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Deutsches Herrendoppel belegt zum Abschied Platz zwei

Chinesen dominieren das Finale der Bitburger Badminton Open

Es war ein Erfolg in der Niederlage. Obwohl das Endspiel der Bitburger Badminton Open für sie verloren ging, genossen Michael Fuchs und Johannes Schöttler ihren letzten Auftritt auf internationaler Bühne. Am Finaltag des mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turniers unterlagen die Altmeister gegen eine Paarung aus Malaysia. Neben den Deutschen erfreuten sich die Zuschauer in der Saarbrücker Saarlandhalle vor allem an den aufstrebenden Jungstars aus China. Die Badmintongroßmacht konnte bei der 29. Auflage des Traditionsturniers in vier von fünf Disziplinen den Titel gewinnen. Zweifachen Grund zur Freude hatte dabei Chen Qingchen. Die 19-jährige Chinesin stand als einzige Spielerin in zwei Disziplinen in der Schlussrunde und triumphierte hier sowohl im Damendoppel als auch im Mixed. Das englische Duo Chris und Gabrielle Adcock konnte auch bei seiner dritten Finalteilnahme bei den Bitburger Open nicht gewinnen.

Ein letztes Mal genossen Michael Fuchs und Johannes Schöttler den Applaus des Publikums in der Saarlandhalle. Nach ihrem abschließenden Auftritt bei den Bitburger Open erhob sich das Publikum noch einmal von den Sitzen, um die Badminton-Grandseigneurs gebührend zu verabschieden. „Als die Zuschauer uns nach dem Spiel so lange gefeiert haben, war das für mich ein extrem emotionaler Moment. Da habe ich realisiert: Jetzt ist es wirklich vorbei!“, beschrieb Michael Fuchs seine Gefühle. Gegen Yew Sin Ong und Ee Yi Teo aus Malaysia mussten sich die Deutschen mit 16:21 und 18:21 geschlagen geben. „Die Malaysier haben heute cleverer gespielt als wir. Wir hatten heute eigentlich nie die Kontrolle über das Spiel. Nach der langen Woche hat vielleicht auch die nötige Frische gefehlt, aber sie haben verdient gewonnen“, fasste Johannes Schöttler seine letzte Partie auf internationaler Bühne zusammen. Nach über einem Jahrzehnt als Leistungssportler beginnt für die Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim nun ein neuer Lebensabschnitt. Beide werden dem Badmintonsport erhalten bleiben, wenn auch abseits der grünen Matten. Fuchs belegt seit dem 1. Oktober das Amt des Sportdirektors beim Schweizer Badminton-Verband. Schöttler wird künftig als deutscher Nationaltrainer am Olympiastützpunkt in Saarbrücken arbeiten.

Im Damendoppel lieferten Chen Qingchen und Jia Yifan aus China heute eine Galavorstellung gegen Jongkolphan Kititharakul und Rawinda Prajongjai ab. Die an Weltranglistenplatz 16 geführten Thailänderinnen konnten den Chinesinnen nicht viel entgegensetzen und unterlagen nach gerade einmal 34 Minuten mit 12:21 und 19:21. Für Qingchen und Yifan war es bereits der zweite Turniersieg in 14 Tagen, denn schon bei den French Open in Paris holten sich die beiden 19-Jährigen am vergangenen Sonntag den Titel. Mit dem heutigen Erfolg geht es für die jungen Wilden in der Weltrangliste weiter aufwärts. Aktuell stehen sie auf Platz 13.

Auch im Dameneinzel setzte sich eine junge Spielerin aus China die Krone auf. Die 19-jährige He Bingjiao stieg am Mittwoch als Nummer eins der Setzliste in das Turnier ein und bestätigte ihre starke Form der vergangenen Wochen. Nach ihrem Triumph bei den French Open vor einer Woche war die Nummer zehn der Weltrangliste auch in Saarbrücken nicht zu stoppen und schnappte sich die 9.000 Euro Preisgeld für den Sieg im Dameneinzel. In zwei Sätzen verwies sie Nitchaon Jindapol aus Thailand mit 21:11 und 21:18 auf den zweiten Platz.

In einem spannenden Duell verbuchte der Chinese Shi Yuqi heute im Herreneinzel den dritten Erfolg für sein Land. Der 20-Jährige setzte sich heute mit 21:19 und 22:20 gegen Sourabh Varma durch. Der Inder hatte auf seinem Weg in den heutigen Schlussakt des Turniers unter anderem den Deutschen Marc Zwiebler und den Dänen Anders Antonsen aus dem Turnier befördert. Auch heute hatte Varma den Sieg schon vor Augen. Im ersten Durchgang lag er schon mit 18:16 in Führung, im zweiten Satz hatte er bei 20:19 sogar einen Satzball. Doch in diesen entscheidenden Situationen bewies der Chinese Yuqi die stärkeren Nerven und sicherte sich den Titel bei den Bitburger Open.

Auf einen solchen müssen Chris und Gabrielle Adcock weiterhin warten. Seit vier Jahren steht das englische Ehepaar regelmäßig in der Runde der letzten Vier. In ihrem dritten Endspiel in der Saarlandhalle mussten die an Weltranglistenplatz zehn geführten Engländer heute den Chinesen Zheng Siwei und Chen Qingchen den Vortritt lassen. Mit 21:16 und 23:21 setzten die 19-jährigen Asiaten ihre Erfolgsserie fort. Denn seit Juni dieses Jahres standen die Weltranglistenfünften bei jedem Superseries-Turnier in der Schlussrunde. „Ich kann mir diesen Endspiel-Fluch hier auch nicht erklären. Unsere heutigen Gegner sind zurzeit einfach super in Form. Sie haben besser gespielt als wir – so einfach ist das“, musste Chris Adcock nach dem Spiel anerkennen. Dennoch kommt das Paar immer wieder gerne zum Traditionsturnier nach Saarbrücken. „Das Turnier ist immer gut organisiert und auch die Zuschauer unterstützen uns hier super“, erklärte Gabrielle Adcock.

Deutsches Herrendoppel zieht ins Finale ein

Michael Fuchs und Johannes Schöttler stehen im Endspiel

Die Würfel sind gefallen. Bei den Bitburger Badminton Open steht fest, wer die morgen ab 14 Uhr beginnenden Endspiele bestreitet. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in der Saarbrücker Saarlandhalle wurde heute das Halbfinale ausgetragen. Dabei nutzte das deutsche Herrendoppel Michael Fuchs und Johannes Schöttler die Chance auf den Sprung in den Schlussakt des Traditionsturnieres. Und das bei seinem letzten internationalen Auftritt. Die beiden  Routiniers genießen ihren Abschied bei ihrem Heimturnier bis zum letzten Zug und treten nun gegen Yew Sin Ong und Ee Yi Teo aus Malaysia an. Neben dem Duo vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim stand heute kein Vertreter des Deutsche Badminton-Verbandes (DBV) in der Runde der letzten Vier. Der morgige letzte Turnier-Tag wird von den Akteuren aus China beherrscht. Die Badminton-Großmacht ist bei den Endspielen in vier von fünf Disziplinen vertreten.

Stehende Ovationen des Publikums gab es bei den Bitburger Open schon sehr lange nicht mehr. Dass sich die Zuschauer überschwänglich klatschend von den Sitzen erhoben, lag an dem Herrendoppel Michael Fuchs und Johannes Schöttler. Die Vereinskollegen überraschten mit ihrem Sieg über das dänische Duo Kim Astrup und Anders Skaarup Rasmussen nicht nur das Publikum, sondern auch sich selbst. „Wenn mir das im Vorfeld einer gesagt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, lachte Michael Fuchs. Mit ihrem 21:15, 10:21 und 21:15-Erfolg konnten sich die Altmeister zudem über eine gelungene Revanche freuen. Vor zwei Jahren scheiterten die Deutschen im Halbfinale ihres Heimturniers an eben dieser dänischen Paarung. „Das kann uns jetzt keiner mehr nehmen. Schöner hätte ich mir meinen Abschied nicht vorstellen können“, freute sich Schöttler über den Finaleinzug bei seinem letzten Turnier. Morgen wollen sich die beiden mit einem guten Auftritt von der internationalen Bühne verabschieden. „Wir sind im Finale. Jetzt wollen wir natürlich mehr“, gab Schöttler das Ziel für den Schlussakkord aus. Ihre Gegner werden Yew Sin Ong und Ee Yi Teo sein. Die in der Weltrangliste an Position 45 geführten Malaysier spielten sich mit einem 21:16, 18:21 und 21:17-Erfolg gegen Chen Hung Ling und Chi-Lin Wang aus Taiwan in das Finale. „Morgen wird die ganze Halle unsere Gegner anfeuern, mit diesem Druck müssen wir dann umgehen. Wir freuen uns aber auf die Herausforderung und wir wollen natürlich gewinnen", erklärte Ee Yi Teo.

