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Herzlich Willkommen bei der schnellsten Ballsportart der Welt

Live und in Farbe: Bei den Bitburger Open die Faszination Badminton erleben

So ein Federball ist schon ein kurioses Ding. Bei Spitzensportlern kann der Ball mit seinem Röckchen aus Naturfedern durchaus auch mal 493 Stundenkilometer schnell werden. Mit dieser Geschwindigkeit schmetterte jedenfalls im August dieses Jahres der malaysische Badmintonprofi Tan Boon Heong das Spielgerät über das Netz. Das ist Weltrekord – somit gilt Badminton als schnellste Ballsportart der Welt. Doch die Faszination Badminton ist fast nur nachvollziehbar, wenn man mal aus nächster Nähe gesehen hat, was die besten Racket-Künstler mit so einem Federball alles anstellen können. Eine gute Gelegenheit hierfür: Vom 29. Oktober bis 3. November 2013 besteht bei den mit 120.000 US-Dollar dotierten Bitburger Badminton Open wieder die Möglichkeit, die internationale Elite hautnah zu erleben. In dieser Woche steht die Saarbrücker Saarlandhalle mit seinem Grand-Prix Gold Turnier im Fokus der weltweiten Badminton-Szene. „Für das Turnier haben 244 Athleten aus 29 Nationen gemeldet“, weiß Turnierdirektor Frank Liedke. Und vor allem die deutschen Badminton-Asse wollen bei ihrem Heimspiel wieder eine gute Figur abgeben.

Im vergangenen Jahr gelang ihnen das eindrucksvoll: Schon vor den Finalspielen hatte das 25-jährige Jubiläumsturnier einen Eintrag in die Geschichtsbücher des Deutschen Badminton Verbandes (DBV) sicher: Im Halbfinale wurden fünf Partien mit deutscher Beteiligung ausgetragen. In der Endrunde kämpften dann in vier Disziplinen DBV-Athleten um den Titel. So etwas gab es bei keinem Turnier mit dieser Wertigkeit zuvor. Und die Chancen stehen gut, dass die Zuschauer in diesem Jahr einen ähnlichen Triumphzug zu sehen bekommen. Im Herreneinzel, Mixed und Damendoppel stehen deutsche Athleten in der Setzliste ganz vorne. Und auch im Herrendoppel sind die Aussichten auf ein gutes Abschneiden gegeben.  

Endlich den Titel holen
Im Herreneinzel möchte sich Vorjahresfinalist Marc Zwiebler gerne einmal in die Siegerliste des traditionsreichen Turniers eintragen. Der amtierende Europameister im Einzel steht derzeit mit seinem zehnten Platz zum ersten Mal in seiner Karriere in der Weltrangliste unter den Top-Ten. Bei den Bitburger Open ist der Spieler des 1. BC Bonn-Beuel an Position eins gesetzt. In seiner Auftaktpartie am ersten Turniertag muss der 29-Jährige gegen den Dänen Christian Lind Thomsen ran. Zu den Titelfavoriten zählt sicherlich auch Hans-Kristian Vittinghus. Der Bitburger Open Gewinner von 2011 wird an Position zwei geführt, der Däne belegt in der Weltrangliste den 17. Platz. Mit auf der Rechnung sollte man weiterhin den Engländer Raijv Ouseph haben, der in der Setzliste den dritten Rang belegt. Bei seinem Heimturnier erhielt auch Dieter Domke vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim mit der Position 14 einen Setzplatz. Er muss sich zum Aufgalopp gegen einen Qualifikanten durchsetzten.

Beste Chancen im Mixed
In der Setzliste ganz oben stehen auch Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Brigit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel. Das gemischte Doppel machte Anfang Oktober wieder von sich reden, als es in London das Grand-Prix Gold Turnier gewinnen konnte. Die in der Welt auf Rang 16 gelisteten Deutschen möchten auch in Saarbrücken mindestens auf das Podest. Die Viertelfinalisten der olympischen Spiele von London 2012 treffen in der ersten Runde auf Freek Golinski und Severine Corvilain aus Belgien. Als ärgster Widersacher gelten die an Nummer zwei verzeichneten Engländer Chris Adcock und Gabrielle White, die in der Welt nur zwei Plätze hinter dem besten deutschen Mixed stehen. Anders Kristiansen und Julie Houmann aus Dänemark belegen im Ranking den dritten Rang.  

Vorsicht vor den jungen Wilden
Mit Birgit Michels und Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim hat der DBV ein wirklich heißes Eisen im Feuer. Schon im vergangenen Jahr stand das deutsche Vorzeige-Damendoppel im Finale der Bitburger Open – jetzt sind die Weltranglisten-21. sogar an Position eins gesetzt. Vom Papier her kommt die gewichtigste Konkurrenz aus England. Heather Olver und Kate Robertshaw folgen auf der Zwei, Lauren Smith und Gabrielle White auf der Drei. „Doch Vorsicht vor den jungen Asiaten, die hier gemeldet haben“, warnt Frank Liedke und hat hier vor allem die auf Rang vier gesetzten Hui Ern Ng und Hui Lin Ng auf der Rechnung. „Die vom malaysischen Badmintonverband schicken niemand durch die halbe Welt, nur weil es in Saarbrücken so schön ist. Diese Talente sind bestens ausgebildet und enorm ehrgeizig – die wollen was gewinnen“, meint Liedke.

Nicht vorne gesetzt – aber in Lauerstellung
Im Herrendoppel ergeben sich neue, spannende Konstellationen. Das Duo Ingo Kindervater und Johannes Schöttler holte sich im vergangenen Jahr den Titel bei den Bitburger Open. Doch dieses erfolgreiche Gespann, das auch bei den olympischen Spielen in London an den Start ging, wurde nun schon in Hinblick auf die Spiele 2016 in Rio de Janeiro getrennt. Kindervater vom 1. BC Bonn-Beuel steht jetzt zusammen mit dem jungen Max Schwenger vom TV Refrath auf dem Court. Schöttler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim spielt mit seinem Vereinskollegen Michael Fuchs an seiner Seite. Aufgrund der neuen Zusammensetzungen erspielten sich die beiden Doppel noch kaum Weltranglistenpunkte – das drückt sich dann auch in der Setzliste aus. Nur Fuchs und Schöttler werden an der Position sieben geführt. Potenzial für ganz vorne mitzumischen, haben aber beide Doppel. Beste Chance auf eine Finalteilnahme besteht auch bei Maneepong Jongjit und Nipitphon Puangpuapech aus Thailand. Sie belegen den Setzplatz Nummer eins und stehen in der Weltrangliste auf Platz 12. Dahinter folgen mit den Engländern Chris Adcock und Andrew Ellis sowie Chris Langridge und Peter Milles zwei Doppel aus dem Mutterland des Badmintons. Adcock und Ellis sind in der Welt auf Rang 19 platziert, Langridge und Milles auf der 22.

