die Organisatoren der Bitburger Badminton Open eine Aktion ins Leben, die sich mittlerweile zu einem echten Volltreffer entwickelt hat. Die Idee dahinter war, dass sich Kinder und Jugendliche nicht nur die Badminton-Stars während des Grand-Prix Gold Turniers gerne anschauen, sie wollen sich selbst bewegen und den Schläger schwingen. Sie wollen die Tricksereien, Kniffe sowie Finten der Großen nachmachen und in die Praxis umzusetzen. Dafür hat man ein interessantes Angebot für alle Vereine und Landesverbände geschnürt. Wenn beim Grand-Prix Gold Turnier die Halbfinal- und Finalpartien ausgetragen werden, besteht für den Badminton-Nachwuchs wieder die Möglichkeit, mit Spielern des amtierenden Vize-Meisters und fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeisters 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ein Training zu absolvieren. Im vergangenen Jahr gaben hier beispielsweise Nationalspieler wie Olga Konon, Dieter Domke, Lukas Schmidt sowie Altmeister Joachim Tesche ihre besten Tipps & Tricks an die Kids weiter. Dabei trainierte man sogar auf den Courts am Olympiastützpunkt – dort, wo auch die besten deutschen Spieler täglich schwitzen und sich auf die großen Turniere vorbereiten.

Am 2. November von 9 bis 14 Uhr und am 3. November von 9 bis 13 Uhr finden auch in diesem Jahr wieder solche Trainingseinheiten statt. „Danach laden wir die Gruppe noch zu den Halbfinals beziehungsweise Finals der Bitburger Open ein. Gemeinsam geht es zur Saarlandhalle, um die Duelle der Badmintonprofis hautnah zu erleben“, sagt Turnierdirektor Frank Liedke. Und das Beste: Es gibt noch ein besonderes Gastgeschenk: Für seine Jugendarbeit bekommt der jeweilige Verband oder Verein für jedes teilnehmende Mitglied ein halbes Dutzend Naturfederbälle von Wilson mit nach Hause. „Mittlerweile haben wir viel mehr Anmeldungen, als wir an diesen beiden Tagen überhaupt bewältigen können. Daher haben wir die fairste aller Lösungen gewählt. Nach dem Meldeschluss losen wir die Vereine oder Verbände aus, die in den Genuss der Trainingseinheiten kommen“, erklärt Frank Liedke.

Anmeldungen sind noch bis zum 18. Oktober 2013 beim Koordinationsbüro der Bitburger Open möglich. Oder einfach eine E-Mail mit Teilnehmerzahl und Ansprechpartner an Tim Peiler schicken – tim@bc-bischmisheim.de. „Bei den glücklichen Gewinnern des Losverfahrens melden wir uns dann vor der Veranstaltung, um die genaue Uhrzeit und den Trainingsort abzustimmen. Wichtig ist natürlich, dass jeder Teilnehmer eine komplette Badmintonausrüstung mit Schläger, Sportbekleidung und Hallenschuhe mitbringt“, erklärt Tim Peiler, der die Trainingseinheiten organisiert und koordiniert.


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Zur Einstimmung - Trailer Bitburger Open 2015

Hier schon mal als kleiner Appetithappen - unser Trailer für 2015.

Wie heißt es auf Neudeutsch so schön: save the date!



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