Im Herreneinzel endete heute der Lauf von Anders Antonsen. Der junge Däne hatte im Turnierverlauf gleich drei deutsche Spieler aus dem Rennen geworfen. Heute war gegen den Bezwinger von Marc Zwiebler Endstation. Der Inder Sourabh Varma erreichte mit einem 21:15 und 21:18 den Ausklang der Bitburger Open. Hier trifft er auf den 20-jährigen Shi Yuqi aus China. Der amtierende French Open-Sieger steht in der Weltrangliste an Position 16 und setzte sich im Halbfinale klar mit 21:18 und 21:15 gegen den Inder Sameer Verma durch.

Im gemischten Doppel kommt es am Finaltag zum Duell England gegen China. Chris und Gabrielle Adcock stehen nach ihrem Sieg über Kian Meng Tan und Pei Jing Lai aus Malaysia nicht zum ersten Mal im Finale der Bitburger Open. In den vergangenen drei Jahren schafften es das englische Ehepaar schon zwei Mal in die Schlussrunde – konnte jedoch nie gewinnen. Bei ihrem dritten Anlauf treffen die Engländer morgen auf die chinesischen Senkrechtstarter Zheng Siwei und Chen Qingchen. Das junge Duo aus dem Reich der Mitte stand seit Juni bei allen Superseries-Events in der letzten Runde und kletterte durch den Sieg bei den French Open vor einer Woche auf Rang fünf der Weltrangliste. Im gestrigen Halbfinale ließen sie den Schweden Nico Ruponen und Amanda Hogstrom mit 21:15 und 21:14 keine Chance.

Chen Qingchen wird am Sonntag sogar zwei Mal auf der grünen Matte der Saarbrücker Saarlandhalle stehen, denn auch im Damendoppel zog die 19-Jährige ins Finale ein. An der Seite ihrer Partnerin Jia Yifan siegte Qingchen mit 20:22, 21:13 und 21:15 gegen Tiara Rosalia Nuraidah und Rizki Amelia Pradipta aus Indonesien. Beim morgigen Höhepunkt treten die Chinesinnen gegen Jongkolphan Kititharakul und Rawinda Prajongjai aus Thailand an. Mit ihrem Halbfinalsieg über Huang Dongping und Li Yinhui verhinderten die an Weltranglistenplatz 16 geführten Thailänderinnen ein rein chinesisches Finale.

Auch im Dameneinzel heißt es am Sonntag: China gegen Thailand. Die 19-jährige He Bingjiao reiste als Nummer eins der Setzliste nach Saarbrücken und wurde bisher allen Erwartungen gerecht. Im Halbfinale rang sie die Thailänderin Busanan Ongbamrungphan nach 68 Minuten mit 18:21, 21:18 und 21:18 nieder. Ihre morgige Finalgegnerin Nitchaon Jindapol setzte sich heute im thailändischen Duell mit 21:17 und 21:12 gegen Porntip Buranaprasertsuk durch. Morgen könnte Jindapol ihren zweiten Turniersieg bei den Bitburger Open feiern, denn schon 2013 stand sie in der Saarlandhalle auf dem obersten Podestplatz.

Deutsches Herrendoppel schafft Sprung ins Halbfinale

Michael Fuchs und Johannes Schöttler kosten Abschied voll aus

Die Teilnehmer für das morgen um 14 Uhr beginnende Halbfinale sind ermittelt. Bei den 29. Bitburger Open in der Saarbrücker Saarlandhalle dünnt sich das Feld immer weiter aus. Heute hatte der Deutsche Badminton-Verband (DBV) bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier noch sieben Chancen auf ein Weiterkommen. Am Ende des Tages war es aber nur das Herrendoppel Michael Fuchs und Johannes Schöttler, das morgen um den Einzug in das Finale kämpft. Die beiden Altmeister kosten ihren Abschied von der internationalen Bühne voll aus und stehen bei ihrem Heimturnier in der Runde der letzten Vier. Bei sechs weiteren Viertelfinal-Begegnungen gingen die Deutschen leer aus. Auch für den aussichtsreichsten Titelanwärter aus dem DBV-Lager war heute Endstation. Marc Zwiebler muss weiterhin auf den ersten Turniersieg vor heimischem Publikum warten. 

Sie bekommen einfach nicht genug. Michael Fuchs und Johannes Schöttler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ließen sich heute auch von den Briten Adam Hall und Peter Mills nicht stoppen. Mit 21:16 und 21:18 verlängerten die beiden ihren Auftritt bei ihrem letzten gemeinsamen internationalen Turnier. Ihre Reise geht weiter … Im Halbfinale warten nun die Dänen Kim Astrup und Anders Skaarup Rasmussen. Ein weiteres Herrendoppel des DBV ist morgen nicht mehr mit von der Partie. Josche Zurwonne vom SC Union 08 Lüdinghausen und Jones Ralfy Jansen vom 1. BC Wipperfeld schieden gegen die an Rang vier gelisteten Chen Hung Ling und Chi-Lin Wang aus Taiwan mit 21:23 und 10:21 aus.  

Im Herreneinzel lief es aus Sicht der Deutschen überhaupt nicht nach Plan. Sowohl Marc Zwiebler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim als auch Fabian Roth scheiterten am Einzug ins Halbfinale. Besonders das Ausscheiden des Weltranglisten-Dreizehnten Zwiebler war für viele Zuschauer eine Überraschung. Gegen den Inder Sourabh Varma fand der Europameister von 2012 nicht die richtigen Mittel und unterlag mit 15:21, 21:16 und 15:21. „Es war heute natürlich eine gute Chance. Doch ich war nicht in der Lage, die richtige Einstellung zu finden. Das ist beim Heimturnier natürlich für alle sehr ärgerlich. Mich nervt es selbst aber am meisten. Deswegen will ich das Ganze schnell abhaken und mich auf die jetzt bevorstehende Asienreise konzentrieren“, erklärte Zwiebler unmittelbar nach der Begegnung. Auch Fabian Roth schaffte den Sprung ins Halbfinale nicht. Wie schon vor zwei Wochen bei den Dutch Open wurde er vom jungen Dänen Anders Antonsen aus dem Turnier geworfen. Beim 12:21, 21:19 und 14:21 verpasste Roth seine Revanche. 

Im Damendoppel gingen heute einzig Isabel Herttrich vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Carla Nelte vom TV Refrath an das Netz. Deutschlands bestes Damendoppel trat in der Runde der letzten Acht gegen Jongkolphan Kititharakul und Rawinda Prajongjai aus Thailand an. Im Duell mit der Nummer 16 der Weltrangliste unterlagen die Deutschen nach 53-minütigem Kampf mit 21:18, 4:21 und 18:21. „Die Gegner haben im zweiten Satz ihr Spiel komplett umgestellt und viel mehr Druck gemacht“, erklärte Nelte die klare Niederlage in Durchgang zwei. Und Isabel Herttrich ergänzte: „Dann haben wir natürlich versucht, uns anzupassen. Das klappte aber leider nicht richtig. Das gleiche Problem hatten wir dann auch im dritten Satz. Hier lagen wir von Anfang an zurück und haben nicht mehr in unser Spiel gefunden.“ Im Damendoppel sind am morgigen Halbfinaltag nach dem Ausscheiden der beiden Nationalspielerinnen keine deutschen Farben mehr vertreten. 

Auch im gemischten Doppel verabschiedeten sich heute die beiden letzten deutschen Paarungen aus dem Turnier. Marvin Seidel vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel zeigten gegen Kian Meng Tan und Pei Jing Lai aus Malaysia erneut eine starke Vorstellung. Doch die Vierten der Setzliste erwiesen sich beim 18:21, 22:20 und 14:21 als eine Nummer zu groß. „Sie waren ein bisschen stärker als wir. So einfach ist das“, musste Seidel nach der Partie neidlos anerkennen. Auch Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Linda Efler vom TV Emsdetten hatten heute einen schweren Gegner erwischt. Sie mussten sich mit den an Weltranglistenplatz fünf gelisteten Chinesen Zheng Siwei und Chen Qingchen messen. Und es überraschte nicht, dass die French Open Sieger der vergangenen Woche auch in Saarbrücken den Einzug in die Vorschlussrunde perfekt machten. Fuchs und Efler boten den Zuschauern zwar ein gutes Spiel, zogen aber mit 13:21 und 12:21 den Kürzeren. 

Im Dameneinzel sind schon seit Mittwoch keine DBV-Spielerinnen mehr im Rennen. Ansonsten gab es in dieser Disziplin bisher keine größeren Überraschungen. Die topgesetzte Chinesin He Bingjiao marschierte ohne Satzverlust in das Halbfinale. Hier trifft die Nummer zehn der Weltrangliste auf die Nummer 13 – Busanan Ongbamrungphan aus Thailand. Ein rein thailändisches Duell gibt es im zweiten Halbfinale. Hier tritt Porntip Buranaprasertsuk als Zweite der Setzliste gegen Nitchaon Jindapol an, die bereits 2013 beim Traditionsturnier in der Saarlandhalle auf dem obersten Podestplatz stand.