Nur Außenseiter-Chancen
Im Gegensatz zu den Herren sieht es aus deutscher Sicht im Dameneinzel nicht so rosig aus. Nachdem die Vorjahressiegerin und Weltranglistendritte Juliane Schenk nicht meldete und Olga Konon verletzt ist, konzentrieren sich die Hoffnungen auf Karin Schnaase, die auf Position sieben geführt wird. Allerdings hat die Spielerin vom SC Union Lüdinghausen im Frühjahr dieses Jahres ihre internationale Karriere in der deutschen Nationalmannschaft beendet. Was ihr zuzutrauen ist, bleibt abzuwarten. Die Favoriten kommen von daher wohl eher aus Thailand, Spanien und Schottland. Nichaon Jindapon ist an Position eins gesetzt und hat in der Welt den 15. Rang inne. Die Spanierin Carolina Marin ist in der Weltrangliste auf der 18 positioniert, in Saarbrücken bringt ihr das den Setzplatz zwei ein. Ein Wörtchen mitreden möchte sicher auch Kirsty Gilmour, die Schottin folgt auf Rang drei.

Mehr als nur Badminton
Abgesehen von hochklassigem Sport wird bei den Bitburger Badminton Open traditionell auch ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten. Da wäre beispielsweise die Verkaufsmesse, die traditionell im Foyer der Saarlandhalle stattfindet. Hier können Schnäppchen-Jäger bei verschiedenen Sportartikelherstellern zu speziellen Messe-Konditionen einkaufen. Und was wäre das Turnier ohne seine legendäre Players Party? Sie ist mittlerweile eine Institution, die zu den Bitburger Open gehört wie der weiß-gefiederte Ball selbst. Nachdem die Veranstalter das Jubiläum nutzten, um wie in alten Zeiten in der Saarlandhallte zu feiern, gibt es in diesem Jahr eine neue Örtlichkeit. Am Turniersamstag, 2. November, findet die Players Party ab 21 Uhr erstmals im Congress Centrum Saar statt. Liedke: „Wir haben das Konzept der Party etwas verändert. So wird es einen eigenen Bereich für die kulinarischen Köstlichkeiten geben. Und dem Ganzen verleihen wir etwas mehr einen Lounge-Charakter. Aber natürlich bleibt die Grundidee erhalten: Tanzen, feiern, lachen, Spaß haben, Party machen – bis zum Abwinken.“

Und los geht es …

Bitburger Open mit Paukenschlag – Erstrundenaus von Titelaspirant Marc Zwiebler

Am kommenden Sonntag werden es noch 16 Athleten sein, die um die fünf Titel bei den 27. Bitburger Badminton Open kämpfen. Doch erst einmal stiegen heute die ersten von insgesamt 360 Spitzenspielern aus 37 Ländern in das mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierte Grand-Prix Gold Turnier ein. Die Bälle flogen zwar schon ab 11 Uhr in der Qualifikation. Pünktlich zur ersten Runde Herreneinzel um 16 Uhr eröffneten Turnierdirektor Frank Liedke und Saarbrückens Sportdezernent Harald Schindel zusammen mit den internationalen Schiedsrichtern dann auch offiziell die 27. Auflage dieses Traditionsturniers.
 
Und der erste Turniertag legte direkt einmal mit einem Paukenschlag los: In den vergangenen beiden Jahren stand er im Finale und auch jetzt zählte Deutschlands bester Einzelspieler zu den heißen Anwärtern auf den Titel. Doch heute war für den an Position vier gesetzten Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim schon Endstation. Der 30-jährige unterlag Yan Kit Chan aus Hongkong mit 21:17, 11:21 und 14:21. „Ich denke, es war ein gutes Spiel. Nur lief heute einfach vieles gegen mich. Mein Gegner hat wirklich extrem genau und fehlerfrei gespielt. Und ich habe es nicht geschafft, mir irgendwie eine Führung zu erarbeiten. Das hätte sicherlich geholfen, um mehr Ruhe in mein Spiel zu bringen. Vielleicht waren die vergangenen sechs Wochen auch einfach ein bisschen zu viel. Ich bin auf jeden Fall sehr enttäuscht und brauche nun ein paar Tage Ruhe. Aber viel Zeit bleibt sowieso nicht, um Trübsal zu blasen … und ich hoffe einfach, es kommen wieder bessere Tage“, sagte der in der Weltrangliste auf Platz 20 stehende Zwiebler. Beinahe hätte ein weiterer Titelfavorit daran glauben müssen. Tien Chen Chou aus Taiwan gewann am vergangenen Sonntag in Paris noch die mit 275.000 Dollar dotierten French Open. Und auch die beiden Jahre zuvor konnte er sich in die Siegerliste der Bitburger Open eintragen. Doch heute tat er sich beim 13:21, 21:12 und 22:20 gegen den Esten Raul Must extrem schwer und stand am Rande einer Niederlage.

Obwohl Dieter Domke vor viereinhalb Wochen am Meniskus operiert wurde, stand er heute wieder auf dem Platz. Den ersten Satz gegen den Russen Anatoliy Yartsev gewann der 27-Jährige sogar mit 23:21, doch für den zweiten trat der an Position zwölf gesetzte Domke dann nicht mehr an. „Ich hatte zwar keine Schmerzen, aber ich habe mich sehr unwohl gefühlt. Ein falscher Schritt und … nein, so viel Risiko wollte ich nicht eingehen. Das war heute ein Sieg der Vernunft – auch wenn es wirklich sehr wehtut, wenn man das beste Turnier im Jahr so früh verlassen muss“, sagte der Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Sein jüngerer Bruder Richard vom TV Refrath musste ebenfalls schon im ersten Satz in seinem Qualifikationsspiel das Handtuch werfen.

Auch für den dritten Akteur des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim war in der ersten Runde schon Schluss. Lukas Schmidt unterlag dem Niederländer Erik Meijs mit 21:14, 6:21 und 11:21. Im Hauptfeld des Herreneinzels standen aber auch noch weitere Spieler des Deutschen Badminton Verbandes (DBV). Daniel Benz, Patrick Kaemnitz, Fabian Roth, Kai Schaefer und Tobias Wadenka schafften es über den Weg der Qualifikation ins Hauptfeld. Durchsetzen konnten sich hier Fabian Roth vom TV Refrath und Kai Schaefer vom SV Fun-Ball Dortelweil. Roth siegte gegen den Russen Andrey Parokhodin mit 21:8 und 21:17. Der Jugend-Europameister von 2013 trifft morgen auf Wing Ki Vincent Wong aus Hongkong. Kai Schaefer kegelte Jiann Shiarng Chiang aus Malaysia mit 23:21 und 21:16 aus dem Turnier. Er muss nun gegen Jen Hao Hsu aus Taiwan antreten.

Nachdem am Montagabend die Team-Manager tagten, gab es zunächst einen Nackenschlag zu verdauen. So mussten die Veranstalter ein paar Absagen für das Turnier hinnehmen. Etwa hat nach seinem Erfolg am vergangenen Sonntag bei den French Open das Herrendoppel Carsten Mogensen und Mathias Boe die Teilnahme an den Bitburger Open zurückgezogen. Hinzu kommt auch im Einzel Viktor Axelsen. Die Dänen waren in ihren Disziplinen jeweils an Position eins gesetzt. Ebenfalls kam es bei der ausgetragenen Qualifikation nicht zu der spannenden Konstellation, dass beispielsweise der Weltmeister und Olympiasieger Nan Zhang aus China hier mit einem jungen Spieler an seiner Seite ins Turnier startete. Auch hier heiß es am Ende: Das Doppel tritt nicht an. Bei den Deutschen lösten neben den schon genannten Herreneinzelspielern noch ein Herrendoppel und zwei Damendoppel das Ticket für einen Platz im Hauptfeld. Im Dameneinzel war in der Qualifikation keine Deutsche gemeldet. Und im Mixed zog ein Duo des DBV in die nächste Runde. Wobei zu sagen ist: Der überschaubare Spielplan der Qualifikation sah heute mehrere Aufeinandertreffen deutscher Spieler vor. Morgen um 10 Uhr beginnt dann die erste Runde im Dameneinzel, Damen- und Herrendoppel sowie Runde zwei im Herreneinzel. Die Mixed-Akteure greifen erst ab Donnerstag in das Geschehen ein.

Vier deutsche Doppel stehen im Viertelfinale

Bei den Bitburger Badminton Open trennt sich die Spreu vom Weizen

Wer zieht ins Viertelfinale ein? Darum ging es heute bei den 27. Bitburger Badminton Open in der Saarbrücker Saarlandhalle. Dabei hatten die Deutschen nur noch Chancen über die Doppel, sich einen Platz in der Runde der letzten Acht zu sichern. Nach dem gestrigen Tag waren sowohl im Damen- wie auch im Herreneinzel keine Spieler des Deutschen Badminton Verbandes (DBV) mehr vertreten. Am Ende des heutigen Tages war klar: Beim mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier werden morgen vier Partien mit deutscher Beteiligung gespielt. Für das um 12 Uhr beginnende Viertelfinale haben sich ein Herrendoppel, ein Damendoppel sowie zwei Mixed qualifiziert.

Im Herrendoppel vertraten noch drei Paare die schwarz-rot-goldenen Farben. Ins Viertelfinale schafften es nur Michael Fuchs und Johannes Schöttler. Sie besiegten die vorher als sehr unangenehme Gegner eingestuften Indonesier Alvent Yulianto Chandra und Yonathan Suryatama Dasuki souverän mit 21:13, 21:15. Die beiden an Position drei gesetzten Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim treffen nun wieder auf ein Doppel aus dem Inselstaat. Morgen geht es gegen  Berry Angriawan und Ricky Karanda Suwardi, die auf der Setzliste an Position sieben zu finden sind. Ausgeschieden sind derweil Fabian Holzer vom SV Fun-Ball Dortelweil und Mark Lamsfuß vom 1. BC Wipperfeld. Die Polen Adam Cwalina und Przemyslaw Wacha hatten mit 19:21, 21:17 und 21:12 knapp die Nase vorne. Auch für Max Schwenger vom TV Refrath und Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen war heute Endstation. Doch die beiden verkauften sich teuer. Die an Position sechs gesetzten Chinesen Yilv Wang und Wen Zhang kamen beim 14:21, 21:13 und 21:19 ganz schön ins Schwitzen.

Im Damendoppel gab es nur noch eine Chance auf ein Weiterkommen. Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim und Carla Nelte vom TV Refrath mussten gegen das Duo Nadia Fankhauser aus der Schweiz und Sannatasah Saniru aus Malaysia antreten. Und die beiden Deutschen legen los wie die Feuerwehr – mit 21:11 holten sie sich den ersten Satz. Im zweiten ließen sie nichts mehr anbrennen und schlossen ihn mit 21:18 ab. Nun warten zwei Chinesinnen: Dongni Ou und Yu Xiaohan waren heute dafür verantwortlich, dass die an Position eins gesetzten Niederländerinnen Eefje Muskens und Selena Piek die Heimreise antreten müssen. „Morgen wartet ein harter Brocken. Wie die heute die an Nummer eins Gesetzten mit zweimal 21:12 wegputzten, das war souverän. Wir müssen morgen 100 Prozent geben, geduldig spielen und uns gut bewegen, um eine Chance zu haben. Das Problem ist: Das sind ganz junge Chinesinnen, die wir gar nicht kennen. Aber unsere Trainer haben ihre Spiele aufgezeichnet, so dass wir gut vorbereitet in die Partie gehen“, erklärte Johanna Goliszewski, die wie Michael Fuchs und Johannes Schöttler heute ein Mammutprogramm mit drei Partien abspulte.

Bis heute mussten die gemischten Doppel warten, bis sie endlich die Courts betreten durften. Die Mixed-Paare spielten dann auch gleich zwei Runden aus. Sie eröffneten den Turniertag und beendeten ihn. Gestartet mit sechs deutschen Vertretern waren es nach Durchgang eins immer noch vier Paare, die um den Einzug ins Viertelfinale kämpften. Geschafft haben es die an Position zwei gesetzten Michael Fuchs und Birgit Michels vom 1. BC Beuel. Sie machten beim 21:11 und 21:17 mit Jorrit De Ruiter und Samantha Barning aus den Niederladen nicht viel Federlesen. Birgit Michels meinte zum Spiel: „Wir konnten eine konstante Leistung abrufen. Wir hatten das Match immer unter Kontrolle und es ist uns gelungen, die Konzentration permanent oben zu halten. Und jetzt heißt es, weiter Spaß zu haben.“ Als Spaßverderber wollen sich morgen Longfei Shi und Qianxin Zhong aus China betätigen, die heute ihre auf Rang fünf notierten Landsleute Kaixiang Huang und Yi Fan Jia aus dem Turnier beförderten.