Plätze für das Viertelfinale sind verteilt

Deutsche haben noch einige heiße Eisen im Feuer

Bei den 29. Bitburger Badminton Open trennt sich so langsam die Spreu vom Weizen. Aus Favoriten werden wahre Titel-Kandidaten und hochgehandelte Top-Spieler machen sich auf den Heimweg. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier wurden heute die Tickets für das Viertelfinale verteilt. Und auch von den Athleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) haben einige noch sehr gute Karten. So wird es morgen in der Saarbrücker Saarlandhalle gleich sieben Partien geben, in dem die schwarz-rot-goldenen Farben vertreten sind. Im Herreneinzel konnten sich Marc Zwiebler und Fabian Roth für die morgen um 11 Uhr beginnende Runde der letzten Acht qualifizieren. Mit dabei sind auch zwei Herrendoppel: Zum einen Michael Fuchs und Johannes Schöttler, zum anderen Josche Zurwonne und Jones Ralfy Jansen. Auch haben mit Marvin Seidel und Birgit Michels sowie Michael Fuchs und Linda Efler zwei Mixed-Paare den Sprung geschafft. Weiterhin im Rennen ist auch das neu formierte Damendoppel Isabel Herttrich und Carla Nelte. Im Dameneinzel schieden schon gestern alle Deutschen aus.

Nachdem die Mixed-Paarungen bisher bei den Bitburger Open noch keine Rolle spielten, traten sie heute gleich zwei Mal auf den Plan. Sie eröffneten um 10 Uhr den Turniertag mit der ersten Runde in dieser Disziplin. Von den sechs gestarteten DBV-Paaren und einer deutsch-ukrainischen Kombination schafften es drei in die nächste Runde, die dann direkt am Abend ausgetragen wurde. Danach waren es noch zwei Duos, die sich einen Platz im Viertelfinale sicherten. Marvin Seidel vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel sorgten heute für das spannendste Spiel des Tages. Gegen die an Weltranglistenposition 25 geführten Yong Kai Terry Hee und Wei Han Tan aus Singapur lieferten sich die Deutschen nach wackligem Start ein Duell auf Augenhöhe. Nach einem packenden Herzschlagfinale konnten sie über ihren 9:21, 21:17 und 30:29-Erfolg ausgelassen jubeln. „29:29 liegt mir. Das habe ich bisher überhaupt erst zwei Mal erlebt – und beide Male gewonnen“, scherzte Marvin Seidel nach dem Dreisatz-Krimi. „In der Verlängerung habe ich versucht, mentalen Druck aufzubauen und ihnen den Schneid abzukaufen“, verrät der 20-jährige Saarländer der bei Michels letzten internationalen Turnieren von der Erfahrung der dreifachen Olympionikin lernen soll. Im Viertelfinale warten mit Kian Meng Tan und Pei Jing Lai aus Malaysia die Vierten der Setzliste. Auch Michael Fuchs und Linda Efler werden am Freitag erneut antreten. Gegen Matthew Nottingham und Emily Westwood aus England siegten sie klar mit 21:14 und 21:15. Gegen die auf dem fünften Weltranglistenplatz geführten Chinesen Zheng Siwei und Chen Qingchen stehen die Deutschen am Freitag vor einer Herkulesaufgabe. An einer solchen scheiterten heute Raphael Beck vom 1. BC Bonn-Beuel und Carla Nelte vom TV Refrath. Für sie war im Achtelfinale Endstation.

Im Herreneinzel gab es noch vier Chancen auf ein Weiterkommen. Genutzt haben sie Marc Zwiebler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Fabian Roth vom TV Refrath. Zwiebler bezwang den Chinesen Huang Yuxiang nach einem 64-minütigen Kampf mit 11:21, 21:19 und 21:19. Im Viertelfinale trifft der neunfache Deutsche Meister auf den Inder Sourabh Varma. Der 20-jährige Roth folgte ihm mit einem Triumph über Giap Chin Goh in die Runde der letzten Acht. Auch der Jugendeuropameister von 2013 hatte schwer zu kämpfen, aber er schickte den Malaysier mit 21:15, 20:22 und 21:19 auf die Heimreise. „Das war ein gutes Spiel heute. Ich spüre mittlerweile schon, dass ich in den vergangenen Wochen viele Partien hatte. Aber da muss ich jetzt durch“, gab sich der deutsche Vize-Meister kämpferisch. Morgen tritt Roth gegen Anders Antonsen an. Der Däne kegelte heute Lars Schänzler vom TV Refrath mit 21:14 und 21:19 aus dem Turnier. Erst vor zwei Wochen hatte Roth bei den Dutch Open in zwei Sätzen gegen den 19-Järhigen Senkrechtstarter aus Skandinavien verloren. Roths Kommentar zum morgigen Spiel: „Es ist Zeit für eine Revanche.“ Neben Schänzler musste auch Kai Schäfer vom 1. BC Düren die Segel streichen. Der 23-Jährige bot Shi Yuqi lange die Stirn, musste sich letztlich aber doch mit 20:22 17:21 geschlagen geben. Dies war nicht unbedingt eine Überraschung, ist der Chinese schließlich die Nummer 19 der Weltrangliste und gewann vor einer Woche das Superseries-Turnier in Paris. 

Vier deutsche Herrendoppel wollten die Eintrittskarten für die nächste Runde lösen – zwei haben es geschafft. Die Zuschauer dürfen sich weiter auf Johannes Schöttler und Michael Fuchs freuen. Den an Rang acht gesetzten Spielern des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim gelang bei ihrem letzten gemeinsamen Turnier ein 19:21, 21:12 und 21:15-Erfolg gegen Matthew Nottingham und Harley Toller aus England. Morgen treffen Fuchs und Schöttler auf das britische Duo Adam Hall und Peter Mills. Ebenfalls in der Runde der letzten Acht stehen Josche Zurwonne vom SC Union 08 Lüdinghausen und Jones Ralfy Jansen vom 1. BC Wipperfeld. Sie bezwangen Danny Bawa Chrisnanta und Hendra Wijaya aus Singapur mit 21:16 und 21:15. Heute messen sich Zurwonne und Jansen mit den an Rang vier gelisteten Chen Hung Ling und Chi-Lin Wang aus Taipeh. An der Hürde Viertelfinale strauchelten Peter Käsbauer vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Raphael Beck vom 1.BC Bonn-Beuel sowie Bjarne Geiss von Blau-Weiss Wittorf und Fabian Holzer vom TV Refrath. 

Im Damendoppel schafften lediglich Isabel Herttrich vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Carla Nelte den Sprung ins Viertelfinale. Gegen ihre Nationalmannschaftskolleginnen Linda Efler und Barbara Bellenberg vom TV Emsdetten setzten sie sich mit 21:14 und 21:13 durch. Das neu formierte deutsche Spitzendoppel bekommt es morgen mit Jongkolphan Kititharakul und Rawinda Prajongjai zu tun. Die an Platz zwei gesetzten Thailänderinnen stehen in der Weltrangliste aktuell auf Position 16. Nach ihrem grandiosen Auftaktsieg verabschiedeten sich Birgit Michels und Karin Schnaase vom SC Union 08 Lüdinghausen heute vom Publikum in der Saarlandhalle. Trotz ihrer Dreisatz-Niederlage gegen die an Position vier gesetzten Indonesierinnen Tiara Rosalia Nuraidah und Rizki Amelia Pradipta sind die beiden Freundinnen mit ihrer Leistung zufrieden: „Im ersten Satz sind wir überhaupt nicht in das Spiel gekommen. Im zweiten und dritten Durchgang haben wir aber eine gute Partie gemacht“, erklärte Michels. Ebenfalls ausgeschieden sind die beiden Bundesligaspielerinnen Kilasu Ostermeyer und Priskila Siahaya vom TSV Trittau.

Heimreise oder Achtelfinale?

Zweiter Turniertag: Doppeldisziplinen greifen ins Geschehen ein

Nach der Qualifikation und der ersten Runde im Herreneinzel ging es heute bei den 29. Bitburger Badminton Open so richtig los. Alle gesetzten Athleten im Damen- und Herrendoppel sowie im Dameneinzel starteten ab 10 Uhr in die erste Hauptrunde des Grand-Prix Gold Turniers. Am Abend wurde im Herreneinzel sogar schon der zweite Durchgang gespielt. Für die Spieler ging es in der Saarbrücker Saarlandhalle darum, wer in das Achtelfinale zieht oder die Heimreise antreten muss. Erfreulich: Für die Fans der deutschen Badminton-Asse gibt es am Donnerstag noch viel zu sehen, denn insgesamt 25 Athleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) haben sich für die nächste Runde qualifiziert. Noch nicht in Erscheinung getreten sind die Mixed-Paarungen. Sie gehen morgen ab 11 Uhr zum ersten Mal an den Start. Am Abend dürfen die Sieger der Auftaktrunde gleich noch einmal auf die grünen Matten – dann steht auch hier die Runde der letzten Sechzehn an.