Dass mindestens ein deutsches Mixed die nächste Runde erreicht, war schon vorher klar. So sah das Turnier-Tableau ein internes Duell vor. Hier gewannen Johannes Schöttler und Johanna Goliszewski gegen die an Position acht gesetzten Peter Käsbauer und Isabel Herttrich – beide vom PTS Rosenheim. Die Bayern hatten am Ende mit 21:13, 19:21 und 14:21 das Nachsehen gegen ihre Teamkollegen. „Wir kennen die beiden aus zahllosen Trainingsspielen. Wir wollten heute mit Spaß an die Sache rangehen und schauen, was rauskommt. Und wir waren am Ende die Glücklichen“, erklärte Johanna Goliszewski. Auf sie und Schöttler warten nun Alfian Eko Prasetya und Annisa Saufika aus Indonesien. Eine Sensation hätten heute Raphael Beck vom TV Refrath und Kira Kattenbeck vom BV RW Wesel gebraucht, um die nächste Runde zu erreichen. Die beiden mussten gegen Chris und Gabrielle Adcock aus England antreten. Das Ehepaar ist derzeit in der Welt auf dem fünften Platz gelistet und hier steht es ganz oben auf der Setzliste. Schon in der ersten Runde kamen die in der Setzliste an Nummer vier gelegenen Max Schwenger und Carla Nelte unter die Räder. Die beiden Akteure vom TV Refrath verloren mit 21:15, 10:21 und 17:21 gegen das irische Geschwisterpaar Sam und Chloe Magee.

Im Damen- und Herreneinzel kam es heute zu keiner großen Überraschung. Die Favoriten wurden ihrer Rolle größtenteils gerecht. So ist auch Tien Chen Chou weiter. Der Bitburger Open Gewinner der vergangenen beiden Jahre aus Taiwan ist durch seinen Sieg bei den French Open am Sonntag zuvor in der heute neu veröffentlichten Weltrangliste von Position 13 auf acht geklettert. Auch der an Nummer drei gesetzte Chinese Houwei Tian hatte keine Mühe. Bei den Damen zieht die Weltmeisterin Carolina Marin aus Spanien einsam ihre Kreise. Eine halbe Stunde benötigte sie für das 21:9 und 21:12 gegen Rong Schafer aus den USA.

Tasche packen, nach Saarbrücken kommen – und von den Besten lernen

Spezielles Trainings-Angebot für Vereine und Verbände – Federbälle als Gastgeschenk

Vor vier Jahren riefen die Organisatoren der Bitburger Badminton Open eine Aktion ins Leben, die sich mittlerweile zu einem echten Volltreffer entwickelt hat. Die Idee dahinter war, dass sich Kinder und Jugendliche nicht nur die Badminton-Stars während des Grand-Prix Gold Turniers gerne anschauen, sie wollen sich selbst bewegen und den Schläger schwingen. Sie wollen die Tricksereien, Kniffe sowie Finten der Großen nachmachen und in die Praxis umzusetzen. Dafür hat man ein interessantes Angebot für alle Vereine und Landesverbände geschnürt. Wenn beim Grand-Prix Gold Turnier die Halbfinal- und Finalpartien ausgetragen werden, besteht für den Badminton-Nachwuchs wieder die Möglichkeit, mit Spielern des amtierenden Vize-Meisters und fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeisters 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ein Training zu absolvieren. Im vergangenen Jahr gaben hier beispielsweise Nationalspieler wie Olga Konon, Dieter Domke, Lukas Schmidt sowie Altmeister Joachim Tesche ihre besten Tipps & Tricks an die Kids weiter. Dabei trainierte man sogar auf den Courts am Olympiastützpunkt – dort, wo auch die besten deutschen Spieler täglich schwitzen und sich auf die großen Turniere vorbereiten.

Am 2. November von 9 bis 14 Uhr und am 3. November von 9 bis 13 Uhr finden auch in diesem Jahr wieder solche Trainingseinheiten statt. „Danach laden wir die Gruppe noch zu den Halbfinals beziehungsweise Finals der Bitburger Open ein. Gemeinsam geht es zur Saarlandhalle, um die Duelle der Badmintonprofis hautnah zu erleben“, sagt Turnierdirektor Frank Liedke. Und das Beste: Es gibt noch ein besonderes Gastgeschenk: Für seine Jugendarbeit bekommt der jeweilige Verband oder Verein für jedes teilnehmende Mitglied ein halbes Dutzend Naturfederbälle von Wilson mit nach Hause. „Mittlerweile haben wir viel mehr Anmeldungen, als wir an diesen beiden Tagen überhaupt bewältigen können. Daher haben wir die fairste aller Lösungen gewählt. Nach dem Meldeschluss losen wir die Vereine oder Verbände aus, die in den Genuss der Trainingseinheiten kommen“, erklärt Frank Liedke.

Anmeldungen sind noch bis zum 18. Oktober 2013 beim Koordinationsbüro der Bitburger Open möglich. Oder einfach eine E-Mail mit Teilnehmerzahl und Ansprechpartner an Tim Peiler schicken – tim@bc-bischmisheim.de. „Bei den glücklichen Gewinnern des Losverfahrens melden wir uns dann vor der Veranstaltung, um die genaue Uhrzeit und den Trainingsort abzustimmen. Wichtig ist natürlich, dass jeder Teilnehmer eine komplette Badmintonausrüstung mit Schläger, Sportbekleidung und Hallenschuhe mitbringt“, erklärt Tim Peiler, der die Trainingseinheiten organisiert und koordiniert.

Deutsche Titelträume platzen

Bei den Bitburger Badminton Open sind die Teilnehmer der Endspiele ermittelt

Bei den Bitburger Badminton Open steht nun fest, wer die morgen ab 14 Uhr beginnenden Endspiele bestreitet. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in der Saarbrücker Saarlandhalle wurde heute das Halbfinale ausgetragen. Dabei hatte das Mixed Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel die Möglichkeit, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. mit Michael Fuchs und seinem Vereinskollegen Johannes Schöttler hatten die Deutschen eine Chance auf eine weitere Finalteilnahme. Beide Doppel verpassten jedoch den Sprung in den Schlussakt des Traditionsturnieres. Der wird ganz klar von den Akteuren aus China beherrscht. Die Badminton-Großmacht ist in den Finalspielen der fünf Disziplinen gleich fünf Mal vertreten.

Das gemischte Doppel Michael Fuchs und Birgit Michels machte den Anfang bei den Halbfinalspielen. Und sie konnten sich heute den Weg zur Titelverteidigung ebnen. Doch die an Position zwei gesetzten Deutschen setzten diesen Vorsatz nicht in die Tat um. Die Weltranglisten-Neunten verloren gegen Alfian Eko Prasetya und Annisa Saufika aus Indonesien mit 21:12, 18:21 und 15:21. „Das ist natürlich ein großer Mist. Wir sind gut in die Partie gestartet, aber so nach und nach kauften sie uns den Schneid ab. Mitte des zweiten Durchgangs kamen dann noch leichte Fehler von uns hinzu. Im dritten konnten wir den Hebel einfach nicht umlegen und wir sind früh einem Rückstand hinterhergelaufen – den wir nicht mehr aufholen konnten“, sagte ein enttäuschter Fuchs. Die siegreichen Indonesier treffen nun auf das Duo Si Wei Zheng und Qingchen Chen. Die Chinesen haben heute überraschend das Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock mit 14:21, 21:14 und 21:18 aus dem Turnier befördert. Dabei waren die Engländer an Position eins gesetzt und sind aktuell Weltranglisten-Fünfte.

Michael Fuchs war heute gleich zweimal im Einsatz. Denn auch im Herrendoppel bestand an der Seite Johannes Schöttlers noch die Chance, in die Schlussrunde einzuziehen. Gegen das dänische Gespann Andres Skaarup Rasmussen und Kim Astrup Sorensen mussten sie aber mit 21:11, 19:21 und 21:12 eine empfindliche Niederlage einstecken. „Wir hatten sehr gut begonnen, doch im zweiten Satz wurden wir nachlässig und gaben gegen Ende die Kontrolle über das Spiel aus der Hand. Und die Dänen haben sich immer besser gestellt, haben alles zurückgeschlagen, was wir ihnen da präsentierten. So bekamen wir keinen Zugriff mehr auf die Partie. Auch merkten wir irgendwann, dass die vielen Spiele ihren Tribut zollten – der Akku ging zu neige“, erklärte Schöttler. Und Chef-Bundestrainer Holger Hasse meinte zum Spiel: „Es ist sehr schade für die Jungs, die hier alles gegeben haben. Toller Beginn, mittelmäßiger zweiter Satz und am Ende lief dann leider nichts mehr zusammen. Hinzu kommen noch ein paar Entscheidungen, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Das war ein sehr emotionsgeladenes Spiel in eigener Halle… musste da diese gelbe Karte im dritten Satz gegen Fuchs wirklich sein? Das soll jetzt aber keine Entschuldigung sein. Die Dänen machten das heute sehr gut. Sie waren einfach besser.“ Im zweiten Herrendoppel standen sich die Chinesen Yilv Wang und Wen Zhang und Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov aus Russland gegenüber. Und wie heute mehrfach passiert, hatten auch in dieser Partie die Europäer das Nachsehen. Die amtierenden Europameister unterlagen mit 11:21, 25:23 und 11:21.

Scott Evans ist ein gerngesehener Dauergast bei den Bitburger Open. Doch egal wie es morgen ausgeht, der Ire konnte mit seinem heutigen Finaleinzug schon seinen größten Erfolg bei diesem Traditionsturnier feiern. Mit 21:16 und 21:10 bezwang er den auf Rang sieben gelisteten Prannoy H.S. aus Indien. Nun wartet Tien Chen Chou, der heute im besten Spiel des Tages mitwirkte. Der Taiwanese und Houwei Tian aus China lieferten sich im eine Badminton-Schlacht vom Feinsten. Dieses Spiel hatte alles, was diesen Sport ausmacht. Dramatik, Dynamik, Action – ja, sogar hitzige Diskussionen um Schiedsrichterentscheidungen. Oder wie es der ehemalige deutsche Nationalspieler Joachim Tesche auf den Punkt brachte: „Eines der besten Herreneinzel, die ich je in Saarbrücken gesehen habe.“ Dabei hatte der Weltranglisten-Achte Tien Chen Chou eine Mission. Er will den dritten Bitburger Open Titel in Folge und die Nummer zwei der Setzliste tat alles dafür, dieses Ziel zu erreichen. In einer intensiven Begegnung gewann er gegen den in der globalen Rangliste nur einen Rang schlechter platzierten Houwei Tian mit 21:14, 16:21 und 21:19. Eine unglaubliche Energie-Leistung des Taiwanesen, da er schon am vergangenen Sonntag bei den mit 250.000 Dollar Preisgeld ausgestatteten French Open in Paris ganz oben auf dem Treppchen stand.  

Im Dameneinzel kam es heute zu einem Favoritensturz. Und dabei traf es keine Geringere als die Ende August zur Weltmeisterin gekürte Carolina Marin aus Spanien. Die an Nummer eins der Setzliste stehende 21-Jährige musste sich mit 19:21 und 14:21 Sun Yu aus China geschlagen geben. „Ich bin mit dem Turnier eigentlich ganz zufrieden. Denn ich habe nach meiner Knöchelversetzung erst diese Woche wieder mit dem Training begonnen. Jetzt will ich erst einmal in die Heimat nach Spanien, um dort fit zu werden. Und dann werde ich bei den China Open in zehn Tagen wieder angreifen“, sagte die Weltranglisten-Achte. Die 20-jährige Chinesin Sun Yu wird in der Setzliste auf Rang vier geführt und in der Welt auf 31. Sie trifft nun auf ihre Landsfrau Bing Jiao He. Die erst 17-Jährige konnte die auf Position zwei geführte und in der Weltrangliste auf Platz 14 stehende Michelle Li aus Kanada recht deutlich mit 21:16 und 21:10 bezwingen. Im Halbfinale des Damendoppels gab es ein internes Duell zweier chinesischer Paare. Hier setzten sich Dongni Ou und Yu Xiaohan gegen die an Position fünf gesetzten Landsleute Xia Huan und Qianxin Zhong mit 21:12 und 24:22 durch. Das Gespann aus dem Reich der Mitte trifft im Schlussakkord auf Ekanerina Bolotova und Evgeniya Kosetskaya aus Russland, die heute gegen Yuanting Tang und Huang Yaqiong aus China mit 21:19, 8:21 und 21:19 die Oberhand behielten.

Nachdem heute für die letzten Deutschen das Turnier beendet war, zog Holger Hasse sein Fazit: „Alles in allem war es für uns ok – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir wissen, dass wir in den Einzeldisziplinen mehr zeigen müssen. Aber Marc Zwiebler und Karin Schnaase haben eine lange Turnierphase hinter sich, so dass sie hier nicht ihren normalen Leistungsstand abrufen konnten. Vor allem aber die jungen Spieler haben ihre Sache sehr ordentlich gemacht.“

Startschuss für die 27. Bitburger Badminton Open

Grand-Prix Gold Turnier eröffnet

Die Bälle flogen zwar schon ab 11 Uhr in der Saarlandhalle. Doch erst um 16 Uhr haben Turnierdirektor Frank Liedke und Saarbrückens Sportdezernent Harald Schindel zusammen mit den internationalen Schiedsrichtern die 27. Auflage der Bitburger Badminton Open auch offiziell eröffnet. Insgesamt 360 Spitzenspieler aus 37 Ländern treten nun beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in den sportlichen Wettstreit. Mögen die Spiele beginnen. Sieg oder Niederlage. Fühlt sich gut an. Badminton, schön dass Du wieder da bist.