Der zweite Turniertag wurde heute mit dem ersten Durchgang im Dameneinzel eröffnet. Hier gab es aus deutscher Sicht keine erfreulichen Nachrichten. Für die DBV-Athletinnen war auch dank ungünstiger Auslosung nicht viel zu holen. Fabienne Deprez vom französischen Erstligisten CBAB Aulnay traf direkt auf die an Nummer eins gesetzte Chinesin He Bingjiao und schied trotz guter Leistung aus. Gegen die Weltranglistenelfte gab es für die Deutsche Meisterin von 2013 nicht viel zu ernten – sie unterlag mit 17:21 und 14:21. Ähnlich eindeutig verlief auch die Partie von Luise Heim. Die Spielerin vom 1. BC Bonn-Beuel konnte gegen Mette Poulsen aus Dänemark besonders im zweiten Satz über weite Strecken mithalten. Dennoch setzte sich die Dänin gegen Ende ab und zog mit 21:12 sowie 21:18 in die nächste Runde ein.

Somit sind die deutschen Farben im Dameneinzel ab sofort nicht mehr vertreten. Denn die amtierende Deutsche Meisterin Olga Konon vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim musste ihren Start beim Heimturnier krankheitsbedingt absagen. Genauso wie auch Mark Lamsfuß vom 1. BC Wipperfeld, der sich im Herrendoppel mit Marvin Seidel vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim für die Bitburger Open viel vorgenommen hatte. Neben den deutschen Vize-Meistern standen noch sechs weitere DBV-Paarungen und ein deutsch-mexikanisches Duo auf dem Feld. Davon schafften vier den Sprung in das Achtelfinale. Raphael Beck vom 1. BC Beuel und Peter Käsbauer vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim setzten sich gegen Vilson Vattanirappel und Luka Wraber aus Österreich mit 21:11 und 21:12 durch und treffen am Donnerstag auf die Dänen Mathias Christiansen und David Daugaard. Auch Josche Zurwonne vom SC Union 08 Lüdinghausen und Jones Ralfy Jansen vom 1. BC Wipperfeld sind noch im Turnier. Gegen die Schweden Richard Eidestedt und Nico Ruponen gelang ihnen ein 21:11 und 22:20-Erfolg. Morgen geht es gegen die an Weltranglistenposition 49 gelisteten Danny Bawa Chrisnanta und Hendra Wijaya aus Singapur. Bjarne Geiss von Blau-Weiss Wittorf und Fabian Holzer vom TV Refrath taten es ihren Trainingspartnern aus der Nationalmannschaft gleich und zogen ohne Probleme in die zweite Runde ein. Nach ihrem Auftaktsieg gegen die Schweizer Mathias Bonny und Gilles Tripet geht es in Durchgang zwei gegen Yew Sin Ong und Ee Yi Teo aus Malaysia. Spannend bis zum letzten Ballwechsel war die erste Partie von Michael Fuchs und Johannes Schöttler. Bei ihrem gemeinsamen Abschiedsturnier spielten die Routiniers des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim gegen Kona Tarun und Akshay Dewalkar befreit auf und siegten knapp mit 21:13, 20:22 und 23:21. „Als wir zwei Matchbälle gegen uns hatten, habe ich schon gedacht: Ob das jetzt mein letzter Ballwechsel wird? Ich freue mich aber sehr, dass wir morgen noch einmal auf das Feld dürfen“, verriet ein glücklicher Johannes Schöttler nach dem Zittersieg. Im Achtelfinale geht es nun gegen die Engländer Matthew Nottingham und Harley Towler. Zwei andere Briten sorgten bei ihrem Auftaktmatch ungewollt für eine Überraschung. Chris Langridge und Marcus Ellis unterlagen gegen die junge chinesische Paarung Huang Kaixiang und Wang Yilyu. „Wir waren leider nicht in bester Form und hatten einige Probleme im zweiten Satz. Die Chinesen waren starke Gegner, die wir heute nicht bezwingen konnten“, erklärte Marcus Ellis die 21:17, 11:21 und 17:21-Niederlage der Bronzemedaillengewinner von Rio de Janeiro.

Im Damendoppel gingen Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel und die Einzelspezialistin Karin Schnaase vom SC Union 08 Lüdinghausen zum ersten Mal in ihrer Karriere gemeinsam bei einem internationalen Turnier an den Start. Doch hier soll keine neue Formation für die Zukunft getestet werden. Die beiden Freundinnen lassen nach den Olympischen Spielen in Rio ihre Karrieren ausklingen und genossen ihre Partie gegen die Niederländerinnen Cheryl Seinen und Iris Tabeling in vollen Zügen. „Ich war noch nie so aufgeregt, wie vor diesem Spiel. Es hat einfach sehr viel Spaß gemacht, hier mit Birgit auf dem Feld zu stehen“, verriet Karin Schnaase. Mit 21:16 und 21:14 zogen die Freundinnen sicher in die zweite Runde ein. Hier warten die an Position vier gesetzten Indonesierinnen Tiara Rosalia Nuraidah und Rizki Amelia Pradipta. Eine weitere Indonesierin in Runde zwei ist Priskila Siahaya vom Bundesligisten TSV Trittau. Zusammen mit ihrer deutschen Teamkollegin Kilasu Ostermeyer setzte sie sich gegen das deutsche Gespann Annika Horbach vom SV Fun-Ball Dortelweil und Theresa Wurm von der SG 1862 Anspach durch. Im Achtelfinale geht es für Ostermeyer und Siahaya gegen die Schweden Clara Nistad und Emma Wengberg. Ein schweres Achtelfinal-Los erwischten Eva Janssens und Franziska Volkmann. Die Spielerinnen vom 1. BC Bonn-Beuel und SV Fun-Ball Dortelweil warfen zum Auftakt die Luxemburgerinnen Tessy Aulner und Stefka Hargiono aus dem Turnier. Am Donnerstag warten nun die an Position drei gelisteten Däninnen Maiken Fruergaard und Sara Thygesen. Außerdem kommt es in der Runde der letzten Sechzehn auch zu einem innerdeutschen Duell. Denn sowohl Barbara Bellenberg vom TV Emsdetten und ihre Mannschaftskollegin Linda Efler als auch Isabel Herttrich vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Carla Nelte vom TV Refrath konnten sich in ihrer Auftaktpartie durchsetzen. Bellenberg und Efller besiegten Mathilda Lindholm und Jenny Nystrom aus Finnland. Herrtrich und Nelte erfüllten laut ihres Trainers die Pflichtaufgabe gegen Nadia Fankhauser aus der Schweiz und Sannatasah Saniru aus Malaysia souverän. Seit dem angekündigten Karriereende von Birgit Michels gehen Herttrich und Nelte wie schon von 2012 bis 2014 wieder zusammen auf die Jagd nach Weltranglistenpunkten. „Das ist jetzt unser viertes gemeinsames Turnier und die Formkurve geht weiter steil bergauf. Heute haben wir ein gutes Spiel gemacht und freuen uns auf morgen“, berichtete Herttrich. Beim Auftakt im Damendoppel verpassten lediglich drei deutsche Paare den Sprung in das Achtelfinale. 

Im Herreneinzel ist man schon einen Schritt weiter. Da hier 64 Akteure an den Start gingen, wurde die Auftaktrunde schon am Dienstagabend ausgetragen. Hier qualifizierten sich sechs DBV-Athleten für die zweite Runde. Und auch diese Hürde wurde von vier Deutschen gemeistert. Zuerst sicherte sich Lars Schänzler vom TV Refrath sein Ticket für das Achtelfinale. Er bezwang den Niederländer Nick Fransman mit 21:14 und 23:21 und trifft nun auf den jungen Dänen Anders Antonsen, der heute Dieter Domke vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bei seinem letzten Turnier in den internationalen Badminton-Ruhestand schickte. Vom Aufhören will der 20-jährige Fabian Roth natürlich noch nichts wissen. Mit 21:15, 17:21 und 21:17 kegelte der Refrather den Engländer Toby Penty aus dem Turnier und will morgen gegen den Malaysier Giap Chin Goh den Sprung in das Viertelfinale schaffen. Auch Kai Schäfer wird heute Nacht von der Runde der letzten Acht träumen. Der 23-Jährige vom 1. BC Düren sorgte gestern mit einem Auftaktsieg gegen den an Position 13 gelisteten Emil Holst aus Dänemark für eine Überraschung. Heute setzte Schäfer seinen Siegeszug unbeeindruckt fort und ließ dem Polen Maciej Poulakowski mit 21:11 und 21:10 keine Chance. Im Achtelfinale kommt es nun richtig dick. Er trifft auf Shi Yuqi aus China, die Nummer 19 der Weltrangliste und Turniersieger bei den French Open vor einer Woche. Auch für Marc Zwiebler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim wird es nun ernst. Nach zwei deutschen Duellen zum Auftakt wartet der an Position zehn gesetzte Chinese Huang Yuxian. Für die deutsche Nummer 13 der Weltrangliste wird es der erste richtige Härtetest auf dem Weg zu seinem lang ersehnten ersten Titelgewinn beim Heimturnier in der Saarlandhalle.

Der Startschuss ist gefallen

Zahlreiche Deutsche nehmen in der Qualifikation die ersten Hürden. Auch die Auftaktrunde im Herreneinzel ist gespielt.

Die Federbälle fliegen wieder durch die Saarbrücker Saarlandhalle. Um 10 Uhr starteten heute die ersten der rund 300 Athleten aus 32 Nationen in die Qualifikation für das Hauptfeld der 29. Bitburger Badminton Open. Beim ersten Turniertag des mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turniers wurde am Abend auch schon die erste Runde im Herreneinzel ausgetragen. Hier konnten sich die Zuschauer über viele deutsche Teilnehmer freuen. Insgesamt gehen 50 Akteure des Deutschen Badminton Verbandes (DBV) in den fünf Disziplinen an den Start – alleine im Herreneinzel waren es zum heutigen Auftakt 14 Spieler. Nach der Qualifikation und der ersten Hauptrunde sind noch sechs von ihnen übrig, die am Mittwoch um den Einzug in das Achtelfinale kämpfen. Auch im Herren- und Damendoppel sowie im Dameneinzel steht dann die erste Hauptrunde auf dem Plan. Die gemischten Doppel greifen erst ab Donnerstag ins Spielgeschehen ein.

Doch unmittelbar vor dem Turnierbeginn hatten die Organisatoren einmal kräftig zu schlucken. Denn einige der top-gesetzten Athleten zogen am Montagabend ihren Start in Saarbrücken kurzfristig zurück. Aus Sicht des DBV hatten diese Absagen jedoch auch einen wunderbar positiven Aspekt, denn die freigewordenen Plätze wurden größtenteils mit deutschen Talenten aufgefüllt. Und diese schlugen sich am ersten Turniertag durchaus wacker. Von sechs in der Qualifikation startenden Einzelspielern, schafften vier den Sprung ins Hauptfeld, so dass sie am Abend direkt noch einmal auf die grünen Matten durften. 

Lokalmatador Marc Zwiebler traf in der ersten Runde auf Philip Discher von der SG 1862 Anspach. Hier setzte sich der deutsche Rekordmeister vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim souverän mit 21:13 und 21:11 durch. „Wir haben in der Bundesliga schon das eine oder andere Mal gegeneinander gespielt. Das war heute eine gute Erstrundenpartie“, fasste Zwiebler die Ouvertüre knapp zusammen. Nach den zwei Superseries-Turnieren in Dänemark und Frankreich spürt der Europameister von 2012 aber schon das eine oder andere Zwicken. „Drei Wettkämpfe in drei Wochen sind schon eine enorme Belastung. Doch für mich ist das Heimturnier natürlich etwas Besonderes und ich werde hier alles geben, um hier noch am Wochenende dabei zu sein“, erklärte der 32-Jährige. In der zweiten Runde trifft der dreifache Olympionike am Mittwoch auf seinen 19-jährigen Mannschaftskollegen Simon Wang. Der Nachwuchsspieler nahm am Morgen mit einem Dreisatz-Erfolg gegen den Schweizer Benedikt Schaller die Hürde der ersten Runde. Hier gelang dem an Weltranglistenposition 467 gelisteten Deutschen ein Überraschungssieg gegen den 260 Plätze besser positionierten Schweizer Mathias Bonny. „In meinem ersten Spiel war ich heute noch sehr nervös und hatte am Ende auch ein bisschen Glück. In der Hauptrunde konnte ich die taktischen Anweisungen meines Trainers gut umsetzen und bin jetzt einfach überglücklich, dass ich gewinnen konnte“, strahlte Wang. Das Talent des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim steht zum ersten Mal überhaupt in der zweiten Runde eines Grand-Prix Gold Turniers und freut sich auf das Spiel gegen Deutschlands besten Einzelspieler. „Seit vielen Jahren schaue ich Marc bei internationalen Wettkämpfen zu. Jetzt hier in Saarbrücken selbst bei einem so großen Turnier gegen ihn spielen zu dürfen, ist für mich eine ganz große Sache“, freute sich Wang, der wie Zwiebler am Olympiastützpunkt in Saarbrücken lebt und trainiert. 

Ebenfalls noch im Turnier ist Dieter Domke. Der Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim setze sich im deutsch-deutschen Duell gegen David Peng vom SV Fun-Ball Dortelweil durch und trifft nun auf den aufstrebenden Dänen Anders Antonsen. Die 19-jährige Nachwuchshoffnung der Skandinavier steht bereits an Position 38 der Weltrangliste und konnte vor zwei Wochen bei den Denmark Open das Viertelfinale eines Superseries-Turniers erreichen. Wie man einen starken Dänen schlagen kann, zeigte Kai Schäfer bereits in Runde eins. Gegen den an Position 13 gelisteten Emil Holst überraschte Schäfer vom 1. BC Düren mit einem bärenstarken Auftritt und schickte den an Weltranglistenplatz 43 stehenden Holst direkt wieder nach Hause. Nun wartete der Pole Maciej Poulakowski in der zweiten Runde. Auch der deutsche Vize-Meister Fabian Roth bekam es zum Auftakt mit einem Spieler von Europas stärkster Badminton-Nation zu tun. Gegen Christian Lind Thomsen siegte der Jugendeuropameister von 2013 jedoch problemlos mit 21:7 und 21:13. „Ich bin gut in das Spiel gekommen und Thomsen hat konstant viele Fehler gemacht. Der Erfolg gibt mir ein gutes Gefühl für die nächste Runde“, erklärte Roth. Gegen den Engländer Toby Penty rechnet der 20-Jährige aber mit einer schwierigeren Aufgabe. „Ich habe schon mehrfach gegen ihn gespielt und es war immer knapp. Aber ich fühle mich fit für morgen und freue mich auf das Spiel“, gab sich der Nationalspieler vom TV Refrath optimistisch. Sein Mannschaftskollege Lars Schänzler freute sich ebenfalls über das Weiterkommen. Gegen den Russen Denis Grachev zeigte Schänzler mit 21:11 und 21:15 eine souveräne Vorstellung und geht somit am Mittwoch gegen den Niederländer Nick Fransman als sechster deutscher Einzelspieler erneut an das Netz. 

Auch in den vier weiteren Disziplinen stand heute die Qualifikation auf dem Programm. Im Dameneinzel konnte sich keine der drei deutschen Starterinnen für das Hauptfeld qualifizieren. Auch im Herrendoppel scheiterten zwei DBV-Duos. Die erste Hauptrunde in diesen beiden Disziplinen starten am zweiten Turniertag ab 10 Uhr. Ebenso wie das Damendoppel, in dem keine Qualifikation ausgetragen wurde. Über einen erfolgreichen ersten Turniertag konnten sich die deutschen Mixed-Spieler freuen. Raphael Beck vom 1. BC Beuel und Carla Nelte vom TV Refrath hatten im Duelle gegen Alex Vlaar und Petya Nedelcheva aus Bulgarien keine Probleme. Mit 21:13 und 21:11 bahnten sie sich ihren Weg und sind weiter im Rennen. Dieser Schritt gelang auch Bjarne Geiss von BW Wittorf und Eva Janssens vom 1. BC Bonn-Beuel. Die jungen Deutschen behielten mit 21:10, 16:21 und 21:14 die Oberhand gegen die indisch-malaysische Kombination Kamaldeep Singh und Zhi Qing Lee. Für diese beiden deutschen Paarungen geht es nun erst am Donnerstag weiter, wenn die erste Hauptrunde im Mixed ausgetragen wird.

Ein Turnier als Wundertüte

Neue Doppel, Abschiede und junge Wilde: Die Bitburger Open stecken voller Überraschungen

Treffpunkt Saarland. Vom 1. bis 6. November ist es wieder soweit. Dann wetteifern in der Saarbrücker Saarlandhalle die internationalen Stars dieses Sports aufs Neue um Weltranglistenpunkte und um ein Preisgeld von 120.000 US-Dollar. Insgesamt 294 Spitzenspieler aus 32 Nationen werden bei dem Grand-Prix Gold Turnier aufschlagen. Für den Deutschen Badminton Verband stehen beim ersten Heimturnier nach den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro jedoch nicht die Spitzenresultate im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, Erkenntnisse für die kommenden Monate zu gewinnen – denn mit Ende der Spiele in der brasilianischen Metropole wurde sofort die erste Testphase für Tokio 2020 eingeläutet. Doch nicht nur die Leistungsträger von morgen stehen bei der 29. Auflage des Traditionsturniers im Mittelpunkt. Auch der Abschied einer goldenen Generation wird gebührend gefeiert, denn fünf Akteure der deutschen Europameistermannschaft von 2013 beenden ihre Karriere. Bei den neuen Doppelformationen wurde deshalb auch bunt durchgemischt.
Das künftige Top-Mixed bilden wohl Mark Lamsfuß vom 1. BC Wipperfeld und Isabel Herttrich vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Zum Auftakt geht es für die amtierenden Deutschen Meister gegen Nipitphon Phuangphuapet und Jongkolphan Kititharakul. Das Duo aus Thailand belegt im Welt-Ranking den Platz 82. Die Altmeister Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels gehen überraschenderweise nicht mehr zusammen an den Start. Beide nutzen ihren letzten Auftritt bei den Bitburger Open, um ihre Erfahrung an zwei jüngere Athleten weiterzugeben. Die dreifache Olympionikin vom 1. BC Beuel spielt mit dem 20-jährigen Marvin Seidel vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim zusammen. Die beiden traten Mitte Oktober bereits bei den Dutch Open in Almere an und erreichten dort das Halbfinale. In der Saarlandhalle geht es in der ersten Runde gegen die Schweizer Gilles Tripet und Sabrina Jaquet. Mit etwas Glück können der St. Ingberter und die erfahrende Kölnerin so mancher gesetzten Paarung gefährlich werden und für die eine oder andere Überraschung sorgen. Birgit Michels langjähriger Spielpartner Michael Fuchs wird bei den Bitburger Open mit Linda Efler aufschlagen. Die 21-Jährige vom TV Emsdetten bildet normalerweise ein Duo mit Marvin Seidel. 