Olympia schwingt schon mit

Hohes Niveau bei den 27. Bitburger Badminton Open – viele Nationen testen für Rio

Vom 28. Oktober bis 2. November 2014 treten bei den 27. Bitburger Badminton Open insgesamt 360 Spitzenspieler aus 37 Ländern in den sportlichen Wettstreit. Sie reisen aus der ganzen Welt nach Saarbrücken – von Kanada über Mauritius bis nach Japan. Und beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in der Saarlandhalle sind natürlich auch alle deutschen Topathleten am Start. Bis dato war das Heimturnier für sie stets ein gutes Pflaster. Ein Blick in die Historie zeigt: Die Deutschen liefern hier immer tolle Leistungen ab. Sie standen im Finale oder sie trugen sich auch schon sehr oft in die Siegerliste ein – was bei anderen Wettkämpfen auf vergleichbarem Niveau nicht immer gelingt. „Schaut man sich die diesjährigen Meldungen an, ist schön zu sehen, dass die einzelnen Nationen sich strategisch schon sehr stark auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 ausrichten. Am 1. Mai 2015 beginnt nämlich die Qualifikationsphase“, erklärt Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton Verbandes e.V. (DBV). Bedeutet: Es wird viel getestet – verschiedene Möglichkeiten werden ausprobiert.

So darf sich der Laie von der Setzliste nicht beirren lassen. Ein Beispiel: Der Chinese Nan Zhang wurde 2011 Weltmeister im Mixed und gewann in dieser Disziplin in London olympisches Gold. In Saarbrücken wird er allerdings in der Qualifikation starten – denn er spielt im Herrendoppel mit einem Nachwuchsathleten zusammen. Ebenso tritt Thien How Hoon aus Malaysia in der Quali an. Zusammen mit Wee Kiong Tan bilden sie ein Herrendoppel, das derzeit in der Welt auf Platz sieben steht. Doch beide bekommen jetzt einen anderen Partner an ihre Seite. „Da spielen Leute in der Qualifikation, die sehr weit kommen können“, weiß Kranitz und erläutert: „Das Turnier hat einen vorolympischen Charakter. Indiz dafür ist auch, dass die Badminton-Nationen Indonesien, Malaysia und China in großer Teamstärke antreten. Das Niveau ist somit sehr hoch und die Qualität ist deutlich stärker als in den beiden Jahren zuvor. Für uns wird es da natürlich schwer. Aber es ist alles eng beieinander. Und so sind Vorhersagen nur schwer zu treffen.“ Das verspricht Spannung, was natürlich die Zuschauer freuen dürfte.

Im Herreneinzel ist Viktor Axelsen an Position eins gesetzt. Der Däne gewann bei der Weltmeisterschaft in Kopenhagen Ende August Bronze. Dahinter folgt der Bitburger Open Gewinner der vergangenen beiden Jahre, Tien Chen Chou aus Taiwan. Auf Rang drei der Setzliste befindet sich der Chinese Houwei Tian, der in der Weltrangliste den 14. Platz belegt. Marc Zwiebler wird in Saarbrücken auf der Vier geführt. Deutschlands bester Einzelspieler vom 1. BC Bischmisheim steht mittlerweile im globalen Ranking auf Position 21 – mit Tendenz nach oben. Jüngst gewann der 30-Jährige hintereinander die Meisterschaften von Bulgarien und Tschechien. Am Turnierdienstag trifft Zwiebler in seiner Erstrundenpartie auf Yan Kit Chan aus Hongkong. Sein Vereinskollege Dieter Domke hat auch für das Turnier gemeldet und belegt in der Setzliste die Position 12. Doch der 27-Jährige hatte sich erst Ende September am Knie verletzt und musste am Meniskus operiert werden. Bis dato konnte er nur leicht trainieren – von daher wird es für ihn sehr schwer. In der ersten Runde muss Domke gegen den Russen Anatoliy Yartsev antreten.

Die Deutschen haben im Herrendoppel mit Michael Fuchs und Johannes Schöttler ein heißes Eisen im Feuer. Die beiden Spieler des 1. BC Bischmisheim sind in der Setzliste auf der dritten Position angesiedelt. Im ersten Spiel müssen sie gegen das chinesische Duo Kaixiang Huang und Si Wei Zheng antreten. Hinter dem DBV-Gespann stehen die Europameister auf Rang vier, Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov aus Russland. Nur schwer zu schlagen, werden aber sicher die beiden Dänen Carsten Mogensen und Mathias Boe sein. Das Spitzen-Doppel ist derzeit in der Welt auf Platz drei zu finden – und es konnte sich schon dreimal in die Siegerliste des Turniers eintragen. Hinter den beiden Führenden der Setzliste reihen sich ihre Landsleute Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding ein.  

Das Damenfeld wird von der frischgebackenen Weltmeisterin Carolina Marin angeführt – sie ist hier wohl das Maß aller Dinge. Hinter der im globalen Ranking auf Position neun stehenden Spanierin folgen dann Michelle Li aus Kanada und Beiwen Zhang aus Malaysia. Vertreter der schwarz-rot-goldenen Farben schafften es nicht in die Setzliste. Mit Karin Schnaase vom SC Union Lüdinghausen ist nur eine Spielerin im Hauptfeld zu finden. Die deutsche Meisterin trifft in ihrer Auftaktpartie auf die Russin Natalia Perminova.

Anders sieht die Sache wiederrum im Mixed aus. Michael Fuchs und Birgit Michels vom 1. BC Beuel konnten im Jahr zuvor den Titel bei den Bitburger Open gewinnen – nun werden sie in der Setzliste auf Position zwei geführt. Vor ihnen stehen ihre Finalgegner aus dem Vorjahr: Das Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock aus England ist derzeit in der Welt auf dem fünften Platz gelistet. „Wir werden natürlich alles daran setzen, unseren Titel zu verteidigen. Doch ein Blick auf die Meldeliste zeigt: Das wird in diesem Jahr sehr schwer. Das Mixed und auch das Herren-Doppel sind überaus stark besetzt. Da kann man nichts versprechen – außer, dass wir natürlich alles versuchen werden, so weit wie möglich zu kommen. Denn eines ist auch klar. So ein Turnier daheim hat seine eigene Dynamik und ist immer etwas ganz besonders“, sagt Michael Fuchs, der mit Birgit Michels zusammen auf dem achten Weltranglistenplatz rangiert. Die Deutschen müssen bei der Ouvertüre gegen Evgenij Dremin und Evgenia Dimova aus Russland bestehen. Ebenfalls vorne zu finden, ist das gemischte Doppel Max Schwenger und Carla Nelte. Die beiden Akteure vom TV Refrath stehen auf Position vier und müssen in ihrem ersten Spiel gegen das irische Geschwisterpaar Sam und Chloe Magee antreten.