Den letzten Auftritt genießen

Die zweite Verabschiedung von Michael Fuchs wird aber wie geplant mit seinem Doppelpartner Johannes Schöttler gefeiert. Nach vielen gemeinsamen Jahren mit der Qualifikation für Rio als Krönung hängen die beiden Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ihre Schläger auf internationaler Ebene an den Nagel. Bei ihrem letzten Auftritt in Saarbrücken sind sie an Position acht gelistet und treffen somit erst in einem möglichen Viertelfinale auf eine gesetzte Paarung. Dann stünde mit den an Rang eins gelisteten Chinesen Li Junhui und Liu Yuchen jedoch ein richtiger Brocken im Weg der an Weltranglistenplatz 28 stehenden Routiniers. „Ich habe seit den Olympischen Spielen kaum noch trainiert. Deshalb liegt der Fokus im Doppel auch wirklich darauf, Spaß am Spielen zu haben und den Abschied zu genießen. Natürlich habe ich das Badmintonspielen auch nicht ganz verlernt und wenn man auf dem Feld steht, will man auch gewinnen“, verrät Johannes Schöttler, der ab Januar 2017 als Bundestrainer im Doppel und Mixed tätig sein wird. Als langjähriger Nationalspieler kennt er natürlich seine Kollegen und traut besonders dem aufstrebenden Doppel Marvin Seidel und Mark Lamsfuß eine Überraschung zu: „Die beiden sind super in Form und haben in letzter Zeit schon den einen oder anderen Favoriten schlagen können“, weiß Schöttler. Bei den Japan Open Superseries im September bezwangen sie mit den Chinesen Chai Biao und Hong Wei die Nummer zwei der Weltrangliste und setzten damit ein dickes Ausrufezeichen. In der ersten Runde der Bitburger Open treffen Seidel und Lamsfuß auf eine Paarung, die sich erst durch die Qualifikation in das Hauptfeld spielen muss. Im Falle eines Sieges stünden ihnen schon im Achtelfinale die Endländer Marcus Ellis und Chris Langridge gegenüber. Über ein spannendes Match gegen die Bronzemedaillen-Gewinner von Rio de Janeiro würden sich die Zuschauer in der Saarlandhalle sicher freuen. Für die an Weltranglistenplatz 38 geführten Deutschen wäre dies zudem eine Chance, sich bei den Engländern für die knappe 19:21 und 18:21 Niederlage in der ersten Runde der Denmark Open vor einer Woche zu revanchieren. 

Auch Karin Schnaase vom SC Union Lüdinghausen spielt mit ihrer Freundin Birgit Michels ein Abschiedsturnier für das Saarbrücker Publikum. „Ich habe meine internationale Einzelkarriere nach den Olympischen Spielen an meinem sportlichen Höhepunkt beendet. Birgit und ich haben damals gemeinsam am Bundesstützpunkt in Mülheim begonnen und zusammen dort gewohnt. Und jetzt lassen wir unsere Karrieren gemeinsam im Doppel ausklingen“, verrät Schnaase. Und noch eine weitere spannende Kombination erwartet die Besucher im Damendoppel. Nach dem Karriereende ihrer bisherigen Partnerin Birgit Michels wird Isabel Herttrich künftig mit Carla Nelte vom TV Refrath das wohl ambitionierteste deutsche Gespann bilden. Das erste gemeinsame Grand-Prix Gold Turnier auf heimischem Boden dient den beiden als Standortbestimmung für kommende Aufgaben. 

Zehn deutsche Athleten im Herreneinzel

Dieter Domke ist der fünfte Spieler der EM-Titelträger von 2013, der in diesem Jahr zum letzten Mal dabei sein wird. Für den fast zwei Meter großen Hünen vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim geht es in der ersten Runde gegen Misha Zilberman aus Israel, der in der Weltrangliste derzeit Position 52 innehat. Insgesamt gehen zehn Deutsche im Herreneinzel an das Netz, sechs von ihnen müssen sich allerdings erst ihren Weg durch die Qualifikation bahnen. Die besten Chancen auf den Sprung ins Hauptfeld hat wohl Fabian Roth vom TV Refrath. Der Jugendeuropameister von 2013 kehrte in dieser Saison nach zehnmonatiger Verletzungspause wieder auf den Badminton-Court zurück und präsentierte sich bei vergangenen Turnieren überraschend stark. „Fabian ist in bestechender Form. Ich denke, mit ihm ist auch bei den Bitburger Open zu rechnen“, sagt Johannes Schöttler über den 20-Jährigen, der durchaus als so eine Art Wundertüte in das Turnier geht. Die besten Chancen auf einen Podestplatz hat aber Marc Zwiebler. Der Europameister von 2012 konnte in den vergangenen Jahren schon zwei Mal das Finale erreichen und hofft nach wie vor auf seinen ersten Turniersieg in Saarbrücken. Die Bitburger Open sind für die Nummer 14 der Weltrangliste allerdings das dritte Turnier in drei Wochen, da er zuvor auch im dänischen Odense und in Paris an den Start geht. „Da ist man dann natürlich schon etwas müde. Sein Erfolg in Saarbrücken wird sicher auch davon abhängen, wie viel Kraft nach Dänemark und Frankreich noch übrig ist“, vermutet Schöttler. Auch Olga Konon ist bei den beiden europäischen Superseries-Events dabei und wird bei den Bitburger Open mit der Hürde antreten, zuvor bereits zwei schwere Turniere gespielt zu haben. Doch dank einer vielversprechenden Auslosung könnte es für die an Setzplatz acht gelistete Spielerin des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ein erfolgreiches Heimturnier werden. Zum Auftakt trifft die im globalen Ranking an Position 40 stehende amtierende Deutsche Meisterin auf die Dänin Mia Blichfeldt. Neben Konon stehen aus deutscher Sicht noch Luise Heim vom 1. BC Beuel und Fabienne Deprez vom französischen Erstligisten CBAB Aulnay im Hauptfeld.

Bei den Organisatoren laufen die Vorbereitungen für die 29. Auflage des Traditionsturniers bereits seit vielen Wochen auf Hochtouren. „Ich bin froh, wenn es nun endlich losgeht. Zusammen mit unseren Sponsoren sowie den zahlreichen freiwilligen Helfern, werden wir die Bitburger Open für die Zuschauer und Spieler wieder zu einem besonderen Erlebnis machen“, verspricht Turnierdirektor Frank Liedke.

Alles Wichtige rund um die Bitburger Badminton Open

Pressekonferenz mit Spielern, Sponsoren, Politikern und den Turnier-Verantwortlichen

Noch ein paar Tage, dann ist es wieder soweit: Am 1. November steigen die ersten von insgesamt 294 Spitzenspielern in die Bitburger Badminton Open ein. Beim Finale am Sonntag werden es dann noch 16 Athleten sein, die in der Saarbrücker Saarlandhalle um die fünf Titel bei dem mit insgesamt 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier kämpfen. Aus 32 Ländern kommen die Stars dieses Sports in diesem Jahr in das Saarland gereist. Ein perfekter Mix aus jungen Wilden und erfahrenen Routiniers macht diese 29. Auflage des Traditionsturniers besonders interessant. Außerdem können sich die Zuschauer in diesem Jahr von einer goldenen Generation des deutschen Badmintons verabschieden. Fünf verdiente Nationalspieler geben ihren Abschied und spielen zum letzten Mal die Bitburger Open.

Am 24. Oktober 2016 fand bei der URSAPHARM Arzneimittel GmbH in Saarbrücken-Bübingen die offizielle Pressekonferenz des Turniers statt. Hier wurde unter der Moderation von Frank Grundhever ein kleiner Ausblick gegeben und den Pressevertretern alles Wichtige rund um die 29. Bitburger Badminton Open vorgestellt. Als Gesprächspartner stand hier etwa Fabian Roth zur Verfügung. Der Nationalspieler vom TV Refrath und U19-Europameister von 2013 war nach einer langen Verletzungspause in der Weltrangliste bis auf Platz 335 abgerutscht. In den vergangenen Wochen konnte er aber mehrfach starke Resultate bei internationalen Turnieren erzielen und liegt jetzt auf Rang 194. Bei den Bitburger Open muss er deshalb in der Qualifikation starten. Nach seinem gelungenen Comeback ist er einer der jungen Hoffnungsträger für Tokio 2020. Ebenfalls einer der jungen Wilden mit ersten internationalen Achtungserfolgen ist Marvin Seidel. Der gebürtige Saarländer sprach bei der Pressekonferenz unter anderem über das Gefühl, nun selbst im Rampenlicht zu stehen und bei seinem Heimturnier gegen die ganz Großen zu spielen, denen er vor ein paar Jahren noch von der Tribüne aus zugeschaut hat. Mit von der Partie war auch Johannes Schöttler, der ab Januar 2017 Bundesstützpunkttrainer für Doppel und Mixed wird und bei den Bitburger Badminton Open mit Michael Fuchs im Herrendoppel seinen Abschied geben wird. Die Zuhörer bei der Pressekonferenz konnten vom Doppel-Spezialisten erfahren, was sich die beiden Routiniers für ihre letzten Bitburger Open vorgenommen haben. Im Herrendoppel sind die zwei an Position acht gesetzt und in der ersten Runde geht es gegen ein indisches Duo.