Dabei geht Carla Nelte auch im Damendoppel an den Start und ist mit ihrer Spielpartnerin Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim auf dem siebten Rang notiert. Sie müssen sich in ihrem ersten Spiel gegen Ya Ching Hsu und Yu Po Pai aus Taiwan behaupten. Laut Liste sind in dieser Disziplin die Niederländerinnen Eefje Muskens und Selena Piek favorisiert – die in der Welt auf Rang elf stehen. Dahinter folgen Gabriela und Stefani Stoeva aus Bulgarien, vor Anastasia Chervyakova und Nina Vislova aus Russland.

Noch bevor der erste Ball die Netzkante überquerte, kann Turnier-Direktor Frank Liedke eine gute Nachricht für diese Traditionsveranstaltung verkünden: „Seit 2003 ist unser Turnier nach der bekannten Brauerei aus der Eifel benannt. Und wir sind sehr froh, dass wir den Sponsoren-Vertrag mit Bitburger um zwei weitere Jahre verlängern konnten. Das ist ein klares Bekenntnis zu unserer langjährigen vertrauensvollen Partnerschaft und auch zur Region“.

Der frühe Vogel… spart beim Ticket

Jetzt schon an die Bitburger Badminton Open denken und Frühbucherrabatte sichern

Der deutsche Badminton-Sport befindet sich derzeit im Höhenflug. Die deutsche Nationalmannschaft wurde erstmals Mixed-Europameister. Spitzenspieler wie der amtierende Europameister Marc Zwiebler rüc...

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Türen auf für die Sportgenießer

Theater, Oper, Kino oder Sport sind für alle da: Bitburger Badminton Open beteiligt sich an Kulturschlüssel Saar

Das Telefon klingelt. Marcus Braun kann sich schon denken, wer da an der anderen Leitung ist. Und tatsächlich: Es ist der Anruf von Peter Weber. Die beiden Männer kennen sich zwar nicht, doch haben sie sich zu einem Besuch bei den Bitburger Badminton Open verabredet. Jetzt gilt es, noch kurz die Details zu klären. Ohne die Hilfe von Peter Weber käme der Badmintonfan nämlich nicht in die Saarbrücker Saarlandhalle. Der 26-Jährige ist stark körperbehindert. Einen Führerschein besitzt der Rollstuhlfahrer nicht und alleine in den Bus einzusteigen, das ist ihm fast unmöglich. Deshalb ist es gut, dass es Peter Weber gibt. Er wird Marcus Braun zum 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier begleiten. So oder so ähnlich könnte sich das Szenario abspielen … Zusammengebracht hat die beiden dann der Kulturschlüssel Saar, der Anfang des Jahres vom Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte im Saarland e.V. ins Leben gerufen wurde. „Damit alle am kulturellen Leben teilnehmen können, vermitteln wir freiwillige Begleiter und Freikarten an Menschen, die nicht alleine ins Theater, zu Sportveranstaltungen, in den Zoo oder ins Kino gehen können“, erklärt Projektleiterin Susanne Burger. Einer der derzeit rund 30 Kulturspender sind nun auch die Bitburger Badminton Open. Der Veranstalter stellt Eintrittskarten für das Grand-Prix Gold Turnier zur Verfügung. „Als wir von dem Projekt hörten, waren wir begeistert. Und wir haben direkt unsere Zusage gegeben. Wir bieten mit den Bitburger Open eine interessante sportliche Veranstaltung, zu der wir die Besucher mit Handicap samt ihre Begleiter gerne einladen. Dafür stellen wir gerne Freikarten zur Verfügung. So können wir Menschen unterstützen, die ansonsten oft nur Zaungast des wahren Lebens sind und wir ermöglichen ihnen einen Zugang zu der sportlichen Vielfalt unseres Landes“, sagt Turnierdirektor Frank Liedke.

Sportgenuss ganz einfach
Das Konzept des Kulturschlüssels Saar ist denkbar simpel. Es basiert auf drei Säulen: Auf der einen Seite gibt es die Kulturgenießer. Das sind die Menschen, die nicht alleine zu einer Veranstaltung gehen möchten oder können. Für sie vermittelt das Projekt einen Gefährten – das sind die Kulturbegleiter. Durch ihre Hilfe nehmen viele Menschen erstmals oder nach langer Zeit wieder am kulturellen oder sportlichen Leben teil. Der Dritte im Bunde sind die Kulturspender – also die Veranstalter. Der Kulturschlüssel Saar spricht diese an, ob sie im Zuge des Projektes bereit sind, Freikarten für die freiwillige Begleiter zu spendieren. Der Kulturschlüssel hat sich zur Aufgabe gemacht, diese drei Eckpfeiler zusammenzuführen und zu koordinieren. Und wenn das Projekt auch erst vor ein paar Monaten anlief, ist die Resonanz doch überwältigend. „Wir konnten schon über 65 Kulturbegleiter für ihre Aufgabe qualifizieren. Und auch die Liste der Kulturspender wird täglich länger. Wir können von Museen über Konzertbesuche bis zu Sportveranstaltungen alles anbieten. Vom Saarländischen Museumsverband über den Saarländischen Rundfunkt bis eben zu den Bitburger Badminton Open ist alles dabei“, weiß Susanne Burger.

So entstehen Freundschaften
Über die einmal im Monat vom Projektbüro per Brief verschickte und auch im Internet abrufbare Veranstaltungsliste suchen sich auch Marcus Braun und Peter Weber ihren Termin aus. Der Kulturschlüssel bringt die beiden dann unter einen Hut und vermittelt die Adressen. „Wie, wo und wann? Das machen Kulturgenießer und Begleiter unter sich aus. Im Idealfall haben sich hier sogar zwei Leute gefunden, die ihren nächsten Termin direkt miteinander absprechen. Denn es ist nicht ungewöhnlich, dass echte Freundschaften entstehen“, weiß Burger. Die Projektleiterin koordiniert dann nur noch mit den Spendern, wie der Begleiter an seine Freikarte kommt. Um Missbrauch auszuschließen, legitimiert er sich bei den Veranstaltern über eine Anstecknadel. Auch sind die Namen des Besucher-Duos den Stiftern bekannt. Susanne Burger übernimmt weiterhin die Abrechnung, denn für die Abholung und das Zurückbringen seines Schützlings bekommt der Begleiter die Fahrkosten erstattet. „Und wenn der Transport mit einem normalen Auto nicht möglich ist, können wir durch eine Kooperation mit dem FfB auch einen Fahrdienst stellen“, erklärt sie. Ob Theater, Oper, Kino oder Bitburger Open – das Saarland bietet jede Menge Kultur und Sport. Und der Kulturschlüssel Saar sperrt für jeden die Türen auf.

Vollendet veredelter Badminton-Genuss

Die Meldefrist ist abgelaufen: Bitburger Open glänzen mit erlesenem Teilnehmerfeld

Das Publikum ist in blaues Scheinwerferlicht getaucht. Das Spielfeld erstrahlt dagegen in hellem Weiß. Rhythmisches Klatschen erfüllt die Halle. Die beiden Badminton-Profis auf dem Court liefern sich einen erbitterten Schlagabtausch. In einer irren Geschwindigkeit hageln die weißgefiederten Bälle nur so von der einen auf die andere Seite. Zu sehen ist dies vom 28. Oktober bis 2. November 2014 bei den 27. Bitburger Badminton Open. Aus aller Herren Länder kommen die Stars dieses Sports wieder in die Saarbrücker Saarlandhalle, um beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier ihr Können zu beweisen. Die Traditionsveranstaltung ist auch für die deutschen Spieler eine gute Möglichkeit, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Und sie haben ein großes Plus: den Heimvorteil! Wie bedeutend dieser Bonus ist, stellten im vergangenen Jahr Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel unter Beweis. Sie rissen sich den Mixed-Titel unter den Nagel. Und natürlich versuchen sie jetzt, diesen zu verteidigen. Doch für das derzeit auf dem siebten Weltranglistenplatz stehende Gespann wird es leider auch die letzte Chance sein. Denn Birgit Michels kündigte an, sich in Kürze vom Leistungssport zu verabschieden. Wann genau, ist noch offen. Aber so wie dieses Duo Ende August seine letzte Weltmeisterschaft im dänischen Kopenhagen spielte, so wird die 27. Auflage der Bitburger Open wohl auch hier ein Endpunkt sein. „Für die Zuschauer in Saarbrücken heißt das: Noch einmal Birgit schauen, noch einmal Deutschlands beste Doppel-Spielerin anfeuern“, sagt Turnierdirektor Frank Liedke.

Die Weltmeisterin gibt sich die Ehre
Dieser Wettkampf auf dem heimischen Parkett ist für alle deutschen Spitzenspieler ein Pflichttermin, den keiner verpassen möchte. Dabei ist der Weg zu den vorderen Platzierungen in diesem Jahr besonders steinig. „Wir haben ein sehr erlesenes Teilnehmerfeld“, weiß Liedke und ergänzt: „Alleine aus Indonesien gingen 24 und aus Malaysia 26 Spieler-Meldungen ein.“ Neben Athleten dieser beiden großen Badminton-Nationen darf sich das Publikum aber auch auf die amtierende Welt- und Europameisterin im Einzel freuen. Als frischgebackene Sensationssiegerin von Kopenhagen hat Carolina Marin aus Spanien ihr Kommen angekündigt. Weiterhin dabei ist Viktor Axelsen, der bei seiner Heim-WM Bronze gewann. Auch seine Landsleute Carsten Mogensen und Mathias Boe schlagen wieder in der Saarlandhalle auf. Das Spitzen-Doppel steht derzeit in der Welt auf Platz drei und konnte sich schon dreimal in die Siegerliste des Turniers eintragen. Auch der Titelträger der beiden vergangenen Jahre im Einzel ist wieder mit von der Partie. Der Taiwanese Tien Chen Chou war daran schuld, dass sich Marc Zwiebler im Vorjahr mit dem zweiten Platz anfreunden musste. Deutschlands bester Einzelspieler vom 1. BC Bischmisheim wird aber wieder alles versuchen, um sich beim Saarbrücker Turnier endlich den Titel zu sichern. Und für den auf dem Weltranglistenplatz 13 stehenden Tien Chen Chou geht es darum, den dritten Sieg in Folge unter Dach und Fach zu bringen. Vertreten sind weiterhin die amtierenden Europameister im Herrendoppel, Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov. Zudem steht das Mixed Chris und Gabrielle Adcock in der Favoritenliste ganz weit oben, schließlich belegt das Ehepaar aus England in der Welt derzeit den fünften Platz.

Heute die Stars von morgen sehen
Doch bei alledem, ist nicht zu vergessen: Die Badminton-Großmacht China hat insgesamt 26 Akteure gemeldet. Das Team besteht aus einer Kombination von arrivierten Spielern wie dem Weltranglisten-11. Houwei Tian oder der Bitburger Open Siegerin von 2010 Xin Liu – aber auch aus einigen Jungspunden. Und die haben es faustdick hinter den Ohren. Gui Pu Lin wurde im April dieses Jahres Juniorenweltmeister und seinen Finalgegner Yuqi Shi bringt er gleich mit ins Saarland. Gemeldet haben auch Liu Yuchen und Li Junhui, die U19-Weltmeister im Herrendoppel von 2013. „Diese jungen Athleten gelten in ihrem Land als Badminton-Hoffnungen schlechthin. Und diese Rohdiamanten können auch in Saarbrücken schon sehr weit kommen. Der chinesische Verband schickt keinen seiner Spieler um die Welt, wenn er nicht auch Erfolgschancen hätte. Hier heißt es genau hinsehen, denn da bekommt man die Stars von morgen präsentiert“, weiß Frank Liedke. Auch ein Blick in die Historie unterstreicht dies. Bestes Beispiel: Der Weltmeister von Kopenhagen, Chen Long. Der Chinese holte sich 2009 den Juniorenweltmeistertitel. Ein Jahr später gewann er die Bitburger Open. In Saarbrücken sind also nicht nur aktuelle Top-Spieler zu bestaunen, sondern auch Talente, die später in aller Munde sind.

Spiel, Satz und … Party!
Bei dem Turnier wird neben dem sportlichen Geschehen immer auch ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten. Legendär ist die Players-Party. Am Samstag vor den Finalspielen geht traditionell die Post ab. Am 1. November 2014 wird bei der Players‘Night für rund 1.000 geladene Gäste wieder der rote Teppich ausgrollt. In der Saarbrücker Congresshalle steigt auch in diesem Jahr das Kombinations-Event aus Live-Musik, Club-Lounge und den verschiedensten kulinarischen Leckereien. Schnäppchenjäger werden sicher im Foyer der Saarlandhalle fündig. Dort stellen verschiedene Sportartikelhersteller bei einer Verkaufsmesse ihre neusten Produkte vor. Ein Besuch bei den Bitburger Open lohnt also in vielerlei Hinsicht.


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Zur Einstimmung - Trailer Bitburger Open 2015

Hier schon mal als kleiner Appetithappen - unser Trailer für 2015.

Wie heißt es auf Neudeutsch so schön: save the date!



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