Weiterhin saß Tristan Tarpani bei der Pressekonferenz vorne auf dem Podium. Der Kommunikationsmanager der Bitburger Braugruppe GmbH berichtete unter anderem, was das Event in Saarbrücken zu etwas Besonderem macht. Dabei kann Bitburger auf einen großen Erfahrungsschatz bauen, ist die Brauerei doch als Partner der Deutschen Fußball Nationalmannschaft omnipräsent. Boris Röder hingeben konnte auf einen weiteren ganz speziellen Aspekt der Bitburger Open hinweisen: Den Marketingleiter und Leiter der Unternehmenskommunikation bei der URSAPHARM Arzneimittel GmbH interessiert vor allem die Internationalität des Turniers. Der aufmerksame Zuschauer hat es sicher im vergangenen Jahr bemerkt: Das Unternehmen hat seine Augentropfen Hycosan auf den Werbebanden in chinesischer Sprache beworben. URSAPHARM nutzt die Bitburger Open, um über diesen Weg Produkte aus dem Saarland in China zu bewerben. Und das mit Erfolg, wie Boris Röder in der Pressekonferenz deutlich machen konnte. Die Gesprächsrunde komplettierte Frank Liedke. Der Veranstaltungsleiter der Bitburger Open sprach darüber, was es denn neben dem Sport für die Zuschauer so alles zu erleben gibt. Und natürlich war er für die Fakten zuständig wie: Wann geht es los? Was kosten die Karten? ... Des Weiteren gab der Turnierdirektor schon einmal einen Ausblick auf die nächsten Jahre. Darüber, dass 2017 der Vertrag für die Hallennutzung ausläuft und auch, dass der Badminton-Weltverband BWF bei der Vergabe der Turniere die Zügel anzieht. So sollen die Preisgelder erhöht werden und auch ansonsten gibt es in naher Zukunft noch einige Hürden zu überwinden. Und hier hörte besonders Saarbrückens Sportdezernent Harald Schindel sehr aufmerksam zu.    

Die ganze Pressekonferenz ist komplett über die Fan-Page der Bitburger Badminton Open über Facebook abrufbar.  

https://www.facebook.com/149733041768722/videos/1194752047266811/?hc_ref=PAGES_TIMELINE

Der Kampf um die Weltspitze

Wenn aufstrebende Talente auf internationale Champions treffen

He Bingjiao, Chen Qingchen und Jia Yifan – noch nie gehört? Dann wird es aber Zeit! Alle Jahre wieder treten nach den Olympischen Spielen viele unbekannte Gesichter aus den Schatten der Stars, um die geordneten Strukturen der Badminton-Weltrangliste ordentlich aufzumischen. Und so gab es auch jetzt bei den ersten großen Turnieren nach Rio de Janeiro so manchen Überraschungssieger. Ein Blick auf die Meldelisten der vom 1. bis 6. November 2016 ausgetragenen Bitburger Open zeigt: Auch beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier sind neben den bekannten Spitzenspielern viele dieser aufstrebenden Jungspunde zu finden. Bei der 29. Auflage des Traditionsturniers werden die jungen Wilden in der Saarbrücker Saarlandhalle versuchen, die gestandenen Größen der Szene nicht mehr nur zu ärgern – sie wollen die Wachablösung. Das aber werden sich die Arrivierten wie etwa das englische Herrendoppel Chris Langridge und Marcus Ellis oder auch Mathias Boe und Carsten Mogensen nicht so einfach gefallen lassen. Die Bronzemedaillengewinner von Rio wie auch das dänische Duo gehören auch weiterhin zum engsten Favoritenkreis. Besonders spannend wird für die Zuschauer aber auch sein, wie sich die neu formierten deutschen Badminton-Asse bei ihrem Heimturnier schlagen werden. „Außerdem können sich die Gäste in diesem Jahr von einer goldenen Generation des deutschen Badmintons verabschieden. Fünf verdiente Nationalspieler geben ihren Abschied und spielen zum letzten Mal die Bitburger Open – das sollte man sich nicht entgehen lassen“, sagt Turnierdirektor Frank Liedke. 

Meldelisten versprechen Badminton vom Feinsten

Wer einmal einen Titel bei einem so hochklassigen Turnier wie den Bitburger Open gewonnen hat, der versucht es auch gerne wieder. Das dachte sich auch Hans-Kristian Vittinghus, der 2011 in Saarbrücken alle Konkurrenten übertrumpfen konnte. Seitdem schlägt der Däne regelmäßig in der Saarlandhalle auf und ist dieses Mal als Weltranglistenneunter der nominell stärkste Spieler im Feld. Doch seine direkten Verfolger in der Bestenliste des Badminton Weltverbandes werden ebenfalls in Saarbrücken an den Start gehen. Der Engländer Rajiv Ouseph steht an Position zwölf und auch Marc Zwiebler gehört als derzeitige Nummer 14 der Welt zum engeren Favoritenkreis. Der Spieler vom heimischen 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim würde den beiden Titelanwärtern nur allzu gerne einen Strich durch die Rechnung machen. Der deutsche Rekordmeister erreichte bei seinem Heimturnier in den vergangenen Jahren mehrfach die Runde der letzten Vier und scheiterte zwei Mal erst im Finale. Zwiebler ist für den Deutschen Badmintonverband (DBV) der größte Anwärter auf einen Podestplatz. Fest eingeplant ist ein solcher auch für die beiden Spitzendoppel aus Europas stärkster Badminton-Nation Dänemark. Mathias Boe und Carsten Mogensen fühlen sich offensichtlich wohl im Saarland, denn schon drei Mal konnten die Neunten der Doppelweltrangliste die Bitburger Open gewinnen. Auch die amtierenden Titelverteidiger Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding werden wieder an den Start gehen. Die Weltranglistenzehnten konnten bereits zwei Turniersiege in Saarbrücken verbuchen. Ein Wörtchen mitzureden haben sicherlich auch die Engländer Chris Langridge und Marcus Ellis. Die Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele rechnen sich ebenfalls gute Chancen beim Traditionsturnier aus. Das Maß aller Dinge sind im Herrendoppel aber die jungen Chinesen Li Junhui und Liu Yuchen, die als Nummer acht der Welt nach Saarbrücken reisen. 

Auch in den Damendisziplinen hat die Badminton-Großmacht China eine Vormachtstellung inne, denn die favorisierten Spielerinnen im Einzel sowie im Doppel stammen aus dem Reich der Mitte. Mit He Bingjiao schickt der chinesische Verband eine 19-jährige Einzelspezialistin aus der Weltspitze in das Saarland. Ihr Können stellte die amtierende Jugend-Olympiasiegerin und Nummer elf der Welt erst vor wenigen Wochen unter Beweis, als sie bei den Korea Open völlig überraschend ihren ersten Superseries-Triumpf feierte. Die schärfste Konkurrentin der jungen Chinesin ist Porntip Buranaprasertsuk aus Thailand, die im globalen Ranking auf Position 13 geführt wird. Mit Nitchaon Jindapol hat Thailand gleich noch ein heißes Eisen im Feuer, denn 2013 trug die erst 25-Jährige sich bei den Bitburger Open in die Siegerliste ein. Im Doppel gehen die beiden erst 19-jährigen Chen Qingchen und Jia Yifan als Paarung mit dem höchsten Weltranglistenplatz in das Rennen. Die beiden Jugend-Weltmeisterinnen von 2015 stehen global an Position 14 und wurden im Erwachsenenbereich oftmals erfolgreich mit anderen Partnerinnen zu diversen Turnieren geschickt. In der Saarlandhalle werden sie ihre Konkurrenz nun wieder gemeinsam zum Schwitzen bringen. Ihre ärgste Konkurrenz werden die Thailänderinnen Jongkolphan Kititharakul und Rawinda Prajongjai sein. Die Chinesin Qingchen ist trotz ihres jungen Alters nicht nur im Damendoppel eine Meisterin ihres Fachs. Im Mixed mit Zheng Siwei konnte sie sogar noch mehr Erfolge feiern. Ende September siegten die in der Welt an Rang zwölf geführten Chinesen bei den Japan Open und standen nur eine Woche später bei den Korea Open gleich wieder im Finale eines Superseries-Events. Auch sie dürfen sich Jugendweltmeister von 2015 nennen und haben sich dem Publikum in der Saarlandhalle schon eindrucksvoll vorgestellt, als sie sich 2014 mit gerade einmal 17 Lenzen auf dem Siegertreppchen der Bitburger Open nach ganz oben spielten. Einen erneuten Titelgewinn der beiden Jungspunde wollen zwei Experten der Bitburger Open verhindern. Das Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock erreichte schon drei Mal in Folge mindestens das Halbfinale des Grand-Prix Gold Turniers. Die Engländer sind seit Jahren in den Top-Zehn der Weltrangliste zu finden. Aktuell liegen sie auf dem neunten Rang und sie wollen nun im vierten Anlauf bei den Bitburger Open endlich den Sprung auf den höchsten Podestplatz schaffen. Zu den Favoriten im gemischten Doppel zählen auch die Thailänder Bodin Isara und Savitree Amitrapai, die derzeit auf Weltranglistenplatz 17 geführt werden. 

Abschied einer goldenen Generation

Für die deutschen Akteure gilt es, sich gegen diese internationalen Routiniers und Durchstarter zu bewähren. Das Hauptaugenmerk liegt nach den Olympischen Spielen erfahrungsgemäß aber nicht alleine auf den Resultaten. Viele neue Doppelformationen werden getestet und junge Spieler an die Elite herangeführt. Außerdem werden gleich fünf Veteranen des DBV ein letztes Mal in Saarbrücken an den Start gehen. Die Olympioniken Michael Fuchs, Johannes Schöttler, Birgit Michels und Karin Schnaase verkündeten im Sommer ihr Karriereende. Auch Einzelspezialist Dieter Domke wird künftig nicht mehr bei internationalen Turnieren aufschlagen und richtet seinen Fokus auf die berufliche Laufbahn. Mit diesen fünf Nationalspielern geht der Großteil einer goldenen Generation in den Badminton-Ruhestand. Alle waren Teil der Europameistermannschaft von 2013 und brachten den Sport in Deutschland über viele Jahre hinweg auf ein zuvor nie da gewesenes Niveau. „Diese langjährigen Wegbegleiter der Bitburger Open verabschieden sich nun vom Publikum in der Saarlandhalle. Sie haben uns allen mit ihren Leistungen viel Freude bereitet, deshalb wollen wir ihre letzten Auftritte gebührend feiern“, erklärt Frank Liedke.

Weltklasse-Badminton vor der Haustür

Abschiedsparty mit Generationswechsel

Spiel, Satz und … Gold! Die Olympischen Spiele sind Geschichte. Doch der internationale Badminton-Zirkus dreht sich weiter. Auch wenn die Bilder von Rio de Janeiro noch fest in den Köpfen sind, stehen schon die nächsten Wettkämpfe ins Haus. So versammeln sich vom 1. bis 6. November 2016 die Badminton-Asse dieser Welt bei den Bitburger Badminton Open zum erneuten Kräftemessen. Und die Chancen stehen gut, bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in der Saarbrücker Saarlandhalle so manchen Medaillengewinner von Tokio 2020 hautnah erleben zu können. Denn ob nun der Olympia-Sieger bei den Herren, bei den Damen oder im Herrendoppel – 16 der 24 auf dem Podest vertretenen Sportler in Rio gingen in den Jahren zuvor auch schon in der Landeshauptstadt an das Netz. Ein neuer Olympiazyklus beginnt traditionell mit Veränderungen. Jede Nation versucht, viele junge Spieler an die Weltspitze heranzuführen. Außerdem ist nun Zeit für Experimente: Neubesetzungen in den Doppel-Disziplinen versprechen nicht nur im deutschen Lager einige spannende Kombinationen. Doch daneben werden auch wieder zahlreiche Top-Spieler bei der 29. Auflage des Traditionsturniers aufschlagen. Ein perfekter Mix aus jungen Wilden und erfahrenen Routiniers macht die Bitburger Open in diesem Jahr besonders interessant. „Und sicherlich wird der Besucher auch den einen oder anderen Medaillengewinner von Rio genau unter die Lupe nehmen können“, meint Turnierdirektor Frank Liedke.

Sag beim Abschied leise Servus …

In der deutschen Nationalmannschaft steht das erste Auftreten nach den Olympischen Spielen ganz im Zeichen des Umbruchs. Und vor allem auch des Abschieds. Einige Leistungsträger der vergangenen Jahre werden ein letztes Mal in der Saarlandhalle an den Start gehen – so auch Michael Fuchs. „Ich werde mich in Zukunft auf meine berufliche Laufbahn konzentrieren und meine aktive Karriere langsam ausklingen lassen. Bei den Bitburger Open werde ich aber auf jeden Fall noch einmal spielen“, verspricht der 34-Jährige vom 1. BC Bischmisheim, der sich bei seinem letzten Heimturnier im Saarland von seinen Fans verabschieden möchte. Doch nicht nur der zweifache Olympia-Teilnehmer ist zum letzten Mal mit von der Partie. Insgesamt vier der sieben deutschen Rio-Olympioniken beenden ihre Karriere. Dem Saarbrücker Publikum Lebewohl sagen auch die  beiden  langjährigen  Doppel-Partner von Michael Fuchs: Zum einen sein Teamkollege Johannes Schöttler, zum anderen Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel. Auch wird Karin Schnaase vom SC Union Lüdinghausen nach ihrem sportlichen Karrierehöhepunkt in Brasilien ihren letzten Auftritt bei den Bitburger Open haben. Die Einzelspezialistin geht zum Abschluss der Laufbahn mit Birgit Michels im Doppel auf den Court – zusammen wollen sie ihre langjährige gemeinsame Zeit im Nationalteam ausklingen lassen.

Testlabor für Talente

Doch mit dem Ausscheiden der Altmeister stehen die Nachwuchshoffnungen bereits  in den Startlöchern. Fabian Roth vom TV Refrath und Mark Lamsfuß vom 1. BC Wipperfeld waren in Rio schon als Sparringspartner mit dabei und  haben so eine ordentliche Portion Motivation für die nächsten Olympischen Spiele bekommen. Auch   Marvin Seidel vom 1. BC Bischmisheim und Vereinskollegin Isabel Herttrich sowie viele weitere junge Nationalspieler werden künftig mehr im Fokus stehen. „Die Bitburger Open sind nach Rio  de Janeiro das erste Testlabor auf deutschem Boden.  Gerade für die jüngeren Athleten ist das in diesem Jahr eine Standortbestimmung für Tokio 2020. Wir werden jetzt verstärkt das Augenmerk darauf richten, wie sich die jungen Spieler bei solchen Turnieren schlagen“, erklärt Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badmintonverbands. Doch mit Marc Zwiebler vom 1. BC Bischmisheim hat man im Kampf um die Podestplätze auf jeden Fall wieder ein heißes Eisen im Feuer. Deutschlands bester Einzelspieler erreichte in den Jahren zuvor mehrfach das Halbfinale und er wird auch jetzt wieder angreifen. Die Zuschauer dürfen sich auf zahlreiche hochklassige Badmintonleckerbissen freuen, wenn die deutschen Spieler zum ersten Mal nach ihrer Reise an den Zuckerhut wieder auf heimischem Boden bei einem großen Turnier starten.

Wie der Schiefe Turm zu Pisa: Messe und Players’ Night

Doch nicht nur auf den Spielfeldern wird den Zuschauern viel geboten. Auch abseits der grünen Matten gibt es einiges zu entdecken: zum Beispiel die Verkaufsmesse im Foyer der Saarlandhalle. Ob die neusten Schlägermodelle oder die aktuellen Trikotkollektionen – an den Verkaufsständen kann jeder Badmintonfreund so manches Schnäppchen ergattern. Der 1. BC Bischmisheim wird zum ersten Mal auch mit der Marke Weather Report vertreten sein. Wie der Schiefe Turm zu Pisa gehört neben der Messe auch die legendäre Players’ Night zum Gold-Turnier. Und sie wird auch in diesem Jahr wieder  rund 1.000 feierwillige Gäste in die Saarbrücker Congresshalle locken. Bei diesem weltweit wohl einmaligen Event wird am  Turnierfreitag zusammen mit den Badminton-Profis eine große Party gefeiert. „Die Players’ Night ist zweifellos ein Höhepunkt der Bitburger Open. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit wir Spielern und Gästen wieder einen unvergesslichen Abend bereiten können“, verrät Turnierdirektor Liedke. Für ein erstklassiges musikalisches Erlebnis sorgen die Live-Band „Soulfamily“ sowie ausgewählte DJ’s. Ob nun Tanzmaus oder doch stiller Genießer – bei der Players’ Night mit großer Tanzfläche, Lounge-Bereich und Cocktail-Bar ist für jeden etwas dabei.


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Zur Einstimmung - Trailer Bitburger Open 2015

Hier schon mal als kleiner Appetithappen - unser Trailer für 2015.

Wie heißt es auf Neudeutsch so schön: save the date!




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Die Sieger sind ermittelt!

Hier finden Sie alle Finalergebnisse auf einen Blick.


Draws aller Disziplinen

 Hier finden Sie die Spielpläne.


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